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Pfad der Renaissance durch Stadthagen Multi-Cache

Hidden : 5/28/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Der Renaissancegiebel begleitet euch durch den gesamten Multi. Schaut auf den Boden und an den geforderten Stellen nach oben.
Für weitere Informationen empfehlen wir die Internetseite des Renaissance Vereins Stadthagen: (visit link)

Schloss

Start: N 52° 19.254 E° 009 12.349
Das Schloss Stadthagen ließ Adolf XIII von Holstein-Schaumburg vom schwäbischen Baumeister Jörg Unkair 1534-1544 als Vier-Flügel-Anlage auf dem Fundament einer ehemaligen Wasserburg erbauen. Graf Otto IV nahm nach seiner Rückkehr aus dem Türkenkriege 1544 im Residenzschloss seine Wohnung. Er hat sich besonders für die Innenausstattung des Schlosses gekümmert. Er engagierte nach 1560 den niederländischen Bildhauer Arend Robin für die Herstellung zweier Prunkkamine. Ein dritter Kamin wurde 1604 im Auftrage des Grafen und späteren Fürsten Ernst von Robin gefertigt. Eine Innenbesichtigung des Schlosses, heute als Finanzamt genutzt, ist leider nicht möglich.
Die Schlossanlage ist in seiner äußeren Gestalt fast unverändert geblieben. Die Fassaden der schlichten, zweigeschossigen Flügel werden durch kräftige, scharfkantige Gesimse in Geschosshöhe gegliedert, ein Zeichen der Frührenaissance. Eine Besonderheit sind die mit steinernden Kugeln versehenden Halbkreisbögen, mit denen die Stufengiebel und die Zwerchhäuser besetzt sind. Diese „welsche Giebel“ sind nur in Stadthagen vollständig überliefert, außer am Schloss sind sie am Marstall, der Remise, am Kavalierhaus (Gebäude im Schlossbereich) und am Rathaus zu finden. Er markiert auch im Pflaster jede einzelne Sehenswürdigkeit.
Der „moderne“ Anbau des Südflügels, hinter dem der heutige Hausherr des Gebäudes sitzt, ist nicht aus der Renaissancezeit. Im Rahmen einer umfangreichen Restaurierung wurde 1875 Balkon und Terrasse angefügt.

Aufgabe 1: Welche Zahl kommt im Wappen des Grafen Otto von Schaumburg - Holstein vor? (A= )
Aufgabe 2: Finde durch Peilung 320° den natürlichen Zeitmesser.
Schau nach oben zum typischen Giebel. Wie viele Bögen hat dieser welsche Giebel? (B= )

altes Rathaus

Station 2: N 52° 19.432 E 009° 12.338
Dies Gebäude ist schon Stadthagens 2. Rathaus und heute das alte Rathaus. Nach 1596 wurde die Stadtverwaltung in das erstmals 1529 erwähnte Rhumhus am Markt verlegt. Das Rhumhus war ein Gebäude, in dem unter anderem Baumaterialen wie Kalk, Lehm, Blei und Bauholz aufbewahrt wurde. Es diente also vorher als Zeughaus.
1595 -1597 wurde das Haus in ein repräsentatives Renaissancegebäude umgebaut.
Es ist ein fast 50 Meter langer zweigeschossiger Saalbau mit drei Zwerchhäusern an der Marktseite und Stufengiebel an den Stirnseiten. Von jedem Zwerchhausgiebel schaut ein Wächter herab auf das Geschehen auf dem Markt.
Das Rathaus ist, wie die meisten Renaissancebauten in Stadthagen, aus dem Wealdensandstein des Bückeberges erbaut. (Dieser findet besondere Beachtung in der Sandsteincachereihe von Lady Manuela in Obernkirchen.)
Für weitere Unternehmungen in Stadthagen findet ihr im alten Rathaus die TOURISTINFORMATION und den Ratskeller.

Aufgabe 3: Wie viele Augen beobachten seit Hunderten von Jahren die am Rathaus vorbei hetzenden Bürger, die selten die ehrwürdigen Sandsteinmauern betrachten? (C= )
Aufgabe 4: Stadthagen enthält in vielen werbeträchtigen Schriftzügen den Renaissancebogen. Informiert euch genau. Achtung – auch hierbei gibt es einen Fehler. Auf welchem Buchstaben sitzt der Bogen falsch? (D= Position im Alphabet)

Update 27.05.2025: Die Schnitzer haben ihren Schnitzer korrigiert und somit ist der Bogen jetzt richtig und nicht mehr fälschlicherweise auf dem A.

