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Mühlen abklappern Teil VIII Trautzelmühle Traditional Cache

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El Krawallo: wird durch einen neuen cache ersetzt.
happy hunting!
El Krawallo ~ geocaching.com admin

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Hidden : 6/10/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:




Mühlen abklappern Teil VIII – Trautzelmühle

Um zum Cache zu gelangen muß kein Zaun, oder Absperrung überschritten werden.
Da es sich bei diese Mühle um ein SEHR privates Wohngebäude handelt, ist der Cache etwas abseits gelegen.
Wer einen Blick auf die Mühe werfen möchte muß die asphaltierte PRIVATSTRASSE nach hinten gehen.



Die Trautzelmühle, auch Damm- oder Assmannmühle, deren Bezeichnung von einem Besitzer um 1563 stammt, steht südlich von Sierndorf in einer verwachsenen wilden Teichlandschaft.
Die Mühle war im 16. Jahrhundert der Johannes Baptistpfarre dienstpflichtig. Um 1600 hatte die Trautzelmühle sechs Gänge und zusätzlich eine Preinmühle. Das Anwesen dürfte in der Zeit der Pfarre schon entzogen worden sein, denn von nun an erhielt die Sierndorfer Herrschaft jährlich 22 Mut Getreide und 2 Mut Prein.
Zur Zeit Maria Theresias kam die Trautzelmühle um 12.000 Gulden entgültig in bürgerlichen Besitz und war somit von allen Dienstbarkeiten befreit.
Nach einem kurzen Intermezzo als Plombenfabrik im 1. Weltkrieg blieb sie bis heute (?) ihrer jahrhundertealten Bestimmung treu.

Die Müller waren als Ausbeuter verhasst. So alt wie die Mühle ist auch der schlechte Ruf des Müllers. Sein Gewerbe galt schlechthin als „unehrlich“ und war damit jenem des Scharfrichters oder anderer zwielichtiger Handwerke verwandt. Eine gewichtiges Moment schient dabei das Spannungsverhältnis zwischen Müller und Bauer darzustellen, der in der Person des Müllers einen fremden, in mancher Hinsicht überlegenen und nicht selten sogar unheimlichen Menschen sah.
Da der Müller seine Arbeit nicht unter Aufsicht der Kunden ausübte, geriet er schon von vornherein in den Verdacht des Molterns,. Das bestand zum Teil in einer Übervorteilung der Mühlgäste durch unberechtigt große Metzen, teils in einem unmittelbaren Vergreifen am anvertrauten Mahlgut.
Auch die Uneinheitlichkeit im Maß- und Gewichtswesen war eine ständige Quelle von Zerwürfnissen. Der Müller hatte ein von alters her verbrieftes Recht, sich den Mahllohn vom abgelieferten Mahlgut einzubehalten.
Die Mahlgebühr für einen Metzen Getreide, die „Maut“, betrug den sechzehnten Teil des Metzens, was dem Inhalt eines „Müllermassels“ entsprach.

Es wäre nun falsch vom abseitigen Ruf eines ganzen Gewerbes zu sprechen.
Die Müller waren und blieben meist sehr angesehene Leute mit ausgeprägtem Standesbewusstsein.
Bildeten Zünfte, hatten Zunftpatrone, Zunftfahnen und Zunftfarben.
Das Himmelblau ihrer Fahnen und Sonntagsröcke war die längste Zeit sprichwörtlich.

Um eine gewisse Auslese zu garantieren, erließ Matthias Corvinus 1488 für die Müller im Donaubereich eine eigene Verordnung, wodurch die Zulassung des Müllers an eheliche Geburt gebunden war. Damit gedachte man Abenteurer, deren Herkunft sich nicht exakt nachprüfen ließ, von der Ausübung des Müllerhandwerks auszuschließen.


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