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Alte Lauffener Neckarschlinge
Dieser Multicache
führt euch über eine Strecke von 6 km
mit 11 Stages durch das einmalige
Naturschutzgebiet
Lauffener
Neckarschlinge.
Verlasst bitte nicht die
Wege und benutzt an Stage 10 einen Foto oder ein
Fernglas.
Alle Stages sind an
künstlichen Gegenständen angebracht. Es muss in keinem
Fall etwas umgegraben werden.
Ihr bewegt euch hier in
einem Naturschutzgebiet, werft nichts weg haltet bitte Hunde
an der Leine.
Genießt diesen tollen
Spaziergang. Alle weiteren Aufgaben siehe
Waypointliste.
Update
27.04.2009
Aus
gegebenem Anlass weise ich nochmals
darauf
hin, das Ihr euch in einem Naturschutzgebiet
bewegt.
Wenn
auch eingestellte Bilder darauf hindeuten das sich der Cache in
einem
Vogelhäuschen befindet, dem ist nicht so
!!!!
Laßt
also die Finger von derartigen Objekten und
macht
einen Bogen darum.
Hier noch einige
Infos zur Location
Zwischen Besigheim und
Lauffen, im tektonisch aufgewölbten Oberen Muschelkalk-Gebiet des
Hessigheimer Sattels, hat sich der Neckar rund 80 bis 100 m tief
eingeschnitten und ein weiträumiges, stark mäandrierendes Flusstal
gebildet. Drei markante Talschlingen – die Kirchheimer, die
Neckarwestheimer und die Lauffener Schlinge – entstanden in
diesem Talabschnitt und wurden später, in erdgeschichtlich jüngerer
Zeit, vom Neckar wieder abgeschnürt.
Die Lauffener Neckarschlinge
zählt heute zu den größten und abwechslungsreichsten
Feuchtgebieten im Neckarbecken und weist ein buntes
Mosaik verschiedenster Lebensräume auf. Im Jahr 1970 wurde der
südliche Teil dieses ehemaligen Neckarflussbetts zum
Naturschutzgebiet ausgewiesen.1979 kam der im Süden angrenzende
Hangwald noch dazu, welcher als beinahe unveränderter Kleebwald
(Linden-Ulmen-Ahorn-Wald) mit der typischen Fauna und Flora in
einer für das Unterland einmaligen Form erhalten wurde. Zahlreiche,
teilweise regional und überregional bedeutende, schonungsbedürftige
und gefährdete Arten treten hier auf. Die gesamte
Schutzgebietsfläche ist ca. 61 ha groß.
Die Ausweisung des
Schutzgebietes dient sowohl der Erhaltung der Neckarschlinge
als erdgeschichtliches Denkmal, als auch des dort vorkommenden,
ungewöhnlich reichen Pflanzenbestands und des Kleebwalds. Die
Lauffener Neckarschlinge ist auch Teilfläche des
Natura 2000 Gebiets Nr.: 7021301
Zusammenspiel zwischen Mensch
und Natur
Die Lauffener Neckarschlinge
liegt im tektonisch aufgewölbten Oberen Muschelkalk-Gebiet im
Naturraum Neckarbecken. Vor ca. 5000 Jahren durchbrach der Neckar
bei Lauffen einen schmalen Muschelkalkriegel zwischen der heutigen
Vogelinsel und der evangelischen Kirche. In der Folgezeit schüttete
die von Westen kommende Zaber einen Schwemmkegel in das alte
Neckarbett, der die Talsohle erhöhte und den Abfluss des Südteils
der Schlinge verstopfte. Ursprünglich waren die Altwasserarme des
Neckars in kiesig-sandigen Auenschottern gelegen. Durch die
Überflutung bei Hochwassern kam es zu erhöhten Ton- und
Lehmablagerungen. Bereits in diesem Zeitraum fand ein
ständiger Wechsel zwischen Bewirtschaftung und
Brachlage statt. Je nach Bevölkerungsanzahl wurden die
Auenwälder gerodet, woraufhin sich Feucht- und Nasswiesen bildeten,
oder die Nutzung wieder aufgegeben, sodass der Auenwald das Gebiet
zurückerobern konnte.
Lauffener Neckarschlinge -
Flora
Entsprechend der hohen Anzahl verschiedener
Biotope ist auch die Tier- und Pflanzenwelt artenreich.
Einige der hier heimischen Arten sind regional und
überregional bedeutend und nach der Roten Liste für
Baden-Württemberg als „schonungsbedürftig“,
„gefährdet“, oder sogar „stark gefährdet“
eingestuft.
