ACHTUNG: Das Ende dieses Caches droht immer wieder mal. Daher habe ich die Koordinaten der ersten drei Stationen nun öffentlich gemacht. Es würde mich ehrlich freuen, wenn Ihr die Runde trotzdem abgeht (sind nur ein paar Meter) und die Geschichte zu den Stationen lest. Also: Es darf gelesen werden, erst ab Station 3 muss man suchen!
Erlebt Geschichte in Zeitraffer und folgt mir auf den Spuren der Römer! Mehr als 1.000km und 60 Jahre in rund 30 Minuten!
Passus I - N52°16.308 E008°03.360 Die Reise beginnt im Jahre 49 v. Chr. an der kleinen Brücke über den Rubikon, den Grenzfluss zwischen Gallia cisalpina und dem eigentlichen Italien, das kein römischer Feldherr mit seinen Truppen betreten durfte. Caesar sprach hier die berühmten Worte: "Etiam nunc regredi possumus; quod si ponticulum transierimus, alea iacta est!" - "Noch können wir zurück; haben wir diese kleine Brücke überschritten, ist der Würfel geworfen!". Das Überschreiten mit einem ganzen Heer führte zum Bürgerkrieg und zur offenen Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Gnaeus Pompeius Magnus (s. Bild), der 1,5 Jahre später in der entscheidenden Schlacht von Pharsalos durch das stark unterlegene Heer Caesars besiegt und vertrieben wurde. Nach genauer Beobachtung der Brücke finde ich eine neue Spur und begebe mich auf eine Reise mit einigen Stationen der römischen Geschichte um die Geburt Christi.
Passus II - N52°16.307 E 008° 03.211 Einige Jahrzehnte später, 15 v. Chr. - ich befinde mich etwa 450km nördlich des Rubikon. Vor mir steht der mächtige Wachtturm des berühmten Römerlagers Partanum (das heutige Partenkirchen), das hier angelegt wurde, nachdem die Römer die Kelten unterwarfen. Und das bereits jetzt, obwohl die Region erst 200 Jahre später durch den Bau eines zweiten Straßenzweigs zur Via Claudia Augusta immens an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen sollte. Nach kurzem Einhalt, um das Bauwerk und seine Einfriedung zu betrachten, geht die Reise weiter.
Passus III - N52°16.348 E08°03.233 Vier Jahre später, 11 v. Chr. - von Partanum aus bin ich 400km Richtung Nordwesten gereist und erreiche eines der bedeutendsten Römerlager dieser Zeit: Das stark befestigte und schwer bewachte castra bonnensia, erbaut durch Drusus, Stiefsohn des Augustus. Dieser ließ auch die nahe gelegene Brücke über den Rhein erbauen. Zusammen mit dem umgebenden Lagerdorf und der gerade entstehenden zivilen Siedlung vicus bonnensis (dem heutigen Bonn) werden hier in den nächsten 200 Jahren über 10.000 Menschen leben. Oh, die Wechselstuben sind geöffnet. Also schnell die Sesterzen polieren!

Passus IV - Finis: Die Schlacht 20 Jahre sind vergangen, 200km Weg in nördlicher Richtung liegen hinter mir. Wir schreiben das Jahr 9 nach Christus. Die römischen Legionen XVII, XVIII und XIX sind unter der Führung von Publius Quinctilius Varus auf dem Weg vom Sommerlager ins Winterquartier. Den kilometerlangen Tross verstärken drei Reitereinheiten und sechs Kohorten (je 1/10 einer Legion). In den dichten Wäldern des Teutoburger Walds geraten sie in einen verhängnisvollen Hinterhalt, den einer ihrer besten Männer gestellt hat. Als Mitglied des equester oro auf gleicher Stufe mit Vergil oder Ovid genannt, Offizier in römischen Diensten, Kommandeur der römischen Hilfstruppen: Arminius!
Unfassbare 15.000, vielleicht sogar 20.000 römische Soldaten und viele tausend Reit-, Zug- und Lasttiere werden die unwegsamen Wälder nicht wieder verlassen. Die Schlacht ist in vollem Gange. Direkt vor mir steht ein römischer Legionär. Dicht neben ihm eine Furche im Boden, versucht er sich mit seinem Scutum vor dem Angreifer zu schützen. Das Schild nach oben gerissen steht er da. Er ist fast der einzige, der sein Gladius (Kurzschwert) noch in der Hand hält. Alles dreht sich. Mir wird schwarz vor Augen, als ein germanischer Hüne ihm seinen Framen durch die Brust treibt.
Post Scriptum Arminius: Cheruskerfürst, Meisterstratege, Nationalheld. Er vernichtete beinahe ein Achtel des gesamten römischen Heeres in einer einzigen Schlacht. Varus hatte sich bereits das Leben genommen, als ein verzweifelter Ruf aus dem Mund des Kaisers Augustus dringt: "Vare, Vare, redde mihi legiones meas!" - "Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück!"
Quellen: bonnensia.de / burgendaten.de / focus.de / imperium-konflikt-mythos.de / wikipedia.de