Skip to content

Fraa vun Bensem... Multi-Cache

This cache has been archived.

John_Koenig: Hallo A-Hörnchen & B-Hörnchen,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

John_Koenig

Volunteer Geocaching.com Reviewer

More
Hidden : 6/19/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Für lesefaule Cacher auf der Durchreise sowie Statistik-Jäger hier die Kurzform ("Long Description" kann deaktiviert werden, alles notwendige steht auch in den "Additional Waypoints") :
Final bei: N 49° 40.(H)(G)(ExF) / E 008° 37.(C)(A+J)(D+(BxF))

Kleiner Rundgang durch Bensheim, parken könnt ihr zum Beispiel hier GC1GDHP:

Fraa vun Bensem  (N 49° 40.837 / E 008° 37.396)

Die Fraa vun Bensem soll im Dreißigjährigen Krieg den bayrischen Truppen einen Geheimweg in die Stadt gewiesen haben, als diese am 2. Dezember 1644 in die Stadt eindrangen und die französischen und schwedischen Truppen, die Bensheim am 20. November 1644 erobert hatten, vertrieben.

Erst viel später bildete sich die Sage der Fraa vun Bensem, worauf sich dann wiederum die erst um Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisliche sprichwörtliche Redensart: Hinne rum, Hinne rum wie die Fraa vun Bensem bezieht. Offenbar geht diese aber auf den Bensheimern schon seit alter Zeit - nachweislich schon im Anfang des 16. Jahrhunderts - gemachten Vorwurf zurück, dass sie alle Zeit hinne nach oder hinne her das heißt zu spät kämen.

Auf dem Platz bei der Stadtmühle steht als Brunnenfigur ein Denkmal, das an sie erinnert. Das Denkmal mit der Tonfigur der Fra vun Bensem wurde von dem Auerbacher Künstler Tilmann Zobel gestaltet. Zuvor befand sich an dem Platz die Alte Stadtmühle. Sie wurde 1910 abgerissen. Die Parkanlage wurde am 30. Mai 1935 eingeweiht.

Wie viele Köpfe spucken hier? A = ____


Kirche Sankt Georg  (N 49° 40.877 / E 008° 37.431)

Eine erste, dem hl. Michael geweihte Kirche in Bensheim ist für das Jahr 771 belegt, ein dem hl. Georg geweihter Neubau erfolgte möglicherweise noch im 12. Jh., als eine flachgedeckte Pfeilerbasilika mit einem fast quadratischen Langhaus von fünf Arkaden entstand. Vor dem Westgiebel befand sich ein im Grundriss quadratischer, fünfgeschossiger Turm mit zwei- und dreiteiligen Fensterarkaden, der 1528 ein weiteres Geschoss und 1535 einen spitzen Helm durch den Heidelberger Baumeister Lenhard erhielt. In der Zeit der Spätgotik wurde dem Kirchenschiff ein neuer, breiterer Chor mit 5/8-Schluss angefügt. Die Belichtung erfolgte hier durch hohe Maßwerkfenster. Nördlich des Chores lag eine zweigeschossige Sakristei mit halbrundem Treppenturm, auf der Südseite gegenüber war eine kleine Nebenkapelle angefügt. Im 17. Jh. wurden wegen erhöhtem Raumbedarf Emporen eingebaut. Wegen Platzmangel und wegen des maroden Zustandes der Kirche drängte man bereits im frühen 18. Jh. auf einen Neubau, der jedoch nach zähen Verhandlungen mit der Darmstädter Kirchenbehörde erst ab 1826 erfolgte.

