Skip to content

Pilsenhöhe Traditional Cache

This cache has been archived.

erel_3: Das ist ziemlich lächerlich und realitätsfremd. Muss ja wirklich nicht viel zu tun geben, wenn Ihr Euch um einen Cache kümmert, der gefunden wird. Traurig. Aber ok, dann gehts eben hier nicht weiter. Da fehlt mir die Verständnis. Schade, aber da lohnt sich die Mühe nicht mehr. Ist aus Halle zu weit weg.
Danke an alle Finder und weiter viel Spaß und denkt bitte immer an die Stifte und vielleicht auch mal ein Ersatzlogbuch. Auf Wiedersehen!

More
Hidden : 5/2/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Vor einiger Zeit sind wir auf einer Cachetour nach Köthen hier vorbeigekommen und diese Ansiedlung mit dem schönen Namen liess uns keine Ruhe und so haben wir nun hier einen kleinen Cache versteckt.

Hier noch einige interessante Fakten über diesen kleinen Hügel:

Die Pilsenhöhe reicht 111,2m über dem Meeresspiegel und ist die höchste Erhebung im Kreis Köthen. Bei guter Fernsicht ist in Richtung Westen der Brocken, ohne Fernglas, deutlich zu sehen.

Über die Entstehung der Höhe gibt es, wie üblich in solchen Fällen, die unterschiedlichsten Auffassungen. Die spektakulärste, die Pilsenhöhe wäre ein vor langer Zeit erloschener Vulkan gewesen, kann mit Sicherheit verneint werden. Eine andere Theorie geht davon aus, die Pilsenhöhe mit Endmoränen in Verbindung zu bringen. Nach dieser Auffassung soll sie ein Glied in der Kette von Anhöhen sein, die bei Schönebeck und Calbe/Saale beginnen, über die Pilsenhöhe gehen und östlich davon in der Gegend von Steinfurth ihr Ende finden. Eine weitere Variante bezeichnet die Pilsenhöhe als Abtragungsrest einer einst höher gelegenen Landschaft, der aus irgendwelchen Gründen stehen geblieben war.
Wie bei jeder Theorie spricht viel dafür, aber oft noch mehr dagegen. Für die Ansicht, dass die Kuppe ein stehen gebliebener Rest ist, spricht die Tatsache, dass die Pilsenhöhe die Wasserscheide zwischen Fuhne im Süden und Ziethe im Norden ist. Ältere Bürger aus Edderitz können sich noch an das starke Gewitter Ende der zwanziger Jahre erinnern, als das Wasser, von der Höhe kommend, vermischt mit Schlamm und Geröll, knietief in den Dorfstraßen stand.
Eine eindeutige Sprache gegen diese Ansichten sprechen die geologischen Untersuchungen in drei Sandgruben, die 1890, 1902 und 1929 vorgenommen wurden. Nördlich des Gasthauses, also auf der Köthener Seite, befand sich die Kiesgrube von Meiling aus Baasdorf. Sie wurde vor Jahren zugeschoben. Die zweite Sandgrube lag südlich des Hauses, auf der Edderitzer Seite. Auch sie ist längst eingeebnet. Eine weitere Kiete bestand 100 m westlich von der Pilsenhöhe, in der Nähe des Weges zur Wülknitzer Kreuzung. Auch diese ist schon längst in Ackerland verwandelt worden. Die Profile dieser Kiesgruben lassen eine weitere Deutung zu:
Die Sandaufschüttungen der Pilsenhöhe entstanden in der Eiszeit. Es kann angenommen werden, dass die Pilsenhöhe in der zweiten Eiszeit entstanden ist, weil diese Vereisung über die erste hinweggegangen ist. Die Kiese und Sande der Höhe sind beim Verrücken des Eises vordem Eisblock hergeschoben worden, der Gletscher überwand dann das vor- geschobene Material, und beim Abschmelzen blieb die Grundmoräne zurück. Die gleichen Vorgänge sehen wir in den Lagerungsverhältnissen der Sandgruben östlich Mitteledlaus, an der Linde (Akazienberg) in Gröbzig und nördlich von Baasdorf. Offensichtlich haben die Eismassen an der Pilsenhöhe besonders viel Material zusammengeschoben und nach dem Abtauen hinterlassen. Die vorgefundenen Sande sind in feine Wellen gegliedert, die durch Verwerfungen unterbrochen wurden. In den groben Kiesen sind ebenfalls Falten vorhanden. Hier müssen Pressungen und Drücke in der Nord-Süd-Richtung gewirkt haben.
Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Pilsenhöhe ein niedriger Sattel, eine Erhöhung ist, die in der zweiten Eiszeit von einem Gletscher aufgetürmt, aber durch sein Darübergleiten auch wieder abgetragen wurde.
Es entsteht die Frage: Wo ist das durch das Abschmelzen entstandene Wasser geblieben? In einem gewaltigen Urstromtal bahnte es sich einen Weg durch die Norddeutsche Tiefebene hin zum Meer.

