Hutewald Traditional Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Als zwischen 1200 und 1500 die gotischen Dome in Köln, Ulm und Straßburg gebaut wurden, begannen im Spessart Eichbäumchen zu wachsen, mittlerweile fünfhundert- bis achthundertjährige Eichen im zehn Hektar großen, 1928 unter Naturschutz gestellten Terrain am Rohrberg. Dieser Eichenbestand darf sich rühmen, der älteste in der ganzen Welt zu sein. Begehrt waren die Spessarteichen schon immer, aus ihrem Holz wurden die englischen und spanischen Flotten gebaut.
Ein Hutewald ist ein als Waldweide genutzter Wald. Durch die Beweidung und die damit verbundene Auslese besonders ertragreicher Bäume mit für das Vieh nutzbaren Früchten, entstanden seit der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter lichte Wälder mit wenig Unterwuchs und großkronigen, alten Bäumen. Durch die in der Neuzeit schrittweise erfolgende Ablösung der Waldweide durch Stallhaltung sind die meisten Hutewälder in andere Wirtschaftsforste umgewandelt worden.
Die erhaltenen Hutewälder Mitteleuropas stehen aufgrund ihrer überragenden Bedeutung für eine Vielzahl gefährdeter Organismen meist unter Naturschutz. Besonders wichtig sind Hutewälder für Organismen, die großvolumige Bäume mit hohem Totholzanteil benötigen. Typisch sind totholzbewohnende Käfer wie der Heldbock, der Körnerbock, der Hirschkäfer oder der Eremit und bestimmte Schmetterlinge wie der Eichenwollafter, die heute alle hochgradig bedroht sind. Eine typische Vogelart der Hutewälder ist der Mittelspecht, der seine Nahrung in grober Rinde im Kronenraum alter Bäume sucht.
Additional Hints
(Decrypt)
Va gbgrz Ubym
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