Unsere 1. Cache, gewidmet der Gemeinde
Baar-Ebenhausen unserer neuen Wahlheimat
„Männer, auf
geht’s, pack mas o – mitanand – hau
ruck!“
Der erste Tag des Wonnemonats Mai steht ganz im Zeichen der
Freude über den Einzug des Frühlings: es wird der Maibaum
aufgestellt!
Über den Ursprung dieses Brauches ist man sich bis
heute nicht einig. Wahrscheinlich geht der grüne Baum auf eine
Baum- und Waldverehrung in germanischer Zeit zurück. Man sieht in
ihm eine Vergrößerung der Lebensrute, er ist Sinnbild der
Fruchtbarkeit und des Segens.
Unmittelbar nach dem Fällen wird der Baum
geschäpst, d.h entastet und entrindet. Von den ansässigen
Ortsvereinen wird der Maibaum am Vorabend geschmückt. Wenn der
Maibaum bemalt und verziert, aber noch nicht aufgestellt ist, darf
er von anderen Dörfern gestohlen werden! Daher wird er in der Nacht
vor dem Aufstellen meistens von jungen Männern bewacht. Hat der
Maibaum alle Gefahren gut überstanden, beginnt das Aufrichten. Es
hat - so schreibt es ein ungeschriebenes Gesetz vor - allein mit
Muskelkraft zu geschehen und so werden im Dorf alle Kräfte
mobilisiert, um den Kraftakt zu schaffen. Das Kommando wird vom
"Maibaumchef" übernommen. Mit Befehlen wie "Hauruck" und "Zugleich"
und unter Zuhilfenahme von so genannten "Schwaibeln", so wie einer
großen Portion Anstrengung rutscht der Baum immer weiter in die
Höhe. So bald er senkrecht steht, wird er in der vorbereiteten
Verankerung befestigt, anschließend werden noch die Zunftzeichen
angebracht.
Nach dem Aufstellen spielt die Musikkapelle auf
und der Bürgermeister spricht ein paar Worte, nun kann bei einer
zünftigen Brotzeit gefeiert werden.
Viel Spass beim Suchen Team sissifalke