1823 war Oberbaurat Georg Moller aus Darmstadt mit der Aufgabe des Neubaues betraut worden, zu dem er wenig später die Pläne lieferte, die den Erhalt des romanischen Westturmes vorsahen. Nach Abbruch der alten Kirche und umfangreichen Gründungsarbeiten vor allem im östlichen Bereich des abfallenden Geländes wurde am 15. Juli 1826 der Grundstein gelegt und unter Leitung des Landbaumeisters Ignaz Opfermann sowie des jungen Architekten Karl Balthasar Harres entstand bis zur Weihe am 13. September 1830 der Kirchenneubau. Beratend hatten auch die Baumeister Paul Arnold/Mainz und Franz Heger/Darmstadt mitgewirkt, ein Dachstuhlmodell fertigte 1826 Ernst Böhm/ Darmstadt. Die Ausführung wurde dem Bensheimer Stadtzimmermann Süßbeck sowie dem Pfungstädter Zimmermeister Valentin Grünig als Unternehmer anvertraut. Für schwierige bildhauerische Arbeiten wurde der Darmstädter Hofbildhauer Johann Baptist Scholl d. Ä. herangezogen. Die streng klassizistische, nach dem Vorbild von San Paolo fuori le mura in Rom errichtete Kirche war als dreischiffige Psyeudobasilika mit halbrunder Chorapsis konzipiert, die Schiffe wurden durch eine eng gestellte Reihe korinthischer Säulen voneinander getrennt, die - über Arkaden - das kassettierte Tonnengewölbe des Mittelschiffes trugen. Die Belichtung erfolgte durch die hohen Rundbogenfenster der Seitenschiffe.

40 Jahre nach der Grundsteinlegung fand ein erster gravierender Eingriff durch die beiden Mainzer Dombaumeister Petrus J. H. Cuypers und Lucas statt, die u.a. das Langhaus um ein Säulenpaar verlängerten und die Tonne durch eine kassettierte Holzdecke in einer gestelzten, dreiseitig gebrochenen Konstruktion ersetzten. Damit war das Moller'sche Raumbild mit dem charakteristischen Bewegungsfluss zur Apsis zerstört. 1939-42 wurde eine erneute Restaurierung durchgeführt. Verursacht durch Brandbomben wurde die Kirche am 26. März 1945 bis auf wenige Mauerreste zerstört. Der mittelalterliche Westturm war in großen Teilen noch erhalten, die bereits ab 1946 einsetzende Wiederaufbauplanung des Mainzer Architekten Hugo Becker, Sohn des Dombaumeisters Ludwig Becker, sah jedoch letztendlich seinen Abbruch vor. In zwei Bauabschnitten errichtete man in weitgehender Annäherung an den Moller'schen Vorgängerbau 1949/50 zunächst Altarraum und Kirchenschiff mit den beiden östlichen Chorflankentürmen(Weihe am 13. August 1950), um dann 1952/53 ein neues, zweitürmiges Westwerk zu ergänzen. Die beiden Westtürme hatte bereits Moller in seinem ersten Entwurf vorgesehen. Damit erfuhr der am 4.10.1953 endgültig wiederhergestellte Kirchenbau im Äußeren eine Umdeutung im Sinne der Romanik mit den regelmäßig angeordneten Turmgruppen, während im Innern, verstärkt durch den Einbau von Schaumstoffkassetten im Jahr 1963, das klassizistische Erscheinungsbild weitgehend wiedergewonnen wurde.

Die St. Georgskirche ist von zentraler städtebaulicher und historischer Bedeutung für Bensheim. Errichtet an dem überkommenen Standort der ersten Pfarrkirche des Ortes steht sie in der südhessischen Region neben der Ludwigskirche in Darmstadt beispielhaft für den Klassizismus der ersten Hälfte des 19. Jhs., gleichzeitig ist sie zeittypisches Zeugnis der ersten Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Synthese ist der Bensheimer Kirchenbau über den Landkreis hinaus einzigartig.


