Der Kalte Baum existiert, so Überlieferungen, seit 1361 an der
Handelsstraße zwischen Prag und Nürnberg.
Der Baum ist ca. 20 Meter hoch und hat am Stammboden einen Umfang
von ca. zehn Metern.
Eine Sage um den Kalten Baum berichtet, dass sich eine
Landgräfin von Leuchtenberg mit zwei Kindern in den Grafen von
Sulzberg verliebt hatte. Diese jedoch wies dies ab, da die
Landgräfin bereits zwei Kinder ihr Eigen nannte.
Kurzerhand nähte die Landgräfin ihren beiden Kindern Nesteln in
deren Hemden, sodass die Kinder starben.
Ein späteres Treffen mit dem Grafen hatte banale Folgen:
Auf die Frage hin, wie die Kinder gestorbenn seinen, war der Graf
so empört, dass er die Landgräfin mit seinem Schwert mitten ins
Herz stach. Genau an dieser Stelle ließ er dann die Frau begraben.
Dabei fiel ihm ein Samenkorn, das er aus dem heiligen Land
mitgebrahct hatte, unversehens in das Grab und aus dem kalten Herz
entwuchs der Kalte Baum.
Als Geist wandert nun die Gräfin um ihr Grab und um den Baum, daher
der stete Wind, welcher hier weht.