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Alte Lauffener Neckarschlinge Multi-Cache

This cache has been archived.

Schlamm-Biker: So, hier ist nun auch Schluss.
Danke für viele schöne Logs von denen wo es hier gefallen hat.

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Hidden : 4/11/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


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Alte Lauffener Neckarschlinge

 

Dieser  Multicache führt euch über eine Strecke von 6 km mit  11 Stages durch das einmalige Naturschutzgebiet

Lauffener Neckarschlinge.

Verlasst bitte nicht die Wege und benutzt an Stage 10 einen Foto oder ein Fernglas.

Alle Stages sind an künstlichen Gegenständen angebracht. Es muss in keinem Fall etwas umgegraben werden.

Ihr bewegt euch hier in einem Naturschutzgebiet,  werft nichts weg haltet bitte Hunde an der Leine.

Genießt diesen tollen Spaziergang. Alle weiteren Aufgaben siehe Waypointliste.

 

Update 27.04.2009

Aus gegebenem Anlass weise ich nochmals

darauf hin, das Ihr euch in einem Naturschutzgebiet bewegt.

Wenn auch eingestellte Bilder darauf hindeuten das sich der Cache in einem

Vogelhäuschen befindet, dem ist nicht so !!!!

Laßt also die Finger von derartigen Objekten und

macht einen Bogen darum.

 

Hier noch einige Infos zur Location 

 

Zwischen Besigheim und Lauffen, im tektonisch aufgewölbten Oberen Muschelkalk-Gebiet des Hessigheimer Sattels, hat sich der Neckar rund 80 bis 100 m tief eingeschnitten und ein weiträumiges, stark mäandrierendes Flusstal gebildet. Drei markante Talschlingen – die Kirchheimer, die Neckarwestheimer und die Lauffener Schlinge – entstanden in diesem Talabschnitt und wurden später, in erdgeschichtlich jüngerer Zeit, vom Neckar wieder abgeschnürt.

Die Lauffener Neckarschlinge zählt heute zu den größten und abwechslungsreichsten Feuchtgebieten im Neckarbecken und weist ein buntes Mosaik verschiedenster Lebensräume auf. Im Jahr 1970 wurde der südliche Teil dieses ehemaligen Neckarflussbetts zum Naturschutzgebiet ausgewiesen.1979 kam der im Süden angrenzende Hangwald noch dazu, welcher als beinahe unveränderter Kleebwald (Linden-Ulmen-Ahorn-Wald) mit der typischen Fauna und Flora in einer für das Unterland einmaligen Form erhalten wurde. Zahlreiche, teilweise regional und überregional bedeutende, schonungsbedürftige und gefährdete Arten treten hier auf. Die  gesamte Schutzgebietsfläche ist ca. 61 ha groß.

Die Ausweisung des Schutzgebietes dient sowohl der Erhaltung der Neckarschlinge als erdgeschichtliches Denkmal, als auch des dort vorkommenden, ungewöhnlich reichen Pflanzenbestands und des Kleebwalds. Die Lauffener Neckarschlinge ist auch Teilfläche des Natura 2000 Gebiets Nr.: 7021301

 

Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur

Die Lauffener Neckarschlinge liegt im tektonisch aufgewölbten Oberen Muschelkalk-Gebiet im Naturraum Neckarbecken. Vor ca. 5000 Jahren durchbrach der Neckar bei Lauffen einen schmalen Muschelkalkriegel zwischen der heutigen Vogelinsel und der evangelischen Kirche. In der Folgezeit schüttete die von Westen kommende Zaber einen Schwemmkegel in das alte Neckarbett, der die Talsohle erhöhte und den Abfluss des Südteils der Schlinge verstopfte. Ursprünglich waren die Altwasserarme des Neckars in kiesig-sandigen Auenschottern gelegen. Durch die Überflutung bei Hochwassern kam es zu erhöhten Ton- und Lehmablagerungen. Bereits in diesem Zeitraum fand ein ständiger Wechsel zwischen Bewirtschaftung und Brachlage statt. Je nach Bevölkerungsanzahl wurden die Auenwälder gerodet, woraufhin sich Feucht- und Nasswiesen bildeten, oder die Nutzung wieder aufgegeben, sodass der Auenwald das Gebiet zurückerobern konnte.

 

Lauffener Neckarschlinge - Flora

Entsprechend der hohen Anzahl verschiedener Biotope ist auch die Tier- und Pflanzenwelt artenreich. Einige der hier heimischen Arten sind regional und überregional bedeutend und nach der Roten Liste für Baden-Württemberg als „schonungsbedürftig“, „gefährdet“, oder sogar „stark gefährdet“ eingestuft.