An den
Rändern im Nordosten und Nordwesten des Schutzgebiets befinden sich
kleine Reste bewirtschafteter Nasswiesen. Eine wertvolle Ergänzung
zu den zahlreichen Nass-Biotopen bildet ein kleiner
brachgefallener, trockener Magerrasen östlich des Bahndammes. Auf
dem steilen, nach Norden exponierten Kalk-Hang stockt ein
artenreicher Kleebwald (Linden-Ulmen-Ahorn-Wald) aus Esche,
Berg-Ahorn, Sommer-Linde, Berg-Ulme, Hainbuche und Stiel-Eiche.
Dieser hat sich teilweise aus aufgelassenen Weinbergen entwickelt.
Die zahlreichen fremdländischen Robinien stammen ebenfalls aus
dieser Zeit.
Der
Kleebwald ist vor allem für das reiche Vorkommen der
kalkliebenden Hirschzunge (Asplenium
scolopendrium) bekannt. Im Frühjahr ist der Waldboden vom
blühenden Blaustern (Scilla bifolia) und
vom Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
übersät. Im Wald entspringen auch einige Quellen, in deren Umgebung
sich ausgedehnte Kalktuffablagerungen befinden. In den
Feuchtgebieten stehen Zypergras-Segge, Hirsen-Segge,
Teich-Schachtelhalm, Riesen-Ampfer, Dreifurchige Wasserlinse sowie
das Fleischfarbenes Knabenkraut (Orchideenart).
Um das
Gebiet zu erhalten, wird die Bestandsentwicklung der Robinie und
Kanadischen Goldrute beobachtet. Bei zu starker Ausbreitung kann
mit entsprechenden mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen eingegriffen
werden. Regelmäßige Pflegemaßnahmen im Feuchtgebiet sind aber nicht
vorgesehen.
Lauffener
Neckarschlinge - Fauna
An Tieren leben hier hauptsächlich
Vögel, Amphibien, Reptilien und Libellen, wovon
die Vogelwelt am besten untersucht ist. Geduldige Beobachter können
mit etwas Glück Teich- und Sumpfrohrsänger, Rohrammer,
Schwarzmilan, Pirol, Nachtigall, Teichhuhn, Wasserralle sowie
seltene Wildenten beobachten.
Die
Lauffener Neckarschlinge beherbergt das wichtigste
Vorkommen des Laubfrosches im Bereich des Regierungsbezirks
Stuttgart
Gefährdung
für das Naturschutzgebiet Lauffen
Ein großes Problem des Kleebwaldes ist das
Ulmensterben verursacht durch den
Ulmensplintkäfer. Die Käfer fressen an den Abzweigestellen kleiner
Äste und an der Basis der Blattstiele. Dabei überträgt er die
Sporen des Pilzes Ceratocystis ulmi.
Dieser Pilz führt zu einer Erkrankung des Baumes, dem Ulmensterben,
und zieht meist den Tod des Wirtsbaumes nach sich.
Die nicht
einheimische, aber stark expansive Robinie im Klebwald und die
Kanadische Goldrute im Feuchtgebiet gefährden außerdem den
naturnahen Zustand der Pflanzengemeinschaften. Deshalb wird der
Bestand dieser beiden Arten ständig überwacht, um bei zu starker
Ausbreitung mit mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen einschreiten zu
können. Ansonsten wird das Feuchtgebiet vollständig sich selbst
überlassen.
Auch für
den Wald ist das Ziel eine möglichst ungestörte Entwicklung.
Teile des Hangwaldes wurden als Bannwald
vorgeschlagen. Der südliche Teil des Naturschutzgebiets
ist seit 2001 Teil des Natura 2000-Gebiets
„Neckar zwischen Freiberg und Heilbronn“ (Gebiets Nr.:
7021301). Der nördliche Teil gehört zu dem im März 2004
vorgeschlagenen Gebiet „Nördliches
Neckarbecken“.
Um die
Hochwassergefahr für die tief gelegenen Straßenzüge von Lauffen zu
verringern, wurde schon viele Jahren über eine Wasserrückhaltung im
Zabertal diskutiert. Pläne aus dem Jahr 2000 sahen vor, die Zaber
im Hochwasserfall in das Naturschutzgebiet einzuleiten, um das
Wasser nach einigen Tagen langsam in den Neckar wieder abzulassen.
Hätte man diese Pläne realisiert, wären möglicherweise Struktur und
Vegetation des Schutzgebietes aufgrund der eingetragenen Schlamm-
und Schadstoffrachten im Laufe der Zeit stark verändert
worden.
Und nun
viel Spaß wünschen
Schlamm-Biker
und
Jo-Jo
Affe