Hygrometrische
Cacher
1.
Einleitung
Wer von euch
kennt das nicht, man irrt durch den Wald, läuft von Station zu
Station, löst Rätsel, klettert an Stellen, die man sonst wie
erklommen hätte und findet dann letzt endlich einen Schatz und der
steckt in einer Tüte. Dann
wir es meistens etwas ekelig, den Schatz aus der Tüte zu bekommen.
Das Thema an sich ist nicht neu. Schon die Abhandlung von
Vascodagama et al. (2006) nimmt sich dieses Themas an. Auch die
Untersuchungen
von
sqrt (2006) kommen zu dem gleichen Ergebnis. Die Ergebnisse
wurden in einem Review veröffentlicht
(
siehe Plastiktüten und andere Ekelfaktoren von West468). Auf
Grund dieser Abhandlungen kann die These geäußert werden, dass der
Gebrauch von Plastiktüten oder anderen Umverpackungen als Schutz
einer Cache-Dose erläßlich, wenn nicht sogar kontraproduktiv ist.
Als positives Beispiel, dass in den letzten Tagen von uns
untersucht wurde, sein der gut gemachte, unterhaltsame,
tütenlose, lackierte Normdosen
(Lock-Lock) Schatz "Die
Marburg"
(GC1MRJT) von
Quästor erwähnt.Ein Beispiel von
dem vielleicht nicht sinnvollen Einsatz einer Tüte konnten wir beim
tatellos und sehr liebevoll gemachten Schatz
von
Henkel1976
"
Der wackelnde Wald"
(
GC1RXZH) machen. Hier wurde ein Tüte zur Tarnung verwendet.
2. Problemstellung
Die oben
beschriebene These würde nach unserem Wissen bis zum heutigen
Zeitpunkt noch nicht wissenschaftlich untermauert. Aus diesem Grund
starten wir ein experimentelles Setup, das zur Aufgabe hat die
These zu untermauern oder zu widerlegen. Zu diesem Zweck werden
zwei vollkommen identische Cache-Dosen am einem Platz im Wald
deponiert. Mindestens einmal im Monat wird der Zustand der
Materialien, die sich in den Dosen befindet, kontrolliert. Wir
erwarten von dieser Untersuchung einen Aufschluss über den Nutzen
oder Schaden, den eine Plastiktüte auf den Inhalt eines Schatzes
hat.
3. Material
und Methoden
2 x
0,9 Liter Behälter eines namhaften Herstellers (Toppits Twist
ZS-Nr. 6534363 New 05/08) gekauft im Edeka
Niederweimar
dichte Ausführung nach Angaben des
Herstellers.
2 x official Geocache Aufkleber
2 x Hinweisschild
Geocache
2 x Geocaching Logbuch
Papier 80g Inkjet + Lase 2574 (Avery ,
Zweckform)
Laminierfolie
(Discounter)
2 x
Bleistift (Ikea)
2 Geocoins
2
Glasspritzen
1 x handelsübliche Tüte "Modissa Ahrens" selbstentsorger.net in 1A
Qualität (Keine Löcher, kaum
Gebrauchsspuren)
alle
anderen Materialien sollten den Versuchsverlauf nicht
beeinflussen
3.1
Herstellung der Logbücher
Die
Logbücher wurden auf Din A4 Papier mit einem Laserdrucker (Kyocera)
gedruckt, geschnitten und geheftet. Die erste und Letzte Seite
wurden laminiert. Jeder Logbucheintrag sollte genormt (DIN EN/ ISO
A6-43) durchgeführt werden.
|
Datum |
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Uhrzeit |
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Name |
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Temperatur |
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Luftdruck (falls
dein GPS anzeigt) |
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Feuchte Dose
Tüte (1-5) |
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Feuchte Dose
ohne Tüte
(1-5) |
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Aus der Dose
entfernt: |
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In die Dose
getan |
|
|
1. trocken, 2.
so gut wie trocken, 3. ein wenig nass, 4. Nass, 5. Schwimmt im
Wasser |
Abbildung 1: Seite des
Logbuchs
3.2
Herstellung des Schatzes
Die Dosen
werden mit je einem Logbuch (siehe Herstellung eines Logbuchs),
einem Bleistift, und diversen Kleinteilen befüllt. Die Dosen werden
entsprechend der Empfehlung des Herstellers verschlossen (Abb. 2).
