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Die Ohrebrigger Traditional Cache

This cache has been archived.

MorgentauMz: kaum neue dose gelegt schon wieder weg,
zum Glück schaute ich nochmal nach daher wird er archiviert

Platz für neues ;)

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Hidden : 8/29/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

kleiner drive in, zu einem schönen Plätzchen in Ingelheim, die Koordinaten weichen ein wenig ab, aber mit ein bissl schauen findet man ihn gut,er ist im Tor!


e>Die Ohrenbrücker

Oben in der Edelgasse und unmittelbar dabei hatten Adelsfamilien wie die Grafen von Ingelheim, die Herren von Horneck, von Buseck, von Rodenstein, von Wallbrunn, von Sponheim, von Saulheim und andere mehr ihre Höfe. Die Höfe brauchten Personal. Also siedelte man es „über der Bach“ an, und das noch vor dem Bau der Ringmauer. So könnte die Ohrenbrücke als untere Verlängerung der Edelgasse jenseits der Selz entstanden sein. Die kleinen Häuschen der Geringsten standen später also außerhalb der Mauer und die Menschen, die darin wohnten, außerhalb der Gesellschaft. Und wenn fremden Fahrensleuten die Tore der Ringmauer verschlossen blieben, dann fanden sie immer noch Aufnahme in den dürftigen Herbergen „vor der Ohrenbrücke“. Und Spielleute, Gaukler, Händler und anderes fahrendes Volk hinterließen im Verlauf der Jahrhunderte hier unverkennbare Spuren in Form von Nachkommen. Drei Zigeunersippen hatten hier über viele Generationen hinweg ihr Standquartier. In der NS-Zeit wurden Mitglieder dieser Sippen in KZs gebracht.

Stets waren hier auch einige Kleinbürgerfamilien ansässig. Im 16. Jahrhundert wohnte der Junker Haberkorn mit seiner Familie hier. Mittelpunkt der Ohrenbrücke war jahrhundertelang der Röhren-Laufbrunnen. Viele noch heute lebende Bewohner konnten hier an den Abenden das starke Arbeitspferd des Landwirts Karl Kopp und die kleinen Zigeunerpferde der Ohrenbrücker Landfahrer beim Tränken erleben. Frauen und Mädchen kamen mit Eimern und Kannen zum Brunnen und verweilten hier zu einem Schwätzchen. Am Brunnen war das – wie man heute sagen würde – Kommunikationszentrum der Ohrenbrückbewohner.

Mitte der 1920er Jahre platzte die Ohrenbrücke aus allen Nähten. Einige weitere wohnsitzlose Familien hatten sich dazwischengedrängt und auch der Wandertrieb in den Frühjahrsmonaten brachte keine spürbare Entlastung mehr. Da sah sich der Ober-Ingelheimer Bürgermeister Wilhelm Bauer zu einer außergewöhnlichen Maßnahme veranlasst. Die „Ingelheimer Zeitung“ berichtet darüber: „Notwohnungen. Ober-Ingelheim, 2. September 1926. Die Gemeinde Ober-Ingelheim hat bei der Direktion der Reichseisenbahn 3 Eisenbahnwagen für Wohnzwecke bestellt“. Und aus dem entsprechenden Ratsprotokoll gehr hervor, dass diese Wagen als Behelfswohnungen für 3 kinderreiche Familien bestimmt waren. Die Wagen wurden noch im Herbst 1926 zwischen dem Ohrenbrücker Tor und der Selzbrücke auf vorbereitete Sockel gestellt und an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen. Ein dreigeteiltes Freiluft-Plumpsklo war auf der Rückseite gezimmert worden. Rund 30 Menschen wohnten hier in äußerst primitiven Verhältnissen bis etwa 1938.

Da die Ohrenbrücker in Ingelheim sehr bekannt sind, dachte ich mir ich zeig mal die schöne Seite dieser Gegend.


Additional Hints (Decrypt)

fpunhg rvasnpu vz Csrvyre anpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)