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Hasennarreteien Multi-Cache

Hidden : 7/15/2009
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Zeitaufwand: 1 Stunden / Strecke: 2 km / Angabe: Start-Cache
Parkplatz: 51°51,111’N / 013°36,444’E

Ein Hase hat sein Lager am Rande der großen Waldwiese unterm Schirm einer kleinen Birke. Manchmal passt es ihm nicht, davonzulaufen, wenn ich vorüberreite. Er hält die Ohren steif, starrt die Stute an und verfolgt ihre Bewegungen. Ich versteh das: Er hat keine Lust, er denkt über etwas nach, und ich kümmere mich nicht um ihn, denn wenn ich alleine bin, benötige ich seine Anwesenheit nicht.
Und so kam es, dass der Handelsmann Krüger aus Berlin nach seiner Ankunft auf Bahnhof Uckro sich nun mit einer Kutsche auf den Weg in Richtung Rochau machte. Bei den oben angegebenen Koordinaten begegnete er Förster Matt. Im Bericht vom Förster zu den Geschehnissen hieß es später: " Wenn ich aber mit Besuch durch den Wald Reite kann's heißen: "Hasen habt ihr hier wohl nicht?" Und so fragte auch der Berliner! Dann reite ich an der Waldwiese sechshundertdreiundsechzig Meter nach Westsüdwest geradewegs auf’s Lager meines VERTRAUENSHASEN zu, und er springt heraus, und so geschah es auch mit dem Berliner, der schrie: "Herrlich, ein Hase!"
Ich weiß natürlich, wo sich mein Hase jetzt versteckt hat, stöbere ihn auch in seinem nächsten Versteck vierhundertsiebenundvierzig Meter südsüdöstlich unter dem Kirschbaum auf, und der Berliner ist entzückt: "Da, wieder einer!"
Und wenn ich den Hasen aus seinem dritten Versteck nach zweihundertsechsundsechzig Metern WSW’lich und dem vierten Versteck nach weiteren sechshunderteinundsiebzig Metern Richtung WzS scheuche, heißt's: "Noch einer!" und: "Noch einer!"
Dann wird's dem alten Hasen zu albern. Er schlägt einen großen Kreis und rennt zum ersten Lager zurück. Meine Besucher aber sind zufrieden und sagen: "Na, Hasen habt ihr hier noch und noch."
"Soviel wir wollen", antworte ich Schmunzelnd. Und eben so war es mit dem Berliner! Als wir den Hasen das letzte mal sahen, einen Kilometer von der Stelle entfernt an der wir ihm das erste mal begegneten, sprang der Berliner übermütig vom Wagen und versuchte den Hasen mit den Händen zu fassen. Hier verabschiedeten sich die beiden und gingen ihrer Wege.
Und der Berliner sah den Hasen sogar noch ein weiteres mal und da Bemerkte er, das er seine Brieftasche verloren hatte, wohl an der Stelle an der er vom Wagen gesprungen war und nach dem Hasen greifen wollte. Er kehrte um fuhr die knapp sechshundert Meter zurück nach Norden, konnte aber im Gras und zwischen den Steinen nichts finden. Zum Glück war nur etwas Handgeld drin, um den Kutscher auszubezahlen. Den Großteil aus der Brieftasche hatte er ja schon abgelegt. Und das wirklich große Geld hatte er im doppelten Boden seines Reisekoffers, um es später zu verstecken.
(Frei nach: Erwin Strittmatter, "Schulzenhofer Kramkalender", "Hasennarretei", Aufbau-Verlag 1967)

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