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Die Bünaus in Prossen

A cache by Team Königstein Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 05/28/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:

Dieser Cache wurde am 03.04.2013 von SR1992 adoptiert, da sich die ursprünglichen Owner (amok_sebb) für längere Zeit nicht mehr um ihn kümmern können und er für`s Archiv einfach zu schade ist.

Vielleicht kennen Sie die Sage über die Bünaus und wie diese nach Prossen gekommen sind:

Danach habe sich Rudolph von Bünau, der ehemalige Besitzer des Tetschener Schlosses, weil er sich seines Glaubens wegen entschließen musste, das Böhmerland zu verlassen, mit seiner Familie auf ein Schiff begeben und sei die Elbe herab gefahren. Dabei habe er den Entschluss gefasst, dass er da, wo sich sein Schiff ohne besondere Mühe an Land legen würde, künftig wohnen wolle. Worauf es denn geschehen, dass sich sein Schifflein an den Ufern des Dorfes Prossen von selbst an das Land gelegt hatte. Der Herr von Bünau habe dies als göttliche Fügung angesehen und das Schloss und Rittergut Prossen vom damaligen Besitzer Ranisch abgekauft.

Soweit die Sage. Aber die Wirklichkeit war ein wenig anders!

Es ging weder friedlich noch romantisch zu, als Krieg und Pest viel Unglück brachten. Der 30-jährige Krieg von 1618 bis 1648 begann mit dem Prager Fenstersturz. Es war ein Religionskrieg, in dem sich Protestanten gegen das katholische habsburgische Kaiserhaus erhoben.
Die Bindung zwischen Sachsen und Böhmen verstärkte sich in jedem Bereich, dadurch gingen viele sächsische protestantische Adelige, ebenso die Bünaus, nach Böhmen, um dort Ländereien zu kaufen. Wodurch sie maßgeblich an der Wirtschaftsentwicklung beteiligt waren.

1620 erlitten die böhmischen Protestanten in der Schlacht am weißen Berge bei Prag eine vernichtende Niederlage gegen die katholischen Kaiserlichen. Seitdem wurde Böhmen in der sog. Gegenreformation gewaltsam wieder zum Katholizismus zurückgeführt. Die Habsburger rechneten mit politischen und religiösen Gegnern brutal ab. Sehr viele Menschen mussten damals Böhmen verlassen, wenn sie nicht zum katholischen Glauben übertreten wollten. Die Bünaus wollten ihren protestantischen Glauben nicht aufgeben darum verkauften sie 1628/29 ihre Besitzungen, meist an den Tiroler Grafen von Thum.

Das damalige Rittergut in Prossen ist baulich nicht identisch mit dem späteren, heute noch teilweise vorhandenen Bauzustand. Ende des 17. Jahrhunderts brannte das damalige Vorwerk ab. Es bestand aus dem Wohnhaus, dem Brauhaus und den Scheunen, Vieh- und Schafställen. Das heute noch stehende und zwischenzeitlich baulich veränderte Herrenhaus wurde 1693 neu errichtet.

1651 musste Rudolph von Bünau Prossen aus finanziellen Gründen an seinen gleichnamigen Vetter verkaufen. Er zog sich auf sein Gut Ölsen zurück, das er 1636 von seinem Bruder Rudolph den Älteren geerbt hatte, und starb dort 2 Jahre später.
Neuer Besitzer wurde ein weiterer Sohn der weit verzweigten Familie Bünau. Dieser starb ohne männliche Nachfahren und somit ohne direkten Erben. 1659 übernahm dessen Neffe, Heinrich von Bünau die Verwaltung.
1689 endete mit dem Verkauf des Rittergutes an Gottlob und Johanna Eleonore von Lüttichau endgültig die Zeit der Bünaus in Prossen.

Additional Hints (Decrypt)

Gvrs ervatervsra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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