Gotteshäuser - St.Wendelinus Koisdorf
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Gotteshäuser – St. Wendelinus-Kapelle zu Koisdorf
Dies ist eine Cacheserie, wie sie auf dem Kasseler Geocacher Stammtisch am 04.03.05 beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder historisch oder architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig egal, welcher Religion diese Häuser angehören. Jeder, der an dieser Serie teilnehmen möchte, kann dies tun. Er sollte sich jedoch an die einheitliche Schreibweise halten, damit die einzelnen Caches der Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser Absatz zu kopieren und mit in die Beschreibung aufzunehmen. Zusätzlich sollte man wenn möglich, eine Beschreibung des Ortes liefern, damit man auch etwas über dieses Gotteshaus erfahren kann. Der Cache ist bitte so zu verstecken, dass er die Würde des Ortes nicht verletzt. Gegebenfalls ist er so zu platzieren, daß er über eine Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen Koordinaten auf das Gebäude selbst weisen.
Diese schöne Kirche wurde im von 1986 - 1992 restauriert und erstraht seit her in neuem Glanz.
Die Kapelle in Koisdorf war seit ihrer Gründung Filialkirche der Pfarrei St. Peter in Sinzig. Wie die Mutterkirche, so wurde auch unsere Kapelle wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Zeit der Stauferkaiser erbaut. Beweis dafür sind die kantige Apsis, die flache Decke des Schiffes sowie einige Kunstwerke in der Kapelle.
Die Kapelle war ursprünglich vermutlich dem hl. Sebastian geweiht, was in Quellen der Jahre 1301 und 1460 belegt ist.2) Noch bis zur Liturgiereform im Anschluß an das Zweite Vatikanische Konzil schmückte den Hauptaltar eine Steinfigur des hl. Sebastianus.
Von 1959 bis 1969 fand, angeregt von Pfarrer Peter Käuser aus Sinzig - St. Peter, eine entscheidende Veränderung des Baus statt. Das Schiff wurde um ca. 6 Meter nach Westen verlängert, dabei nahm der Anbau die Empore auf. Der Haupteingang wurde auf die Nord-Ost-Seite verlegt, wo man noch heute die Kapelle durch das alte Portal mit dem Schlußstein von 1776 betritt. Ebenso wurde eine Sakristei an der Nordwand der Kapelle errichtet. Im Zuge der letzten Liturgiereform ersetzte man den alten Hochaltar durch einen schlichten Steintisch. Das romanische Chorfenster konnte von rechts wieder in die ihm zukommende Mitte rücken. Fußboden und Innenanstrich wurden erneuert, als letzte Maßnahme erfolgte ein neuer Außenanstrich, der die Gliederung der Architektur, vor allem des Chores mit den weißen Mauern und den roten Lisenen, deutlich macht.
Der Chor ist der älteste Bauteil dieser Kapelle. Den Übergang vom Langhaus, dem Versammlungsort der Gläubigen, zum Chor, dem Platz des Allerheiligsten, bildet ein Bogen. In der kirchlichen Symbolik wird ihm die Rolle des Triumphtores zuteil, durch das die Seligen ins ewige Leben des himmlischen Jerusalem eintreten. Vier Balken in rotbrauner Farbe, von denen die oberen Dreiecksmotive zeigen, schmücken den Bogen. Sie sind größtenteils im Original erhalten. Die dem Chorraum zugewandte Innenseite des Bogens ist mit Ranken, Blättern und Blüten in rotbrauner Farbe geschmückt. Auch diese Malerei ist zum Teil im Original zu bewundern. In einer kleinen spitzbo-gigen Nische auf der rechten Seite desTriumphbogens befindet sich ein modernes, aus Messingblech getriebenes Reliquienkreuz mit geschwungenen Armen, das eine aus St. Wendel/ Saar stammende Reliquie des Kirchenpatrons St. Wendelinus enthält. 1942 erhielt die Kapelle diese Reliquie, die beigefügte Urkunde trägt die Jahreszahl 1947.
Kostbarstes Schmuckstück der Kapelle ist das zentrale Chorfenster aus dem 13. Jahrhundert in der Größe 142mal 58 cm. Das Fenster ist zweiteilig. Der untere Teil besteht aus weißem Stabwerk mit kleinen gelben und violetten Quä-derchen im Hintergrund, der obere Teil zeigt im Rundbogenfeld die Kreuzigung Christi. Der rote Kreuzesstamm steht auf einem gelben Hügel, der in der Hüfte stark geknickte Körper Christi trägt ein bauschiges blaues Lendentuch. Das Obergewand der Maria ist rotbraun. Johannes trägt einen gelben Leibrock und einen rot-violetten Mantel. Maria hat die Hände zum Gebet geformt, Johannes schmiegt den Kopf nachdenklich und schmerzvoll in die rechte Hand. Die Heiligenscheine Christi und Marias sind gelb, der des Johannes dunkelblau. Das Fußbrett Christi ist stahlblau und gelb umrändert. Die Gesichter und alle Fleischteile, bis auf die Füße Christi, sind - vermutlich nach alten, heute fehlenden Stücken - erneuert.
Auf zwei neu angebrachten Konsolen rechts und links vom Triumphbogen sind wertvolle Statuen aufgestellt. Links im Winkel zur Sakristei befindet sich eine gekrönte Madonna, die auf dem linken Arm das Jesuskind trägt. In der rechten hält sie das Zepter, ihr linker Fuß steht auf der Mondsichel. Sie ist dargestellt als Königin des Himmels. Rechts sehen wir die aus dem 15. Jahrhundert stammende Steinfigur des Kirchenpatrons Wendelinus, die nach dem Krieg farbig gefaßt wurde, mit Tieren zu seinen Füßen, für deren Heilung er als Fürbitter gilt.
Additional Hints
(Decrypt)
...trqraxrg qra Trsnyyrara