Das Rosentor (LPC) Traditional Cache
AlterSchirm: auch dieser Cache muss jetzt Platz machen, damit etwas Neues entstehen kann....
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
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Das Rosentor zwischen Achtermann und Neuwerkkirche
Wie in so vielen Städten, die im Mittelalter Stadtmauern hatten, gab es auch in Goslar Stadttore, die das Betreten der Stadt bedeutend vereinfachten. So auch hier, wo der Sage nach ein Rosenstock über viele Jahrhunderte sein Wesen trieb und darüber hinaus seinen duftigen Namen dem Tor zur Verfügung stellte. So richtig spektakulär fand das wohl niemand, deswegen ist die Quellenlage zur Geschichte des Tores ziemlich dürftig. Wohl weiß man, dass der hübsche hölzerne Wehrgang an den Zinnen erst aus dem 19. Jahrhundert stammt und auch, dass das Tor gelegentlich durch Umbau an die sich entwickelnde Verteidigungsstrategie angepasst wurde, das Loch für Mensch und Tier indes muss wohl schon bei der Errichtung der ersten Mauer an dieser Stelle ausgespart worden sein. Vielleicht hatte man auch einfach nur zu wenig Steine…
Ganz am Anfang des 16. Jahrhunderts im Jahr 1508 baute man den großen Turm gleich nebenan, der damals noch nicht „Achtermann“ hieß, sondern „Rosenzwinger“ genannt wurde. Die Ratsfamilie Achtermann lebte erst im 18. Jahrhundert in Goslar. In der Zeit bis 1520 wurde die gesamte Stadtbefestigung erheblich erweitert. In dieser Zeit war die Stadt ziemlich reich, sie betrieb immerhin 19 Gruben und 26 Hütten. Damals wie heute steckte man (zu-) viel Geld in die Rüstung.
Auf der anderen Seite vor dem Tore steht die Neuwerkkirche, die 1186 als Stiftung eines kaiserlichen Vogtes und seiner Gattin gegründet wurde. Die Grabplatte von Helene und Volkmar de Goslaria kann man noch heute in der Kirche bewundern und, wer sich für Kunstgeschichte interessiert, ein besonderes Triumphkreuz aus dem 16. Jahrhundert.
Das Auffällige an der Grabplatte ist die Aufschrift "Volkmar de Wildenstein", die auf einen zwar unbedeutenden aber sehr von sich überzeugten Nachfahren Burchard de Goslaria zurückgeht, der rund 100 Jahre später den Namen "de Goslaria" zu langweilig fand und dafür sorgte, dass auch seine Urgroßeltern fortan "de Wildenstein" genannt werden sollten. Die Goslarer fanden den Schnösel eher lästig und haben ihm kurzerhand seinen Mietvertrag gekündigt. Die winzige Burg Wildenstein im Okertal wurde 1288 eingerissen, nachdem der arme Burchard sie erst 1261 in Auftrag gegeben hatte. Nur der Name in der Grabplatte war "in Stein gemeißelt" und blieb von der Aktion erhalten.
Etwas moderner sind die beiden Herrschaften, die gerade die Stadt betreten. Fernando Bolero schuf 1977 zuerst den "Mann mit Stock" und 1980 die "Frau mit (altem) Schirm".... – Die Reihenfolge erinnert mich an was. – Hat eigentlich mal jemand nachgesehen, ob der Mann eine OP-Narbe hat oder ob da eine Rippe fehlt?
Nun ja, wie dem auch immer sei, wir haben an der Treppe zum Wehrgang eine Dose versteckt, die zu groß für „Mikro“ ist, aber ziemlich klein für „Small“. Seid bitte sehr vorsichtig beim Besteigen der Treppe und benutzt den Handlauf. Die Erbauer wussten noch nichts von DIN-Normen, Stufentiefe und Neigungswinkel. Die verwöhnten Füße des "homo modernensis" neigen dazu sich bei dieser Treppenneigung zu verheddern. Da es sich um einen Lost-Place handelt, ist der Cache logischerweise nicht von den normalen Wegen aus und nur auf eigenes Risiko zu bergen und man sollte tunlichst auf Muggels achten, was hier nicht ganz einfach ist, da diese rechts, links sowie darunter vorbeilaufen und man ziemlich ungetarnt in der Gegend rumsteht.
Additional Hints
(Decrypt)
Vz Rsrh erpugf ibz Gbeobtra
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