Wie viele Figuren ragen direkt unter der Traufe aus der Westfassade? B = ____


Marktbrunnen  (N 49° 40.864 / E 008° 37.377)

Ein Ziehbrunnen auf dem Bensheimer Marktplatz wird bereits für das frühe Mittelalter vermutet, für das 14. Jh. kann bereits auf einen Laufbrunnen geschlossen werden. Der Brunnen, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erneuert wurde, befand sich einige Meter nordwestlich des heutigen Marktbrunnens. 1836 wurde er durch einen neuen Brunnen am jetzigen Standort, mit dem heute noch vorhandenen runden Sandsteinbiet, dem vierseitigen Brunnenstock sowie einer Brunnensäule (Kandelaber), ersetzt. Einen Entwurf hatte der Mainzer Stadtbaumeister Ignaz Opfermann geliefert, der Kandelaber geht auf den Darmstädter Hofbildhauer Philipp Johann Scholl zurück. Als Bekrönung existierte eine Laterne, wohl in Form einer Glasglocke, die bei dem Erdbeben vom 10. Februar 1871 zerbrach. 1895 wurde der Brunnen neu gestaltet, indem man im Wesentlichen die Säule durch ein zusätzliches Zwischenstück ersetzte, auf das man die Figur des hl. Georg stellte. Bereits der Opfermannsche Entwurf von 1835 hatte einen Georg vorgesehen, der ausführende Künstler für diese Plastik sowie weitere Figuren war Bildhauer Renn (vermutlich Hermann) aus Speyer. Im Zuge dieser gravierenden Umgestaltung wurden vermutlich auch die Linden gepflanzt, die teilweise bis heute überlebt haben. Der klassizistische Kandelaber steht als Hauptbestandteil des so genannten Bürgerwehrbrunnens heute auf dem gleichnamigen Platz. In der Mitte des runden Beckens vierseitiger Brunnenstock mit abschließendem Konsolgesims, an den Kanten Kinderfiguren als Allegorien der Jahreszeiten. Auf allen vier Seiten kunstvoll geschmiedete Wasserspeier, die aus Löwenmasken hervortreten. Der obere Teil des Brunnenstocks mit figürlichen Reliefs in Nischen und zwar die allegorischen Figuren der Gerechtigkeit, des Ackerbaues und des Handwerks. Die Kanten jeweils durch ein Fabelwesen und Ornamentik geschmückt. Darauf ein Sockel mit Kantenvoluten, auf dem der hl. Georg als Ritter dargestellt ist. Die Figuren zeugen nicht von hoher künstlerischer Qualität, sind jedoch als Dokumente einer historistischen Umgestaltung wie der gesamte Brunnen von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Welches Fabeltier wird hier erlegt? Der Anfangsbuchstabe, umgewandelt in eine Zahl (A=1, B=2 ...) sei  C = ____


Rodensteiner Hof  (N 49° 40.970 / E 008° 37.323)

An dieser Stelle, vor dem ehemaligen Auerbacher Tor, stand wahrscheinlich bereits um 1570 ein Wohnhaus, das in den Besitz der Herren von Rodenstein gelangte. Mit dem Aussterben dieses Geschlechts 1671 ging der Besitz zunächst an die Familie von Haxthausen, 1698 an den mainzischen Geheimrat Johann Martin Ludwig von Schleiffras, der ihn 1705 an den darmstädtischen Generalleutnant Johann Rudolf von Pretlack verkaufte. Von Pretlack wohnte bis 1733 in Bensheim, danach gelangte das Hofgut, von dessen Größe und Aussehen nichts bekannt ist, an den pfälzischen Geheimrat, Hofkammer- und Oberforstdirektor Franz Caspar von Überbruck und Rodenstein. Möglicherweise bereits unter von Pretlack, spätestens aber unter den von Überbruck entstand, sicherlich unter Verwendung älterer Bausubstanz, bis 1739 der siebenachsige Hauptbau an der Straße mit der angehängten, horizontal verdachten Hofeinfahrt. Unter dem Sohn Johann Heinrich Adam von Überbruck erfolgte ab 1742 wahrscheinlich ein weiterer Ausbau nach Süden und Osten, wobei man auf ein möglichst geschlossenes Erscheinungsbild achtete. Die Familie von Überbruck war aus Lothringen an die Bergstraße gekommen, hatte ihren Namen d'Oultepont eingedeutscht und die kaiserliche Erlaubnis erhalten, den Titel "Edle von Rodenstein" zu führen. Sie blieb bis zu ihrem Aussterben 1904 im Besitz des noch einmal in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. gravierend erweiterten Anwesens, das dann von der Stadt übernommen wurde. Nach vergeblichen Verkaufsbemühungen richtete diese u.a. Privatwohnungen ein sowie Geschäftsräume für eine Bank. 1945, nach Zerstörung des Rathauses, nutzte sie es bis 1983 für die Verwaltung. Nach einer Sanierung durch einen privaten Bauherren sind heute Büroräume, ein Cafè und Wohnungen untergebracht.

