Widderstatt Traditional Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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In diesem wunderschönen Tal konnten es sich die alten Kelten gut gehen lassen.
Für die nachfolgenden geschichtlichen Hintergründe bedanke ich mich bei Heimatfreund Eugen Hohmann:
Zur Widderstatt fand 1905 der Jüchsener Pfarrer F. Späth auf Grund von Oberflächenfunden erste Hinweise. Die neuerliche Entdeckung erfolgte durch Klaus Heydenblut aus Themar. Er fand 1954 ersten Bronzeschmuck und Glasarmringbruchstücke.
1966 begann unter Leitung von Prof. Behm-Blanke die systematische Ausgrabung (Suchschnitte 2x70 m) von 1,2 ha vom Bachlauf zum Flurstück Toter Mann, Richtung Westen. Günter B-Blanke lebte vom 10.3.1912 bis 23.3.94, geehrt durch einen Gedenkstein in der Widderstatt. Aus der Mittelsteinzeit wurden typische Steinwerkzeuge (Artefakte) gefunden.
Für eine Besiedlung in der Jungsteinzeit (Neolithikum) sprechen Artefakte aus Amphibolschiefer (Hornblende) und Bestattungen der Glockenbecherkultur.
Ab der Mittleren Bronzezeit, 650 v.Ch (Hallstatt D) war eine größere Siedlung vorhanden, deren Begräbnisstätten (noch 10 Grabhügel) im Rittersrain anzutreffen sind. Diese wurden 1960 archäologisch geöffnet. Ab dem 3. Jh. v.Ch nahm die keltische Besiedlung nochmals zu und endete 50 Jahre vor der Zeitrechnung.
1981, nach 15 Jahren Grabungstätigkeit, lag ein Fundreichtum vor, der alle vorherigen Ausgrabungen deutschlandweit übertraf.
Aus der Hallstattzeit (bis 6. Jh. v.Ch) wurden bis zu 14 x 4 m große Pfostenhäuser aus Flechtwerk mit Herdstellen aus Kalksteinen und kleinere Vorratsgruben nachgewiesen.
Das Fundmaterial beinhaltet: 181 bronzene und eiserne Gewandspangen, (aber nicht eine hohl gegossene Vogelkopffiebel, wie von der Steinsburg häufig); Bronzeschmuck als Hals-, Arm-, Finger- und Ohrringe; Nadeln und Toilettengeräte wie sonst nirgends in Deutschland, Ketten und verschiedene Metallwaffen und –werkzeuge wie Sensenteile Nägel und Pflugschare.
Umfangreichste Fundgattung war aber die Keramik mit vielen „Importgefäßen“, wohl ihres zu transportierenden Inhalts wegen.
Des Weiteren wurden, sicherlich als Handelsgut, über 100 Glasarmringe und –bruchstücke sowie Ringperlen aus dem 3. Jh. v.Ch vorgefunden.
Die Archäologen des Museums für Ur- und Frühgeschichte in Weimar kamen zu den Erkenntnissen, dass die keltischen Bewohner der Widderstatt neben der Arbeit in der Landwirtschaft vor allem als Handwerker und Händler tätig waren. Die Hauptsiedlungsphase endete ebenso wie auf der Steinsburg abrupt in der Mitte des ersten vorchristlichen Jh.
Im Museum in Jüchsen sind viele Exponate und präzise Erläuterungen zur Widderstatt sehr anschaulich dargestellt, ebenso im Steinsburgmuseum zwischen den Gleichbergen.
Additional Hints
(Decrypt)
Vzzre fpuöa qra Oyvpx anpu bora
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