Im historischen Sinne hatte die Pilsenhöhe zur Zeit der Slawen eine große Bedeutung. Für den slawischen Stamm der Koledizen war Serimode, nördlich von der Pilsenhöhe gelegen, der politische Mittelpunkt. Es ist nicht verwunderlich, dass zwischen Serimode und der Vorgeschichte Köthens ein Zusammenhang hergestellt wird. Serimode findet 973, ebenso wie Edderitz, Erwähnung in der Geschichtsschreibung.

Es wird vermutet, dass die Pilsenhöhe als Hauptkult - und Gerichtsstätte des wendischen Gottes Puls galt. Die Christianisierung zerstörte diesen heidnischen Mittelpunkt, und im nahe gelegenen Werbetz (Wörbzig) wurde durch Albrecht den Bären eine Grafschaft, ein neues Zentrum, geschaffen.

In der neueren Zeit war die Pilsenhöhe ein beliebtes Ausflugsziel. Ältere Leute sprechen von manchem Spieler, der die Gaststätte wohlhabend betrat und sie arm verließ. Ein Bauer, so wird erzählt, der mit Pferd und Wagen vorfuhr, musste nach dem Spiel zu Fuß nach Hause laufen. Die Angehörigen der “schlagenden Studentenverbindungen“ des Städtischen Friedrichs Polytechnikums trugen ihre Ehrenhändel im Saal dieser Gastwirtschaft aus. Einmal ist es sogar zu einem Pistolenduell gekommen, bei dem jedoch niemand zu Schaden kam.
So mancher Edderitzer Bergmann und seine Familienangehörigen werden sich an Vergnügen erinnern, die auf der Pilsenhöhe im Lokal oder im Garten des Gasthauses stattfanden.

Während des II. Weltkrieges erhoben sich gegenüber der Gaststätte zwei Funktürme. Mittels des Richtfunks flog die Luftwaffe ihre Angriffe auf Ziele in England. Nach dem Krieg wurden die Gebäude des militärischen Stützpunktes Wohnhäuser. Die Gastwirtschaft war noch wenige Jahre in Betrieb. Für die Jugend aus nah und fern waren die Tanzveranstaltungen auf der Pilsenhöhe, die meist zu Fuß erreicht wurden, eine beliebte Attraktion. Durch den Bau der Betonpiste des Flugplatzes wurde die dortige Verbindung mit Köthen unterbrochen. Um die Gaststätte auf der Pilsenhöhe wurde es ruhig. Schließlich wurde sie geschlossen. Für viele Leute ist die Pilsenhöhe heute nur eine Ansammlung von wenigen Häusern, die an einer verkehrsreichen Straße liegen.

Bitte einen Stift mitbringen!

Viel Spaß beim Suchen wünschen erel_3!

Additional Hints (Decrypt)

uäatraq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)