E L B U S - Elektrische Bahn
Unterach-See
Erinnerung an ein fast vergessenes
Verkehrsmittel
Der
Attersee und der Mondsee sind nur durch eine rund 4 km breite
Landenge getrennt. Die Seeache verbindet den Mondsee mit dem
Attersee. Bereits im Jahr 1870 wurde auf dem Attersee eine
Linienschiffahrt, 1873 auch auf dem Mondsee aufgenommen. Die
beiden Betriebe wurden durch eine Pferdeomnibuslinie
miteinander verbunden.
Anzumerken ist, dass es damals noch keine
ausgebaute Strassenverbindung rund um die beiden Seen gab. Der
Wasserweg war die Hauptverkehrsader.
Um die Verbindung zwischen diesen beiden
Verkehrswegen und vor allem auch die Durchgängigkeit der Verbindung
nach Salzburg zu verbessern wurde im Jahr 1907 eine Konzession zum
Bau einer elektrischen Lokalbahn von Unterach nach See am Mondsee
erteilt. Der Bau der elektrischen Lokalbahn Unterach – See „ELBUS“
wurde im April 1907 begonnen und bereits im August 1907 erfolgte
die Inbetriebnahme. Die gesamte Steckenlänge betrug lediglich 3,24
km.
In Betrieb war immer nur ein Triebwagen, der
je nach Bedarf mit einem oder mit zwei Anhängern behängt wurde. Der
Betrieb pendelte sich nach einem Anfangsintervall von 18 Zugpaaren
bei 7-9 Zugpaaren pro Tag ein. Entsprechend der Betriebszeiten der
Dampfschiffahrt verkehrte auch die Bahn saisonal von Juni bis
September. Während des Krieges wurde die Schiffahrt durchgehend und
der Bahnbetrieb bis Ende Oktober aufrecht erhalten. Nach Kriegsende
wurde bereits im Oktober 1945 der Betrieb wieder aufgenommen.
Allerdings konnte die Bahn durch die Autobuslinie Unterach-Salzburg
und die veränderten Reisegewohnheiten – die klassische
Sommerfrische am Attersee konnte von den meisten nicht aufrecht
erhalten werden – nicht mehr rentabel betrieben werden. Im Jahre
1949 wurde die Linie stillgelegt, 1951 wurde die Strecke
abgetragen.
Heute ist von der Bahn fast nichts mehr zu
sehen, es lohnt sich aber trotzdem auf deren Spuren zu wandeln und
eine schöne Wanderung zu unternehmen.
Wir starten unsere Entdeckungsreise im
Zentrum des Ortes Unterach.
Stage 1: „Landungsplatz Unterach am
Attersee“ N 47 48.249 E 013 29.377
Hier befand sich vor dem Hotel „Goldener
Anker“ der Startpunkt der Bahnstrecke. Passagiere der Dampfschiffe
konnten mit nur wenigen Metern Fußweg direkt in den bereitstehenden
Zug einsteigen.
Heute ist der Anlegeplatz für die Schiffahrt
noch in Betrieb, von der Bahn ist nichts mehr zu sehen. An den
Koordinaten von Stage 1 finden wir eine interessante Gerätschaft.
Wozu dient diese?
a)
Messung des
Luftdrucks A=1
b)
Messung der
Lufttemperatur A=3
c)
Messung des
Wasserpegels A=5
d)
Messung des
Wasserdrucks A=7
Nun gehen wir weiter und wollen der
ehemaligen Trasse der Bahn folgen. Wir gehen auf der Hauptstrasse
in Richtung Westen. Nach ca. 300m biegt die Trasse in die
Elisabethallee ein. Der Allee folgend gehen wir weiter bis
zu
Stage 2 „Wagenhalle - Rückseite“ N 47
48.173 E 013 28.986
Wir stehen nun hinter der ehemaligen Remise
(Foto am Beginn der Seite) in klassischem "Schönbrunner Gelb"
gestrichen, auch wenn die Farbe bereits ein wenig blass wirkt. Wie
viele Fenster hat das Gebäude auf der Rückseite (ein Fenster kann
aus mehreren Segmenten bestehen)? (B)
Um die Remise von vorne betrachten zu können
umrunden wir diese der Elisabethallee weiter folgend. Bitte nicht
den Trampelpfad neben dem Gebäude nutzen. Die Remise steht auf
Privatgrund.
