Christuskirche in Essen - Altendorf
Der mächtige Aufschwung von Industrie und Bergbau im Essener
Westen gegen Ende des 19. Jahrhunderts machte die Gründung einer
eigenen Gemeinde und die Errichtung einer Kirche erforderlich. Die
Firma Friedrich Krupp schenkte ein entsprechendes Grundstück. Im
Jahr 1901 wurde der Kirchbau begonnen. Grundsteinlegung war am 3.
November 1901.
Die Altendorfer Christuskirche wurde am 26. Juli 1903 feierlich
eingeweiht. Zugleich mit der Kirche wurde die Walker-Orgel gebaut.
Sie erhielt auf der Empore ihren Platz.
Im Zweiten Weltkrieg, bei einem Bombenangriff im Januar 1943,
wurde die gesamte Dachkonstruktion der Christuskirche zerstört,
Fenster und Orgel erheblich beschädigt. Bei einem zweiten, heftigen
Bombenangriff am 26. Juli 1943, dem fast das ganze Umfeld der
Kirche zum Opfer fiel, wurde das Kirchengebäude endgültig zerstört,
auf den Tag genau 40 Jahre nach ihrer Einweihung.
Mit großem Einsatz vieler Helferinnen und Helfer aus der
Gemeinde und vieler Spender konnte im Jahr 1952 mit dem
Wiederaufbau der Christuskirche begonnen werden. Trotz erheblicher
Zerstörung waren etwa 30 Prozent des Kirchbaus erhalten geblieben,
deshalb lag der Plan der alten Kirche dem Wiederaufbau zugrunde.
Dabei wurde der Innenraum verändert. Die langen Seitenemporen
fielen weg. Stattdessen nimmt eine Orgelempore die ganze Breite
über dem Eingangsbereich ein. Das einzige, was an die Zerstörung
erinnert, ist der fehlende Turmhelm.
Aber das mag ein Mahnzeichen bleiben,schrieb der damalige
Gemeindepfarrer Fritz Bachmann an den Präses der Rheinischen
Kirche. Präses D. Held nahm am 26. Juli 1953 (genau zehn Jahre nach
der Zerstörung) unter großer Beteiligung der Gemeinde die
feierliche Einweihung der wieder aufgebauten Christuskirche
vor.
Zu Beginn des Jahres 1956 konnte auf der Empore mit dem Aufbau
der neuen Schuke-Orgel begonnen werden. Diese wurde im April 1956
eingeweiht.
Im Jahre 2001 wurde damit begonnen, die Aussenfassade der
Christuskirche zu sanieren. Viele der durch Umwelteinflüsse
angegriffenen Klinker müssen ersetzt und neu verfugt werden. Im
Sommer 2005 waren die Arbeiten am Turm und am Nordgiebel
abgeschlossen.