Unter Einbeziehung eines Teiles des benachbarten Gartens der Villa Müller ( Nibelungenstr. 6) wurde der Garten 1934 bis an den Blütenweg zum Stadt- und Kurpark erweitert und hat heute den Charakter eines kleinen englischen Landschaftsparks. Mehrere bildhauerische Arbeiten, die auf Initiative des Heimatforschers und Beigeordneten Josef Stoll damals aufgestellt wurden, zieren diesen Park. So befinden sich auf der Mauer zur Darmstädter Straße Putten (Jahreszeiten) und Vasen, in der Nordwestecke hinter dem Adelshof die Figur einer tanzenden Hofdame. Diese Sandsteinarbeiten sind Kopien von Kunstwerken des Bamberger Hofbildhauers Ferdinand Tietz, die dieser 1765-68 für den Park des Schlosses Veitshöchheim geschaffen hat. Weiterhin im südöstlichen Parkbereich, innerhalb einer barockisierenden Anlage, ein offener, runder Pavillon mit Backsteinstützen, der eine beschädigte Figurengruppe in Marmor (Amor und Psyche) birgt; beschriftet: "Summers, Rome 1890". An der Nibelungenstraße ein zweiflügeliges, kunstvoll geschmiedetes Tor.

Im östlichen Bereich des Parks stand bis 2002 in erhöhter Position noch ein hohes, aus Granitquadern errichtetes Denkmal. Es war am 6. September 1936 als so genanntes Kreisehrenmal für sechs zwischen 1929 und 1933 gewaltsam ums Leben gekommene Nationalsozialisten durch den hessischen Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger eingeweiht worden. Die Idee dazu kam von dem Bensheimer Bürgermeister und Kreisleiter der NSDAP Georg Brückmann, der damit ein für den Nationalsozialismus typisches Denkmal errichten ließ. Es war beispielhaft für das Selbstverständnis des "Dritten Reiches", das auf der Einheit von Kunst und Politik basierte. Das über einem abgetreppten Sockel mit sechs Quadern sich erhebende Denkmal trug ursprünglich einen auf einem kleinen Quader mit Hakenkreuzemblem sitzenden Bronzeadler, den der Auerbacher Bildhauer Tilman Zobel unter Beratung des Freiburger Bildhauers Hermann Geibel entworfen hatte.

Der Rodensteiner Hof bildet zusammen mit dem umgebenden Stadtpark eine Sachgesamtheit von besonderem historischen und künstlerischen Wert. Darüber hinaus setzt der Adelshof mit seinem markanten Turm einen städtebaulichen Akzent für den heutigen, von stark befahrenen Bundesstraßen beeinträchtigten Ritterplatz.


Bilde die iterierte Quersumme der Jahreszahlauf der Tafel neben dem Rübezahl: D = ____


Beauner Platz mit Hohenecker Hof (N 49° 40.890 / E 008° 37.201)

Repräsentativer Adelshof, erbaut 1756 als Fachwerkbau von dem Mainzer Domdekan Johann Franz Baron von Hoheneck an Stelle eines älteren Hofes, der den Herren von Walbrunn, später dem General von Prettlack gehörte. Ab 1884 im Besitz der Nachkommen des Apothekers Louis Leo, die das Gebäude um 1900 in neugotischen Formen massiv erneuern ließen.