Stage 3 „Kraftstation“ N 47 48.158 E 013
28.904
Wir stehen
nun vor der Remise, bzw. vor der ehemaligen Kraftstation der
Bahn. Jedes Mal wenn die Bahn die Fahrtrichtung ändern wollte,
musste in der Kraftstation eine Umpolung der Fahrleitung
durchgeführt werden. Vor wenigen Jahren wurde die ehemalige
Kraftstation zu einem kleinen Gasthaus umgebaut. Auf einer der
Seitenwände sehen wir ein Bild der Bahn. Bilde die
Ziffernsumme der ersten vierstelligen Zahl (einfache Bildung,
Zahl ev. mehrstellig). (C)
Die Remise ist äußerlich
nahezu unverändert erhalten und wird heute als Busgarage
genutzt.
Wir wollen nun weiter zur Endstelle am
Mondsee wandern. Ich empfehle den wunderbaren Wanderweg an der
Seeache entlang, beginnend bei N 47 48.119 E 013 28.950. Dieser Weg
entspricht nicht der Bahntrasse, denn diese führte noch ein paar
hundert Meter der Strasse entlang und dann querfeldein auf einem
Damm in Richtung Mondsee. Von der alten Strecke ist heute in diesem
Bereich nichts mehr zu entdecken, wir wollen den wunderschönen
Wanderweg wählen.
Am Mondsee angekommen gehen wir weiter
zu
Stage 4 „Landungsplatz See am
Mondsee“ N 47 48.270 E 013 27.012
Hier stand
der „Norwegerpavillon“. Dieses Holzgebäude wurde im
norwegischen Stil gestaltet und beherbergte einen
Restaurationsbetrieb und diente vor allem auch als Wartehalle.
Vom Pavillon ist heute leider nichts mehr erhalten. Auch die
damals vorhandene Umsteigemöglichkeit in die
Mondsee-Schifffahrt (mit Anschluss an die SKGLB nach Salzburg
und Bad Isch) ist heute nicht mehr vorhanden.
Als
"Wartehalle" bietet sich heute ein anderes Objekt an. Wie viele
Buchstaben stehen zwischen den beiden Anführungszeichen auf dem an
der Ecke hängenden beleuchtbaren Schild? (D)
Der Cache
Den Cache findest du bei
N 47 48.249+(4 x A+2 x B+2 x C)
E 013 29.377-(18 x A+B+100 x C+70 x
D)
Für den Rückweg nach Unterach könntest mit
der ELBUS fahren – wenn sie denn noch fahren würde... Das Bild
links zeigt einen noch erhaltenen Triebwagen, der als historischer
Zug auf der Bahn Attersee - Vöcklamarkt eingesetzt wird.
Tja, da bleibt dir dann nur der auch sehr
schöne Rückweg zu Fuß. Wenn du noch nicht ganz ermattet bist,
bietet sich der Kaplanweg an.
Apropos Kaplan – da gibt’s doch den
2-Seen-Themenweg zu Viktor Kaplan. Könnte man da nicht auch
noch…
A=______
B=______
C=______
D=______
Die einfache Weglänge (Stage 1 bis Cache)
beträgt ca. 4km. Der Höhenunterschied ist zu vernachlässigen. Alle
Wege sind mit Kindern, bzw. -wägen gut zu bewältigen.
Hinweis für Geh- und Naturphobiker: Alle
Stages mit dem Auto erfahrbar. Lediglich zum Heben des Cache ist
ein Verlasssen des Autos empfehlenswert.