Mausoleum

Station 3: N 52° 19.402 E 009° 12.429
Graf Ernst erhielt als junger Mann eine ungewöhnlich gute Ausbildung. Er machte vor seinem Amtsantritt mehrere große Reisen nach Italien, Niederlande und zum kaiserlichen Hof in Prag, die er mit Kunstgenuss und Besuch von Universitäten verband.
Graf Ernst (später zum Fürsten ernannt) ließ hinter der Martinikirche diese Begräbnisstätte für sich und seine Familie errichten. Die Bauarbeiten begannen 1609 nach Plänen des italienischen Baumeisters Nosseni. Erst 5 Jahre nach dem Tode des Fürsten wurde das Mausoleum im Jahre 1627 völlig fertig gestellt. Auffallend ist die nüchterne, klassisch strenge Architektur dieses Kuppelbaus mit aufgesetzter Laterne.
Besonders sehenswert ist der innere Ausbau der Grabkapelle. Das gewaltige Totendenkmal, die Bronzeplastik „Die Auferstehung Christi“ schuf der kaiserliche Hofbildhauer Adriaen de Vries. Dieses Christusstandbild mit vier römischen Kriegern als Grabeswächter und dem Sarkophag des Fürsten gilt als die bedeutendste Bronzeplastik des 17. Jahrhunderts im norddeutschen Raum, eine der wenigen, die noch im Original zu sehen sind.
Öffnungszeiten Martinikirche und Mausoleum
Di. – Fr. 10 – 17°° Uhr
Samstag 10 – 14°° Uhr
Sonntag 13 – 17°° Uhr

Aufgabe 5: Wann starb Fürst Ernst zu Schaumburg-Holstein? (E= )
Aufgabe 6: Wie viel eckig ist der Bau? Übrigens bauhistorisch einzigartig! (F= )

alte Lateinschule

Station 4: N 52° 19.404 E 009° 12.440
Das Gebäude von 1565 weist noch spätgotische Elemente auf, gehört aber durch die Betonung der Horizontalen an den Fenstern und dem Gesims zwischen Erd- und Obergeschoss in die Zeit der Renaissance.
Graf Ernst errichtete das Gymnasium illustre in Stadthagen 1610, das später zur Universität erhoben und nach Rinteln verlegt wurde.
Zunächst war das Gymnasium illustre eine mehrklassige Lateinschule. Hinzu kam das Angebot auch an weiterführenden wissenschaftlichen Vorlesungen
Im Unterschied zu Stadtschulen waren „illustre Gymnasien“ Fürsten- oder Landesschulen. Dieses besaß 4 Fakultäten: Theologie, Philosophie, Jura und Medizin und war später im aufgelassenen Franziskanerkloster in der Klosterstraße untergebracht. 1619 wurde es zur Volluniversität mit Promotionsrecht und 1621 nach Rinteln verlegt.
In diesem Gebäude verblieb eine Bürger- und Lateinschule als kontinuierlicher Vorläufer des heutigen Schulwesens.

Aufgabe 7: Wie viele Blütenblätter hat die in Stein gehauene Rosette? (G= )