Vom alten Bau vor allem die östliche Giebelwand erhalten, hier über massivem Erdgeschoss und neben erneuerten, verputzten Obergeschossen das barocke Fachwerk mit geschweiften Langstreben, ausgeprägten Mann-Figuren, Viertelkreisstreben und Andreaskreuzen. Im Satteldachgiebel rundbogige Lukenöffnungen. Viergeschossiger, aus der Mittelachse leicht nach Süden verrückter Fachwerkvorbau mit korbbogigem Kellerzugang. Über dem ebenfalls korbbogigen Hauseingang Rocaillekartusche mit Hoheneck-Wappen und Inschrift.

Nach Westen rote Klinkerfassade mit Treppengiebel, Terrassenvorbau, die Mittelachse durch Loggia, Balkon und großem, spitzbogigem Maßwerkfenster im Giebel akzentuiert. Balustrade als besonders hervortretendes Element. Giebel von kleinen Zinnentürmchen gerahmt. Fenster in der Mehrzahl stichbogig. Am Beauner Platz bescheidenes Tor und Treppenanlage, an der Straße Am Bürgerhaus massive, neugotische Portalanlage in gelbem Sandstein mit rundbogiger Pforte und Gittertor. Über der Pforte Motiv der Sonnenrose und Schlussstein mit Jahreszahl 1533, beides Spolien von einem alten städtischen Hof; außerdem Barockfigur des hl. Nepomuk. Als dekorative Ergänzung Dreipassfries und Zinnenabschluss mit rahmenden Ecktürmchen.

Das stattliche Gebäude ist für Bensheim von besonderer stadtgeschichtlicher Bedeutung, aber auch von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Hier wuschen sich vor dem Umbau 3 Hände im brunnen ... E = 3

Faktorei mit Bürgerwehrbrunnen(N 49° 40.842 / E 008° 37.332)

Repräsentativer Massivbau in der Bensheimer Altstadt, errichtet 1732 für den Faktor des Mainzer Domkapitels wohl an Stelle des alten Adelshofes der Junker von Rüdigheim zu Rückingen. Dieser war wahrscheinlich in der Mitte des 16. Jhs. nach dem Niederlegen mittelalterlicher Häuser entstanden. Inwiefern Teile des Renaissancegebäudes wiederverwendet wurden, ist nicht eindeutig geklärt, die Faktorei entsprach jedoch bereits dem heutigen voluminösen Bau von fünf zu acht Achsen, jedoch noch ohne das zweite Obergeschoss und ohne das steile Mansarddach. Das ursprüngliche Dach entsprach eher einem gestuften Walmdach.

Nach der Säkularisierung wurde das Gebäude Dienststelle des Vogteiamts, dann Sitz des Kreisrates. 1868 erwarb die Stadt die ehemalige Faktorei für das städtische Gymnasium. Sechs Jahre später war man wegen der beengten Verhältnisse zur Erweiterung gezwungen, wobei man ein weiteres Obergeschoss und das bereits erwähnte Mansarddach aufsetzte. Eine dekorative Zutat dieser Maßnahme sind die ungewöhnlichen Bügelverdachungen mit Muschelmotiv über den Fenstern des 1. Obergeschosses. Im Innern stammen die heute noch vorhandenen Gusseisensäulen von diesem Umbau. Nach dem Auszug des Gymnasiums diente das Gebäude ab 1882 als Volksschule, nach der Jahrhundertwende war im Erdgeschoss auch das Heimatmuseum untergebracht. Später wurde die Polizeistation hier eingerichtet und der Keller diente als städtisches Weingut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden weitere Dienststellen hier provisorisch Unterkunft, nach der grundlegenden Sanierung der Jahre 1983-87 wurde bis 2001 die Stadtbibliothek untergebracht, die wegen statischer Probleme das Gebäude wieder aufgeben und dem "Bürgerbüro" bzw. der Touristeninformation überlassen musste.

