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Die Dunkelgräfin Multi-Cache

Hidden : 8/6/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Die Dunkelgräfin

In der Geschichte ereignen sich mitunter Dinge, die eine Region Jahrhunderte lang beschäftigen und die noch heute im Bewusstsein der Bevölkerung lebendig sind. Im südthüringischen Hildburghausen und dem benachbarten Dorf Eishausen gibt es solche Begebenheiten, die noch nach 200 Jahren die Gemüter berühren - das seltsame Leben von Dunkelgraf und Dunkelgräfin.

Emigranten war man in Hildburghausen seit dem Ausbruch der Französischen Revolution gewohnt. Der Herr, der unter dem Namen "Vavel de Versay" seine Post erhielt, bildete zusammen mit seiner Begleiterin dennoch eine Ausnahme. Sie lebten in völliger Zurückgezogenheit und pflegten nur die nötigsten Kontakte in der Öffentlichkeit. So sah man den Herrn gelegentlich spazieren gehen oder in der Kutsche ausfahren. Die Dame, immer verschleiert oder eine grüne Brille tragend, begleitete ihn oftmals, ging jedoch selbst nie allein außer Haus.

Station 1:Englischer Hof
Position:N 50° 25.565   E 10° 43.776

Am 7. Februar 1807 erhielt die Residenzstadt Hildburghausen merkwürdigen Besuch. In der Nacht passierte eine Kutsche das Stadttor und hielt vor dem Hotel "Englischer Hof" am Hildburghäuser Markt. Schon Tage zuvor wurde eine komplette Etage des Hotels für die Ankömmlinge gemietet. Der Kutsche entstiegen ein offenbar ebenso vornehmer wie wohlhabender Herr und eine zierlich wirkende Dame. Begleitet wurden sie von einem Diener namens Philipp Scharr, der die Kutsche lenkte und später auch sonst viele Wege und Dienste für die Herrschaften erledigte.

A = Jahreszahl aus dem Torbogen des Englischen Hofes
Position:N 50° 23.779 + A   E 10° 41.935 + A

Nach etwa einem halben Jahr zog das Paar in das herzogliche Gästehaus. Heute befindet sich in diesem Gebäude unter anderem eine Sparkasse. Die aktuelle Bezeichnung des Gebäudes kannst du über dem Eingangstor ablesen.

B = Schriftzugs über dem Eingangstor (Buchstabenwortwert)
Position:N 50° 25.509 + B   E 10° 43.629 + B

Im Jahre 1808 erfolgte der Umzug in das am Rande der Stadt liegende Haus der Witwe Radefeld. Hier konnte man sich etwas freier bewegen. Der Hinterhof des Hauses war von drei Seiten umbaut, so dass man ungesehen die Kutsche besteigen und verlassen konnte. Zudem wurde eine Köchin, Johanna Weber, engagiert, die für eine angemessene Verpflegung sorgte. Die Unterkunft im Radefeldschen Haus soll von der Herzogin Charlotte vermittelt worden sein offenbar ein Beleg dafür, dass der Hildburghäuser Hof das Paar bevorzugt behandelte. Auch war in dieser Zeit Johann Carl Andreä, ein Kommissionär des Herzogs, für Vavel de Versay tätig. An der Vorderseite des Gebäudes gibt es einen Hinweis zum Hauseingang.

Indes war auch hier der Aufenthalt nicht von Dauer. Am 30. September 1810 zogen die Herrschaften nach Eishausen, einem kleinen Dorf, wenige Kilometer von der Stadt entfernt. Das dortige Schloss, ein schlichter Rechteckbau am südlichen Dorfrand, befand sich seit 1802 im Besitz des Hildburghäuser Hofes und wurde nun an den Kommissionär Andreä vermietet, der es an den Herrn Vavel de Versay weitervermietete. So konnte Versay es vermeiden, selbst mit den Behörden in Verhandlung treten zu müssen.

Das Leben in Eishausen verlief in gleicher Art und Weise wie in der Stadt. Nur ein paar zusätzliche Bedienstete wurden engagiert, um die längeren Wege in die Stadt zu bewältigen. Die Köchin zog ebenfalls mit in das Schloss, durfte es fortan aber nicht mehr verlassen.

Der Haushalt wurde sehr aufwendig geführt, für die Küche nur die besten Dinge beschafft, Möbel von weit entfernten Orten bezogen. Die Dienerschaft wurde überaus reichlich bezahlt und der Herr übte auch sonst eine große Wohltätigkeit aus. Schätzungen zufolge hat das Paar in den rund 30 Jahren in Hildburghausen und Eishausen zwischen 300.000 bis 500.000 Gulden ausgegeben - nach heutigen Maßstäben entspricht dies einer Summe von 12 bis 20 Millionen Euro.

C = Ort des Hauseingangs des Radefeldschen Hauses (Buchstabenwortwert)
Position:N 50° 24.969 + C   E 10° 43.464 + C

Dieses Leben, dass in seiner Zurückgezogenheit so untypisch und damit auch auffällig war, endete erst mit dem Tod der Dame nach 30 Jahren. Nach längerer Krankheit starb sie am 25. November 1837. Der Herr ließ sie an einem ihrer Lieblingsplätze, einem Berggarten in Hildburghausen oberhalb des "Hauses Schulersberg", in einem gemauerten Steingrab beisetzen. Von den Behörden gezwungen, Angaben zur Identität der Verstorbenen zu machen, gab Vavel schließlich an: "Name: Sophia Botta. Stand: ledig. Geburtsort: Westfalen. Wohnort: Eishausen. Alter: 58 Jahre. Ledig oder verheiratet: ledig. Zeit des Ablebens: den 25. November 1837." Er bat jedoch darum, diese Angaben bis zu seinem eigenen Ableben geheim zu halten, was auch geschehen ist. Um das Grab herum befinden sich in den Boden eingelassen Stufen aus Rundholz. Wieviele sind es?

D = Anzahl der Rundholz-Stufen um das Grab herum
Finale:X = A + B + (C · D)
Position:N 50° 22.326 + X   E 10° 40.788 + X
Wichtig Die Gesamtzeit für alle Stages inklusive Finale beträgt ca. 1,5 Stunden. Für Ortsunkundige ist es empfehlenswert die bereitgestellten Bilder zu verwenden um die richtigen Gebäude zu finden. Für alle Berechnungen sind die Winkelminuten als fünfstellige Zahlen zu sehen, d.h. aus 25.565 wird 25565 (Beispiel: A = 1111; N 50° 25.565 + A = N 50° 26.676).
Quelle: Alle Angaben und Bilder entstammen, nach freundlicher Genehmigung, der Homepage des Interessenkreises Dunkelgräfin Hildburghausen. Weiterführende Informationen unter www.dunkelgraefin.de.
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