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Auf dem Judenberg Traditional Cache

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Mit freundlichen Grüßen,
ApproV (geocaching.com - Volunteer reviewer for Germany)

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Hidden : 4/20/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Tradi an einem geschichtsträchtigen Ort

Vor den Toren der Stadt Sternberg befindet sich der sogenannte Judenberg, ein Ort, der an die Judenverfolgung im späten Mittelalter erinnert.
Seinen Namen erhielt er nach einem für die Stadt- und Landesgeschichte bedeutsamen Ereignis im Jahre 1492, in dessen Folge 27 Juden auf dem Judenberg verbrannt und alle 265 zu jener in Mecklenburg ansässigen Juden des Landes verwiesen wurden.

Was war geschehen?
Die Juden aus Sternberg und Umgebung wurden seinerzeit bezichtigt, sich Hostien beschafft und diese geschändet zu haben. Der Vikar an der Sternberger Allerheiligenkirche Peter Däne soll dem Juden Eleasar bei dem er Schulden hatte, zwei Hostien beschafft haben, um sich frei zu kaufen. Bei einem gemeinsamen Essen in Sternberg anlässlich einer jüdischen Hochzeit sollen dann Juden aus Penzlin, Teterow und Sternberg die Hostien und somit den Leib Christi verhöhnt und geschändet haben.
Sie hätten, so hieß es, eine Hostie mit Nadeln oder Pfriemen fünfmal gestochen wie den Leib Christi am Kreuz, der fünf Wunden hatte, aus einer anderen soll eine menschliche Figur mit Händen und Füßen geschnitten worden sein. Als aber - so die Legende - aus den durchstochenen Hostien Blut zu fließen begann, bekamen es die Juden mit der Angst zu tun und brachten die "blutenden Hostien" dem Priester zurück, der sie zunächst aus Angst vor Strafe vergrub.
Von Gewissensbissen geplagt, öffnete er sich einem Schweriner Geistlichen. Dieser ließ ihn foltern, bis Peter Däne die Juden des Hostienfrevels bezichtigte.
Nach Einholung eines entsprechenden Gutachtens der Universität Rostock wurden daraufhin allein in Sternberg 65 Juden verhaftet und gefoltert.
Soweit eine der sich im Groben ähnelnden Geschichten über die damaligen Ereignisse.

25 Männer und zwei Frauen wurden, nach unter Folter erpresstem Tatgeständnis, vor der Stadt auf dem Scheiterhaufen verbrannt.



"Das ellend iamerig und trostlose volck der iuden... hat das allerhailigst sacrament vilfeltiglich gestochen ... do warden die iuden ... mit gepürlicher peen des tods gestraft".
Aus der Schedelschen Weltchronik von 1493

Alle Juden wurden aus Mecklenburg vertrieben, so dass mancher Bürger seiner Schulden ledig wurde. Der Hinrichtungsort wurde seitdem Judenberg genannt.
Um das Blutwunder von Sternberg entstanden schnell verschiedene Wundergeschichten, die Wallfahrer anzogen. Auch erlangte das Pogrom schnell überregionale Bekanntheit, so wurde es bereits in der 1493 in Nürnberg gedruckten Weltchronik des Hartmann Schedel erwähnt.
In den folgenden Jahren erlangte Sternberg Bedeutung als Wallfahrstort und Stadt und Kirche konnten bis zur Einführung der Reformation gute Einnahmen durch die zahlreichen Pilger erzielen. Auch nach der Reformation, ja sogar bis in das 20. Jahrhundert hinein, wurde das Progrom an den mecklenburgischen Juden unkritisch betrachtet. Noch 1922 wurde auf dem Sternberger Notgeld auf das Ereignis hingewiesen.

Heute erinnert nur eine knapp gehaltenen Gedenktafel am Fuße des Judenberges an die schrecklichen Geschehnisse. In der Heiligen Blutkapelle der Sternberger Stadtkirche ist die Tischplatte, auf der die Hostienschändung stattgefunden haben soll, erhalten.

Nach 1549 wurden auf dem Judenberg für einige Zeit die Sternberger Landtage abgehalten. In der Nähe des Berges richtete die zurückgekehrte jüdische Gemeinde ab 1825 ihren Friedhof ein, von dem nach Schändungen während der Zeit des Nationalsozialismus nur noch wenige Grabsteine erhalten sind.

Quelle: Wikipedia

Additional Hints (Decrypt)

Unfratevyy

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)