
Die Geschichte
Wir schreiben das Jahr 1712. Ich heisse Heinrich Scheuchzer und war Kanonier auf dem "Seepferd", einem der beiden Kriegsschiffe der Zürcher Flotte. Bis zu jenem Tag Ende Juli, als wir vor Bäch aufkreuzten, um die Katholischen vom See her unter Feuer zu nehmen. Gleich bei der ersten Breitseite passierte das Malheur: Beide Haltetaue der grössten Kanone rissen unter der Gewalt des Rückstosses. Die Kanone rollte rückwärts quer über das Deck, durchbrach die hölzerne Reling, und versank in den Fluten.
Die Untersuchung ergab, dass die Taue während der langen Zeit des Nichtgebrauchs morsch geworden waren. Der Verlust der Kanone war also nicht meine Schuld. Meinen Job war ich trotzdem los, was soll ein Kanonier ohne Kanone? - Vielleicht kannst du mir helfen, die Kanone zu heben?
Mehr Info
Die Zürcher besassen tatsächlich seit 1694 zwei grössere, galeerenähnliche Kriegsschiffe. Das eine hiess "Neptun", das andere "Seepferd". Sie waren gleich gross und mit Kanonen ausgerüstet, so das "Seepferd" mit einer grossen Kanone und mehreren kleineren Stücken. Jedes Schiff wurde von 25 Ruderern bewegt, konnte aber bei günstigem Wind auch segeln. Die beiden Fahrzeuge bildeten zusammen mit acht kleineren Schiffen das Zürcher "See-Armement".
Zu eigentlichen kriegerischen Aktionen auf dem See kam es jedoch nicht. Die Flotte wurde hauptsächlich für den Transport von Truppen und Nachschub eingesetzt. Es gibt einen einzigen Bericht, dass vom See her Bäch und Freienbach beschossen worden seien. Dies ist der Anlass für unsere Geschichte. Wer mehr wissen möchte, findet auf der folgenden Website haufenweise Details:
http://www.villmergerkriege.ch/ Schilderungen/Kriegsflotte.htm
Die Kanone am Seegrund
Ein schwimmendes Hilfsmittel (Boot) ist unverzichtbar, um die Kanone zu heben und an Ort trocken zu öffnen. Es ist verboten den Behälter zu entfernen. Bitte die Knoten NICHT lösen (diesen Satz noch 3x laut lesen!)