An den Rändern im Nordosten und Nordwesten des Schutzgebiets befinden sich kleine Reste bewirtschafteter Nasswiesen. Eine wertvolle Ergänzung zu den zahlreichen Nass-Biotopen bildet ein kleiner brachgefallener, trockener Magerrasen östlich des Bahndammes. Auf dem steilen, nach Norden exponierten Kalk-Hang stockt ein artenreicher Kleebwald (Linden-Ulmen-Ahorn-Wald) aus Esche, Berg-Ahorn, Sommer-Linde, Berg-Ulme, Hainbuche und Stiel-Eiche. Dieser hat sich teilweise aus aufgelassenen Weinbergen entwickelt. Die zahlreichen fremdländischen Robinien stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

Der Kleebwald ist vor allem für das reiche Vorkommen der kalkliebenden Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) bekannt. Im Frühjahr ist der Waldboden vom blühenden Blaustern (Scilla bifolia) und vom Buschwindröschen (Anemone nemorosa) übersät. Im Wald entspringen auch einige Quellen, in deren Umgebung sich ausgedehnte Kalktuffablagerungen befinden. In den Feuchtgebieten stehen Zypergras-Segge, Hirsen-Segge, Teich-Schachtelhalm, Riesen-Ampfer, Dreifurchige Wasserlinse sowie das Fleischfarbenes Knabenkraut (Orchideenart).

Um das Gebiet zu erhalten, wird die Bestandsentwicklung der Robinie und Kanadischen Goldrute beobachtet. Bei zu starker Ausbreitung kann mit entsprechenden mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen eingegriffen werden. Regelmäßige Pflegemaßnahmen im Feuchtgebiet sind aber nicht vorgesehen.

 

Lauffener Neckarschlinge - Fauna

An Tieren leben hier hauptsächlich Vögel, Amphibien, Reptilien und Libellen, wovon die Vogelwelt am besten untersucht ist. Geduldige Beobachter können mit etwas Glück Teich- und Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Schwarzmilan, Pirol, Nachtigall, Teichhuhn, Wasserralle sowie seltene Wildenten beobachten. 

Die Lauffener Neckarschlinge beherbergt das wichtigste Vorkommen des Laubfrosches im Bereich des Regierungsbezirks Stuttgart

 

Gefährdung für das Naturschutzgebiet Lauffen

Ein großes Problem des Kleebwaldes ist das Ulmensterben verursacht durch den Ulmensplintkäfer. Die Käfer fressen an den Abzweigestellen kleiner Äste und an der Basis der Blattstiele. Dabei überträgt er die Sporen des Pilzes Ceratocystis ulmi. Dieser Pilz führt zu einer Erkrankung des Baumes, dem Ulmensterben, und zieht meist den Tod des Wirtsbaumes nach sich.

Die nicht einheimische, aber stark expansive Robinie im Klebwald und die Kanadische Goldrute im Feuchtgebiet gefährden außerdem den naturnahen Zustand der Pflanzengemeinschaften. Deshalb wird der Bestand dieser beiden Arten ständig überwacht, um bei zu starker Ausbreitung mit mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen einschreiten zu können. Ansonsten wird das Feuchtgebiet vollständig sich selbst überlassen.

Auch für den Wald ist das Ziel eine möglichst ungestörte Entwicklung. Teile des Hangwaldes wurden als Bannwald vorgeschlagen. Der südliche Teil des Naturschutzgebiets ist seit 2001 Teil des Natura 2000-Gebiets „Neckar zwischen Freiberg und Heilbronn“ (Gebiets Nr.: 7021301). Der nördliche Teil gehört zu dem im März 2004 vorgeschlagenen Gebiet „Nördliches Neckarbecken“.

Um die Hochwassergefahr für die tief gelegenen Straßenzüge von Lauffen zu verringern, wurde schon viele Jahren über eine Wasserrückhaltung im Zabertal diskutiert. Pläne aus dem Jahr 2000 sahen vor, die Zaber im Hochwasserfall in das Naturschutzgebiet einzuleiten, um das Wasser nach einigen Tagen langsam in den Neckar wieder abzulassen. Hätte man diese Pläne realisiert, wären möglicherweise Struktur und Vegetation des Schutzgebietes aufgrund der eingetragenen Schlamm- und Schadstoffrachten im Laufe der Zeit stark verändert worden.

 

Und nun viel Spaß wünschen

Schlamm-Biker

und

Jo-Jo Affe

 

 

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