Laiblins Erbe
Die Pfullinger Hallen mit großflächigen Wandgemälden, wurden am 24. Oktober 1907 von Louis Laiblin der Stadt Pfullingen gestiftet. Der Architekt war Prof. Theodor Fischer.
Der Bauherr Louis Laiblin (1861-1927) stiftete die Hallen. Er war Teilhaber der gleichnamigen Papierfabrik und ließ sich seinen Anteil 1892 auszahlen. Von nun an beschäftigte er sich mit Bildender Kunst und Literatur. Er lud Künstler in sein Haus, unterstützte Maler und Dichter, wie Karl Stirner, Ludwig Finckh und Hermann Hesse. 1904 baten der Männergesangverein Liederkranz und der Turnverein der Stadt Laiblin um eine Beihilfe zum Bau von Vereinsheimen. Sie fanden ein offenes Ohr. Laiblin wollte sich aber nicht mit einem Finanzierungsbeitrag begnügen - er wandte sich an den Architekten Theodor Fischer in Stuttgart. In gemeinsamer Planung nahm das Vorhaben Gestalt an. Ein sogenanntes Volkshaus oder Gesellschaftshaus sollte entstehen, ein Konzertsaal und eine Turnhalle unter einem Dach vereint.
Der Architekt Theodor Fischer (1862-1938) Lehrtätigkeit in Stuttgart (Begründer der „Stuttgarter Schule“) und München. Stadtplanungen in München und zwanzig weiteren Städten. Bauwerke im regionalen Umfeld u.a.: Schönbergturm, Gmindersdorf Reutlingen, Gustav-Siegle-Haus, Kunstverein und Erlöserkirche Stuttgart.
Kurzinfo: Im Herbst 1904 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Zur Sicherung der Fundamente mussten Eichenpfähle in den Tuffgrund getrieben werden. 1905 wurde der Rohbau fertig, lnnenausbau und Ausstattung waren im Herbst 1907 vollendet. Am 24. Oktober übergab Laiblin das Gebäude seiner Vaterstadt Pfullingen als Stiftung: den beiden Vereinen wurden besondere Nutzungsrechte eingeräumt. Die ganze Anlage war "zur Pflege des Schönen und Edlen gedacht". "Ton- und Turnhalle" für die Pfullinger Vereine.
Trotz mehrmaligen Restaurierungsarbeiten waren Bauwerk und Kunstwerke so stark beschädigt, dass eine grundlegende Sanierung notwendig wurde. 1986 wurden die Pfullinger Hallen in das Denkmalnutzungsprogramm aufgenommen und mit einem Zuschuss in Höhe von 762.000,-- DM gefördert. Die Gesamtkosten für dieses "große Sanierungsprogramm", das bis 1989 dauerte, beliefen sich auf 2,624 Mio. DM.
Der Festsaal Im Saal wird die Idee des Gesamtkunstwerks, wie es von Fischer geplant war, zum Ausdruck gebracht: Malerei, Plastik, Kunsthandwerk und Architektur reichen sich die Hand. Der Saal ist von der Turnhalle durch eine hohe Bogenöffnung mit Falttüren (ursprünglich Flügeltüren) getrennt und kann somit bei Bedarf um jene erweitert werden. Für die Ausmalung wurde Adolf Hölzel (1853-1934) gewonnen. Er war erst 1905 an die Akademie nach Stuttgart berufen worden. Hölzel, ein glänzender Pädagoge und einer der ersten, die sich mit abstrakter Malerei beschäftigten, war selbstlos genug, für diese Arbeit Schüler seiner Malklasse vorzuschlagen (Melchior von Hugo, Ulrich Nitschke, Louis Moilliet und Hans Brühlmann). Fischer entwarf die Aufteilung der Wände in Bildfelder. Mit Hölzel wurde die farbliche Abstimmung in Seegrün, ergänzt mit Orange und Violett, festgelegt, wie auch die Ausführung in Kaseintechnik. Der Mollton der Farbkomposition setzt sich über die Wände bis in die Kassettendecke hinein fort. Eine feierlich-ernste Stimmung ist beabsichtigt.
Die Wandbilder stehen unter einem Grundthema: Der Mensch unter der Ägide der Musik. Sehr bekannt und von hohem Wert sind die Wandteppiche, welche bei geschlossener Zwischenwand die Falttüren bedecken. Werden jedoch aufgrund Ihres hohen Wertes sehr selten und nur zu ganz bestimmten Anlässen aufgehängt.
Nun zum Cache:
Leider muss die Strasse für dies Runde überquert werden, daher auf die kleinen, langsamen, alten, zu jungen, zu dicken, …. Mitcacher acht geben. Ist zwar seit der Umgehung nicht mehr viel los auf der Strasse aber lieber 2x gucken als 1x zu wenig.
Parken: N48 27.399 E9 13.720
Am besten Parken kann man hier.
Schöner Blick zu den Pfullinger Hallen, von hier begeben wir uns jedoch erst zu Stage 1
Stage 1: N48 27.549 E9 13.589
Dies ist die Villa Laiblin, die Unterkunft des Gönners der Pfullinger Hallen. Leider kann man sie nicht so einfach betreten – es sei denn man möchte den dort praktizierenden Arzt aufsuchen. Aber anschauen sollten wir uns das Häusle von außen doch etwas genauer, einfach mal umrunden (aber auf den Wegen bleiben) und sich vorstellen wie´s vor 100 Jahren hätte aussehen können.
Ein kleines Täfelchen gibt Auskunft, wann dieses Gebäude erbaut worden ist 18AB
Ganz in der Nähe fällt Euch vielleicht das steinerne Kreuz mit der Büste einer Frau auf, auf der Rückseite erkennt man schemenhaft eine Art Baum - das Laiblin-Wappen .
Durch den kleinen Park gelangen wir dann Richtung Stage 2.
Stage 2: N48 27.408 E9 13.596
Dieses Gebäude ist bedeutend später errichtet worden, aber trägt immerhin seinen Namen und geologisch wurde zum Bau auch der selbe Stein wie an den Pfullinger Hallen verwendet. Das Dach wurde 2020 saniert und neue Fenster eingesetzt - Notieren wir uns die Anzahl der großen Dachfenster die wir von hier erblicken – dies multipliziert mit 2 sei C.
Stage 3. N48 27.372 E9 13.689
An den Pfullinger Hallen angelangt steht es Euch frei mal einen Blick ins Innere zu werfen, der Zutritt ist frei und jeder kann mal gucken – außer es findet eine Veranstaltung statt; ggf. einfach mal den Hausmeister fragen. Der eine oder andere war bestimmt schon mal drin – bei Kleider- Ski- oder Fahrradbörsen.
Selbstverständlich hatte der Gönner Laiblin eine eigene Loge mit Blick auf den Festsaal; zu Erreichen war diese über ein Türmchen – welches wir von hier gut bestaunen können N48 27.370 E9 13.659. Der direkte Zugang zum Turm und zur Loge musste leider dem später angebauten Küchentrakt weichen vor dem Ihr nun steht.
Wieviele Fenster sind ganz oben um den Turm herum angebracht - lauft mal drum rum - die Anzahl sei unser D?
Final: N48 2A.(C/2)((B-1)x2)(D-C+1) E9 13.C(3xB)1
Bitte das Final umsichtig bergen, loggen und ebenso wieder verstecken.