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Die Gartenkunst gehört zu den bildenden Künsten
weil es zu ihren Aufgaben gehört
„in ihren Bildungen das Große, Edle und Höhere in der Natur,
von dem individuellen Geist des Künstlers durchdrungen,
schöpferisch darzustellen,
wie die übrigen Künste den Sinn für das Schöne zu wecken,
und gleich diesen als Bildungs- und Erziehungsmittel
für das Volk zu dienen“.
(Lenné, 1849)
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 Quelle: fiesta-news 04/2008 |
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Die Gärten von Schloss Ambras (bei Innsbruck) wurden 1564 vom Erzherzog für seine Frau Phillipine Welser angelegt. Zu ihnen gehörten ein Giardino secreto bei den Frauengemächern und ein Garten am Fuße des Schlosses. Letzterer bestand aus Blumengärten („Paradiese“ = von Säulenhallen umgebene Blumenparterres), zwei Pavillons (einer davon in einem Tiergarten auf einer Erhöhung), Labyrinthen, Grotten und Springbrunnen.
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Erzherzog Ferdinand II (1529 -1595)
Quelle: fiesta-news 04/2008
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Phillipine Welser (1527 - 1580)
Quelle: fiesta-news 04/2008
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Die Gartenanlage wurde im 18. Jahrhundert völlig umgestaltet. Zu Ferdinands Zeit standen zwischen Hochschloss und Unterschloss ein einstöckiges Ballspielhaus und vor der Grotte eine Art Gartenhaus. Der Garten war damit völlig in sich geschlossen und als „Paradiesgarten“ konzipiert. Die Grotte entzog sich dem Blick des Besuchers durch den davor stehenden kleinen Bau. Zur Begrüßung von Gästen veranstaltete das Paar in der Grotte den „Willkomm`“, einen Umtrunk. Dazu geleitete man die Besucher durch den Garten und das Gartenhaus in die Grotte, „man stieg quasi vom Paradies in die Unterwelt“. Hier reichten die Gastgeber nicht nur Speisen und scharf gewürzten Wein. Als „Bewährungsprobe“ musste der Gast – auf einen Stuhl mit eisernen Klammern gefesselt – einen großen Kelch Wein in einem Zug leeren. Diese Empfangszeremonie, die wohl auch zur Erheiterung der Gesellschaft gedacht war, wurde von einem Besucher in den 1570er Jahren schriftlich festgehalten. Die „Ambraser Trinkbücher“, die heute in der Ausstellung zu sehen sind, dokumentieren die lange Gästeliste auf Schloss Ambras. Diese wichtige Chronologie der Besucher wird derzeit wissenschaftlich bearbeitet. Eine Publikation wird im Jahr 2009 erwartet.
Staud,G. (2008). Monumentale Geschichte. Fiesta History, 04, 2008. S. 26 -31.
Nachzulesen bei: fiesta history
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Versteck:
Parkmöglichkeit: N 47° 15.364 / E 011° 25.946
Öffnungszeiten:
Variabel - zur Zeit 06.00 - 21:30 Uhr
Man muss sich nicht in Gefahr begeben - klettern ist nicht erforderlich 
Es handelt sich um einen Wandercache. Um rollstuhlgerechte Platzierung (siehe Attribut) wird gebeten.
Filmdose:
Logbuch,
Bleistift
Für den FTF gibt es eine ErstFinderUrkunde
Viel Vergnügen 
FTF: WM911 und PoWo