3 Ausrufezeichen: Heute mal einen kleinen Schlenker nach der Arbeit gemacht, um nach langer, langer Zeit mal wieder nach diesem Cache zu schauen, denn die letzten beiden Logs kamen mir seltsam vor. Der Nichtfund eines lokalen Cachers ist eine Sache, dafür kann es viele Gründe geben. Aber der Einheitslog eines offensichtlichen Powercachers erschien mir noch deutlich merkwürdiger. Warum sollte jemand aus Luxemburg ausgerechnet dieses Rätsel lösen und sich hierher verirren?
Nun, für beide Logs gibt es einen sehr banalen Grund: Rhönbussard konnte die Dose nicht finden, weil sie nicht mehr da ist – und 2roadrunner ist nie auch nur in der Nähe dieses Ortes gewesen. Denn wenn man sich das ehemalige Versteck anschaut, wird schnell klar, dass hier schon seit vielen Monaten keine Dose mehr gelegen haben kann. Es ist schlicht und einfach physikalisch unmöglich geworden.
Den Log von 2roadrunner haben wir selbstverständlich gelöscht. Jetzt hat der arme Kerl nur noch 70.723 Funde. Er wird es verkraften, denn mit der bewährten Methode „Einfach mal irgendwas loggen, wird schon keiner merken, dass ich nicht im Logbuch stehe“ lässt sich der Zähler ja beliebig in die Höhe schrauben...
Aber ist das überhaupt noch Geocaching, wenn man vorm PC sitzt und sich aus der Ferne in irgendwelchen virtuellen Logbüchern verewigt, die man nie in natura aufgeschlagen hat? Caches in der Statistik zu haben, die man nie gefunden hat, mit Rätseln zu prahlen, die man nie gelöst hat, und von Orten zu schwärmen, die man nie besucht hat – das alles stelle ich mir sehr armselig vor. Wenn man etwas länger darüber nachdenkt, ist es fast bemitleidenswert.
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