Durch die nachträgliche Aufstockung wirkt das dreigeschossige Gebäude repräsentativer als das ursprünglich der Fall war. Die Kanten sind durch gefugte Lisenen akzentuiert, das Erdgeschoss ist durch ein profiliertes, sich um die Lisenen verkröpfendes Gesims von den Obergeschossen getrennt. Die Fenster sind von barocken Ohrengewänden gerahmt, die des 1. Obergeschosses durch die erwähnten Verdachungen mit Muschelnischen hervorgehoben. Im Mansarddach befinden sich Gaupen mit Segmentbogenabschlüssen. Auffallendes Bauteil ist das zentral in der Ostfassade platzierte Portal mit Oberlicht, das im gesprengten Segmentgiebel eine Muschelnische mit der Figur des hl. Aloysius (Patron der Schüler und Studenten), wohl von 1860/70, enthält. Vorher hat sich hier die Figur einer Justitia befunden. Die Gewände des Portals sind stark profiliert und liegen vor einer ionisierenden Pilastergliederung mit Bandelwerkornamentik, wie sie noch reicher in den Füllungen der Türflügel erscheint. Die Schlußsteine sind von Engelsköpfen geziert.

Das Faktoreigebäude zählt zu den bedeutendsten Bauwerken Bensheims. Es zeugt von der einst engen Bindung der Stadt an das Fürstbistum Mainz und ist heute innerhalb des Altstadtgefüges ein wichtiger Bezugspunkt. Stilistisch bietet der Bau eine gelungene Symbiose aus Barock und Historismus, wobei hinsichtlich seiner Entstehung durchaus noch Klärungsbedarf besteht.


Wer spendet hier kühles Naß?
Der zweite der vier Buchstaben, umgewandelt in eine Zahl (A=1, B=2 ...) sei  G = ____


Lammertsbrunnen an der Hauptstraße (N 49° 40.795 / E 008° 37.323)

Giebelständiges, dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Krüppelwalmdach. Erdgeschoss massiv, die Obergeschosse in Fachwerk. Kräftige Eckpfosten, die Konstruktion im 1. Obergeschoss wohl weitgehend erneuert, im oberen Geschoss mit kräftiger Mann- Figur. Gebogene Streben, Knaggen. Die Fenster wohl im 19. Jh. vergrößert, zumindest an der Traufseite soll sich ein fränkischer Erker befunden haben. Erneuerter Giebel 1979 verbrettert. Nach lokaler Forschung wurde das Gebäude um 1580 wohl für den Müllermeister Hans Kistenmacher errichtet, zwischen 1740 und 1842 lebte hier die Rotgerberfamilie Fillauer. Der heute vereinfachte Fachwerkbau der Renaissancezeit ist für Bensheim von lokalgeschichtlicher Bedeutung, im Straßenbild von städtebaulicher Wirkung.

Wie viele Jahre übte ein Seiler in dem oben beschriebenen Gebäude sein Handwerk aus? Die iterierte Quersumme sei H = ____


Hospitalbrunnen und Hospitalkirche (N 49° 40.759 / E 008° 37.294)

Hospitalbrunnen, als Sandsteinbrunnenanlage auf dem Hospitalplatz, das runde Becken unter Kreisbaumeister Michael Mittermayer 1842/43 aus Hammelbacher Sandstein gefügt, die Mittelsäule wahrscheinlich gleichzeitig. Die beiden bekrönenden Putten mit den Weintrauben erst 1935 durch den Bildhauer Hofmann aus Versbach bei Würzburg ergänzt, zusammen mit den kunstvoll geschmiedeten Ausgussrohren des Bensheimer Schlossermeisters Schütz. Der Brunnenstandort vor dem Heilig-Geist-Spital ist bereits seit dem 15. Jh. nachweisbar, der vergleichbar gestaltete unmittelbare Vorgänger des heutigen Brunnens mit der Kugel auf der Mittelsäule wurde 1711 errichtet. Die Brunnenanlage ist auch als städtebaulicher Bezugspunkt von Bedeutung.