Landsbergische Hof

Station 5: N 52° 19.334 E 009° 12.403
Auf der Ostseite der Altstadt liegen mehrere Adelshöfe, von denen vor allem der Landsbergische Hof 1532 im Stil der Weserrenaissance als Bruchsteinbau erbaut wurde. Als Bauherren gelten Ottrave von Landsberg und seine Gattin Anna von Werder. Aus dieser Verbindung gingen 5 Kinder hervor, von denen Christof von Landsberg den Hof übernahm. Seine Wappentafel und die seiner Frau Fredereke von Klencke sind an der Ostseite des Gebäudes zu sehen. Weitere Wappenschilder über dem Eingang der Freitreppe sind das Landsbergische Familienwappen und das Wappen der Familie Oheimb. Im Besitz der Familie von Landsberg blieb der Hof bis Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Begriff Adelshof, oft auch Freihof genannt, erstreckt sich auf den städtischen Hof eines Lehnsherren, mit dem niedere Adelige belehnt werden konnten.
In der Regel waren Freihöfe frei von den üblichen Bürgerpflichten wie der Mitfinanzierung der Stadtwache, der Straßen- und Befestigungsarbeiten, ja sie hatten sogar Steuerfreiheit. Oft konnte ein Adelshof auch mit der Übernahme einer Amtstätigkeit verbunden sein.
Auf dem alten Stadtplan von Stadthagen ( Houpe Plan von 1784) sind 6 Freihöfe eingezeichnet. Sie lagen aus strategischen Gründen nahe der Stadtmauer, da die Adeligen als Gegenleistung für das Lehen eine Wehrverpflichtung hatten.
Auch bei diesem Gebäude gibt es beachtenswerte Renaissancemerkmale: Die Giebelfelder werden in den Dachgeschoßebenen durch profilierte Gesimse dreifach unterteilt. Schmuck der Giebel sind die bekrönenden Fialen (nadelartige Türmchen, abgeleitet vom italienischen foglia). Diese Fialen sind auf Podesten an den Gesimsenden der Ortgänge angebracht. Am nördlichen Giebel ist ein erkerartiger Anbau angefügt. 1731 wurde das Herrenhaus mit der heutigen Fensteraufteilung umgebaut. Das Dach erhielt zu diesem Zeitpunkt die noch heute existierenden sechs Gauben an jeder Dachseite.
Seit 1978 wird der Landsbergsche Hof als Stadtbibliothek genutzt. Davor war hier viele Jahre die damalige Sonderschule untergebracht.
Am 31.01 1997 brannte dies Gebäude vollständig aus. Der getreue Wiederaufbau war nur möglich, weil in der Nähe die Geschichtsunterlagen mit vielen Plänen aufbewahrt wurden.

Aufgabe 8: Nochmals zählen, nochmals Giebel betrachten:
Wie viel Fialen pro Giebel? (H= )
Aufgabe 9: Seit wann wird das Nebengebäude zur Sammlung der Geschichtsunterlagen der Stadt Stadthagen genutzt? (I= )

Zehntscheune

Station 6: N 52° 19.320 E 009° 12.373
Dieses Gebäude wurde zeitgleich mit dem Schloss Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut. Die damaligen Schlossbewohner nutzten es wie auch andere Nebengebäude für landwirtschaftliche Zwecke.
Um 1880 wurde die Scheune in eine große Waschküche und das herrschaftliche Bad verwandelt. Das Wasser wurde hierfür aus dem Fürstenbrunnen bei der Obermühle geholt.
Im letzten Jahrhundert wurde das Gebäude als Wohnraum und später als Werkstatt genutzt.
Zur Zeit ist diese ehemalige Scheune sicher noch kein sehenswertes Renaissancegebäude. Es wird gerade umfangreich renoviert, wobei seine zukünftige Funktion noch diskutiert wird. Zitat Schaumburger Nachrichten vom 05. Mai 2009 „ In der „Bauaufgabe“ gehe es darum, im Erdgeschoss eine provisorische, möglichst große Veranstaltungsfläche für ganz unterschiedliche Anlässe zu schaffen.“
Als erster renovierter Teil fällt der doch sehr schlichte Giebel auf. Warum kein Fachwerk, wie an der gegenüber liegenden Seite noch zu sehen ist?
Bitte beobachtet die Fortschritte. Über entsprechende Loggeinträge würden wir uns freuen.

Aufgabe 10: Aus wie viel Sandsteinen besteht der Rundbogen um das Hauptportal? (J)

Finale: N 52° 19.Summe(A...E)-1429 E 009° 12.Summe(F...J)-1624


Update 18.06.2011 Der gesamt Cache ist bis auf das Final für Rollstuhlfahrer geeignet. Am Final wird allerdings Hilfe benötigt.

Update 03.05.2020 Die Finaldose hat eine neue Naturummantelung und ist jetzt ein Petling.

Update 24.05.2025 Neue Berechnungsformel für das Finale, lasst bitte die Mauer in Ruhe

Update 18.09.2025 Neue Berechnungsformel für das Finale, lasst bitte die Mauer in Ruhe

Additional Hints (Decrypt)

Svanyr: Eüpxraserhaqyvpu, avpug va qre Znhre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)