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Projektprüfung 2009 Traditional Cache

Hidden : 5/24/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Römerstraße oder mittelalterlicher Weg das ist hier die Frage ? Einfacher Cache entlang eines alten Weges.

Historischer Weg durch die “Teufelsklinge“

„Nanu, ein Randstein mitten im Wald?“ wunderte sich Walter Brandts, ein pensionierter Schulleiter und Hobbyhistoriker, als er im Herbst 1998 hinter dem Rübgartener Sportplatz spazieren ging. Er eilte nach Hause und schnappte sich einen Reisigbesen. So ausgerüstet dauerte es einige Stunden, bis er seinen Fund freigelegt hatte: einen etwa 200 Meter langen und 4,5 Meter breiten mit Sandsteinen gepflasterten Straßenabschnitt, ausgestattet mit drei Regenrinnen und vier Ausweichstellen.

Der Weg durch die Teufelsklinge ist rund 1000 Meter lang, er führt vom Neckartal bis nach Rübgarten hinauf. Wie lange die gepflasterte Strecke dieses Weges wirklich war, ist nicht mehr feststellbar, da in seinem unteren und oberen Teil Steine herausgerissen und zu anderen Bauten verwendet worden sind. Jedenfalls war nur das steil ansteigende Teilstück gepflastert.

Wann wurde dieser Straßenabschnitt errichtet? In der Römerzeit, im Mittelalter oder erst in der Neuzeit?

Walter Brants vertritt die These, auf ein Teilstück der römischen Konsularstrasse zwischen Summelocenna ( Rottenburg ) und Grinario ( Köngen ) gestoßen zu sein. Er vermutet, dass die römischen Straßenbauer das Neckartal zwischen Altenburg und Pliezhausen wegen der hier besonders ausgeprägten Hochwassergefahr gemieden haben. Sie nahmen stattdessen einen kleinen Umweg in Kauf und bauten die Straße durch die Teufelsklinge über die Höhe nach Neckartenzlingen

Eine völlig andere Meinung vertreten die Experten der Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Tübingen. Sie sind sich sicher, dass es sich bei dem gepflasterten Weg durch die Teufelsschlucht nicht um eine römische Straße handelt. „Römerstraßen sehen anders aus“. Die römische Donautalstraße als auch der Alblimes verliefen kerzengerade, außerdem hätten die Römer ihre Verkehrsstraßen in unserer Region nicht gepflastert sondern geschottert. Es fehlt auch die leichte Wölbung der Straße, ein weiteres Merkmal römischer Verkehrswege. Eine in ihrer Bauweise ( Pflasterung ) fast identische Straße wurde in der Nähe von Haigerloch entdeckt. Diese stammt eindeutig aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert. Auftraggeber der Pflasterung des Weges durch die Teufelsschlucht könnte auch der Herr von Kniestedt gewesen sein, der 1707 das Rittergut bei Rübgarten erworben und auch das Schloss erneuert hatte. All diese Fakten deuten darauf hin, dass es sich bei dem Straßenabschnitt durch die „Teufelsklinge“ um ein ausnehmend gut erhaltenes und selten anschauliches Beispiel einer spätmittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Straßenführung handelt, an dessen Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht und das somit als Kulturdenkmal einem besonderen Schutz unterliegt und nicht verändert werden darf.

Entlang des Weges findet ihr eine Infotafel. Diese war Teil der Projektprüfung der Hauptschule Pliezhausen.

Parken könnt ihr bei N 48°33.446 E 009°10.056 oder N 48°33.080 E 009°10. 587.

Happy Hunting wünscht Rätätä Fans

Additional Hints (Decrypt)

Qnf Irefgrpx xraag wrqre Pnpure

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)