DenkMal, ob eindeutig, zweideutig oder dreideutig sei jedem selbst überlassen.
Dieser Cache ist zum Gedenken der jüdischen Familien in Gersfeld gewidmet.

Die jüdischen Familien lebten vorwiegend am Marktplatz (früher Wilhelmstraße), in der Karlstraße sowie in der Hochstraße. Gerade rund um den Marktplatz gab es viele jüdische Geschäfte. In der jetzigen Sparkasse war eine Viehhandlung untergebracht, in der heutigen Bäckerei Hahling betrieb bis 1934 eine jüdische Familie ebenfalls eine Bäckerei und ein Futtermittelhandel und der heutige Friseursalon gegenüber der evangelischen Barockkirche war früher eine Leder- und Futtermittelhandlung. Im Gebäude der Bauernstuben in der Wasserkuppenstraße war frühe die jüdische Metzgerei und eine Pension.
Informationen zur jüdischen Gemeinde und zur Synagoge
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gersfeld
In Gersfeld bestand eine jüdische Gemeinde bis 1942. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. In der Zeit des Siebenjährigen Krieges werden sechs jüdische Familien am Ort genannt. Die meisten Familien lebten damals in der "Judengasse", der späteren "Hochstraße". Da sich hier die Synagoge befand, lebten bis zum 20. Jahrhundert hier mehrere jüdische Familien.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge, eine jüdische Elementarschule (Schulhaus Hochstraße 10 (frühere Judengasse), 1815-16 erbaut, bis Dezember 1933)) und ein rituelles Bad. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden auf dem Friedhof in Weyhers beigesetzt. Von 1840 bis 1892 war Gersfeld Sitz eines Distriktrabbinates.
Zur Geschichte der Synagoge
Eine erste Synagoge wurde in der früheren "Judengasse" (Hochstraße) Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Sie ist 1814 abgebrannt. Eine zweite Synagoge wurde 1816 erbaut. Auch diese ist Anfang Mai 1886 ein Opfer des Feuers geworden.
1887 wurde eine neue Synagoge in maurischem Stil erbaut. Das Gebäude hatte 84 Männer- und 40 Frauenplätze. Aus der Geschichte der Synagoge wird einmal als besonderem Höhepunkt von der Einweihung einer neuen Torarolle im Juni 1926 berichtet.
Beim Novemberprogrom 1938 wurde die gesamte Inneneinrichtung der Synagoge geschändet und zerstört. Die Gebetbücher und Ritualien wurden auf die Straße geworfen. Dann wurde Feuer gelegt. In der Chronik der Stadt Gersfeld findet sich handgeschrieben folgender Eintrag "Am Morgen des 10.11. 1938 wurde die ganze Schuljugend von ihren Lehrern zu und in die Synagoge geführt, um ehrfurchtsvoll die große Tat der Zerstörung eines Gotteshauses zu bewundern!".
(Quelle: http://www.alemannia-judaica.de/gersfeld_synagoge.htm)
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