Dabei wird der Deckel mit der roten und blauen Markierung über die
Blau Markierung an der Dose gesetzt. Dann wird im Uhrzeigersinn so
lange gedreht, bis die blaue und die rote Markierung am Deckel mit
der roten und der blauen Markierung an der Dose übereinstimmen
(Abb.3). An der Aussenseite der Behälter wird eine "Official
Geocache"-Aufkleber angebracht. Eine Dose (mit Tüte) wird in die
Tüte verpackt. Die andere Dose (ohne Tüte) wird nicht
verpackt.
Abbildung 2: Die Prüflinge von oben (Bild links) und von der Seite
(Bild rechts)
Abb. 3: Verschlussmarken an der
Dose
3.3 Exposition
der Dosen
Beide Dosen
werden zur gleichen Zeit ausgebracht. Der Ort an dem die Prüflinge
ausgebracht werden sollte, muss folgende Kriterien
erfüllen:
1. Er
sollte zu allem Jahreszeiten zu erreichen
sein.
2. Er sollte
auch motorisiert zu erreichen sein (Ein gewisser Fußweg kann ich
kauf genommen
werden)
3. Der
Prüfort sollte ein gewisses Maß an Feuchtigkeit aufweisen und einem
klassischen Cache-Versteck entsprechen. Tarnung mit Steinen oder
Hasengrill.
4. Der
Prüfort darf in einem landschaftlich attraktiven Gebiet
liegen
5. Der
Prüfort darf an einem Ort liegen, der neben den exakten
Prüfbedingungen auch für das Gemüt des Prüfers etwas
liefert.
6. Der
Prüfort sollte so gelegen sein, dass die Kontrolle der Prüflinge
muggelfrei erfolgen
kann.
7. Der
Prüfort sollte 161m von anderen Prüforten entfernt
sein.
8. Der
Prüfort muss 1948 gekennzeichnet
worden sein. (Datum der Erprobung als Prüfstelle, damals
durch
R.H.)
9. Auch
Doggels sollten den Prüfort erreichen
können.
10.
Transporteinrichtungen wie Kinderwagen sollten bis zum Prüfort
transportiert werden können.
Die Prüflinge wurde an den Prüfort gebracht,
mit dem Deckel zum Boden in
der Mulde postiert und mit Steinen, Laub und einem Ast bedeckt, um
die geforderten mikroklimatischen Bedingungen (siehe 3.) zu
schaffen (Abb.4).

Abbildung 4: Der
Prüfort.
3.4
Kontrolle der Prüflinge
Die
Prüflinge sind im nahen
Umfeld der angegebener Position zu suchen. Die Steine und
das Laub werden entfernt. Die Prüflinge werden von aussen
inspiziert. Sind die Verschlussmarken noch an der angegebenen
Position oder hat ein Tier oder ein Muggel versucht die Dose zu
öffnen? An der Aussenseite der Prüflinge befindet sich eine 100ml
Skalierung. Hier kann schon zu diesem Zeitpunkt abgelesen
werden, wie viel ml Flüssigkeit sich in der Dose befinden.
Nun kann die
Dose geöffnet werden. Das Logbuch wir untersucht. Eine
Protokollseite im Logbuch wird aufgeschlagen und die einzelnen
Punkte (siehe Abb. 1) werden wahrheitsgetreu beantwortet. Im besten
Fall wird das Protokoll von einer zweiten Person (auch Gastcacher
sind zugelassen) überprüft und abgezeichnet. Die Aufzeichnungen
sollten DIN/ISO EN 17025 entsprechen (Die Certifizierung der
Prüfstelle wird
angestrebt).
Das
Protokoll-Buch wird zurück in den Behälter gegeben. Nun können
Kleingegenstände, die sich im Behälter befinden entnommen werden.
Ferner können auch zu testende Kleingegenstände in die Behälter
gegeben werden. Dabei ist peinlich genau darauf zu achten, das aus
jeden Behälter der gleiche Gegenstand entnommen wird und das auch
in beide Behälter die gleichen Gegenstände gelegt werden. Also auf
platt - es muss immer das gleiche Zeug in beiden Prüflingen
vorhaden sein. Auf keine Fall dürfen Silika-Kissen in die Behälter
gelegt werden, da diese das Prüfergebnis verfälschen würden. Die
Prüflinge werden gemäß 3.2 und 3.3 wieder an den Prüfort
verbracht.
Ergebnisse und
Diskussion
Folgt nach
erster
Messung.
Verweise:
GCYAPR sqrt
2006
GCTQJA
Vascodagama 2006

[EN] English
translation is more or less impossible, because it seems to be a
very german cache. Sorry for that!