Hospitalkirche, mit ihrem Chor westlich an den Hospitalplatz angrenzende Kirche, wohl bereits im 14. Jh. als Heilig-Geist-Spitalkirche errichtet, möglicherweise an Stelle eines im Jahr 817 erwähnten Vorgängerbaues. Im 15. Jh. drei Altäre vorhanden, der heutige Chor mit seinen Maßwerkfenstern wohl erst um 1500 angefügt. Das Kirchenschiff vermutlich zunächst als Krankensaal genutzt, zu einem unbekannten späteren Zeitpunkt, nach Errichtung eines eigenständigen Krankenbaues, auf rein kultische Zwecke beschränkt.

1706 Neuweihe und Anschaffung einer Glocke und Gerät. 1856 Öffnung des Bodens wegen Feuchtigkeit, ab 1869 Beginn einer gravierenden Sanierung unter Bischof Ketteler. Große Teile des Mauerwerks, vor allem die westliche Giebelfront, und der Dachstuhl wurden erneuert. 1872 erfolgte die erneute Weihe der Kirche zu Ehren des hl. Joseph, 22 Jahre später wurde der bescheidene Dachreiter von 1870 durch einen neuen ersetzt, der eine zweite Glocke aufnehmen konnte.

Schlichter, heute unverputzter Saalbau mit Satteldach. Bruchsteinmauerwerk mit Werkstücken aus rotem Sandstein. Das Schiff über rechteckigem Grundriss, der Chor eingezogen mit 5/8-Schluss. Westportal mit Spitzbogen, seitlich schießschartenartige Fenster, über dem Portal Dreifenstergruppe. Als bekrönender Abschluss oktogonaler Dachreiter mit Spitzhelm. In den Längswänden jeweils vier Spitzbogenfenster, in der Apsis drei Maßwerkfenster zwischen gestuften Strebepfeilern. Die Apsidenfenster zweiteilig, das Maßwerk in Herzform. Der Saal im Innern von einem offenen Dachstuhl überspannt, im Westen hölzerne Empore mit Kielbogenbrüstung. Ein spitz zulaufender Triumphbogen auf Halbsäulen mit gekehlten Kapitellen trennt den erhöhten Chor vom Schiff ab. Im Altarraum Kreuzrippengewölbe auf Konsolen, außerdem zwei Schlusssteine mit Rosetten. Im Schiff ein neugotisches Gestühl mit Flachschnitzerei.

Nördlich der Spitalkirche, in Höhe des Choransatzes, verbindet ein Portalbau die Kirche mit dem benachbarten Wohnhaus. Ein spitzbogiges Portal mit Satteldachgiebel, Kreuzaufsatz und schön geschmiedetem, zweiflügeligem Tor ermöglicht hier den Zugang in den Hospitalhof, der westlich von dem baulich stark veränderten Hospitalbau des frühen 19. Jhs. begrenzt wird. Die kleine St. Josephskirche ist vor allem aus orts- und kirchengeschichtlichen Gründen eines der wichtigsten Baudenkmäler Bensheims. Ihre malerische Einbindung in die Randbebauung des Hospitalplatzes verleiht ihr darüber hinaus auch große städtebauliche Bedeutung.

Zähle die Traubenbündel an den Ausgußrohren? J = ____


Wir hoffen, der kleine historische Rundgang durch Bensheim hat gefallen. Wer noch mehr wissen möchte, bei der Tourist-Info gibt es einen kleinen Stadtführer (kostenlos) - oder im Internet als PDF

Weitere Kulturdenkmäler in Bensheim mit ausführlichen Informationen gibt's hier.


Das Final findet Ihr nun oben bei :

N 49° 40.(H)(G)(Ex2) / E 008° 37.(C)(A+J)(D+(Bx2))


Viel Spaß in Bensheim wünschen das

A-Hörnchen & B-Hörnchen

Quellen: Wikipedia und DenkXweb (Landesamt für Denkmalpflege Hessen)

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Sbytr bora "nhs Qrpx" qra Mrvpura ovf mhz Enaq - Qbfr zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)