Der Ort
"Cell" war eine Gründung der Regensburger Mönche und ist 1208
erstmals urkundlich erwähnt. Der Name geht auf einen Gutshof
zurück, der ein kleines Kichlein, eine "Cella" hatte. Um 1740
entstand eine aufblühende Marienwallfahrt, die dem Ort die
Bezeichnung "Klein Mariazell" einbrachte.
Bad Zell hat sich in den vergangenen 50 Jahren als Heilquelle
etabliert. Nach der Entdeckung von zusätzlichen Quellen 1971 wurde
der Ort offiziell zum Kurort erhoben.
Allgemeines
Das Hedwigsbründl ist seit 1500 verbrieft, muss aber bereits
vorher existiert haben. Durch einen Soldaten, der im
dreißigjährigen Krieg seine Fußverletzung in der Quelle heilte,
entstand der Ruf des damals schon alten Bründls neu. Die Legende
erzählt von der Heiligen Hedwig, die von Schlesien barfuß nach Rom
pilgern wollte. Ihr Beichtvater aber nahm ihr das Versprechen ab,
mit Schuhen zu gehen. Um beidem gerecht zu werden, ihrem Gelübde
und ihrem Versprechen, trug sie die Schuhe in der Hand mit. Auf
ihrem Pilgerweg kam sie auch durch Zell und rastete hier. Da
entsprang zu ihrer Erquickung eine Quelle.
Nach einer anderen Sage ging die Heilige mit eisernen Schuhen,
die sie so lange tragen wollte, bis sie durchlöchert waren. In Zell
war es soweit und an dieser Stelle ging eine Quelle auf.
Die alte Hedwigskapelle aus dem 18. Jahrhundert wurde vor
wenigen Jahren neu gestaltet und hat dadurch stark an attraktivität
gewonnen.
Die Quelle
Sie eignet sich besonders für die Behandlung von Rheuma und von
Verletzungen und Unfallfolgen. Wissenschaftliche Untersuchungen
haben eine hohe Anreicherung mit Radon nachgewiesen, einem Edelgas,
das sich vitalisierend auf das Drüsensystem und den gesamten
Organismus auswirkt.
Das Wasser ist ziemlich eisenhältig und leicht radioaktiv. Der
Geschmack ist herb, fast pelzig. Das Wasser lässt sich problemlos
abfüllen, es fließt über einen Hahn in ein Steinbecken. Die
Schüttung ist hoch. Die Quelle ist bei jung und alt beliebt. Lagert
man das Wasser in Glasflaschen, hat man auch nach Monaten noch den
Eindruck, frisches, kaltes Quellwasser zu trinken.
Bitte eigenen Stift mitbringen!
Beschreibung leicht modifiziert aus: "Heilige Quellen in
Oberösterreich" von Sigrid Hirsch und Rudolf Ruzicka