|

|
"Du, Tante Siegi, was macht man eigentlich beim Wallfahren?" Diese Frage führte dazu, dass Frau Gasperi einen insgeheim schon lange gehegten Wunsch in die Tat umsetzte und mit ihrem Taufkind Hubert zu Fuß von Eisenerz über die Ramsau und den Radmerhals ins Radmertal aufbrach, um ihm den Sinn einer Wallfahrt näherzubringen. Hubi, wie Hubert immer gerufen wurde, war von der Idee begeistert. Auch wenn er schon beim ersten steilen Anstieg hinein in die Ramsau das erste Mal darüber nachdachte, ob es vielleicht doch ein bißchen zu anstrengend ist, hielt er tapfer durch und als er am Radmerhals sah, dass es von nun an bergab ging, war er wieder voller Freude. Jetzt hatte er auch wieder genügend Puste um seine Tante auszufragen. "Wie ist das jetzt mit dem Wallfahren?"
"Wallfahrten", sagte die Tante, "gibt es schon so lange, wie es Menschen gibt, die an einen Gott glauben. Sie reisen an heilige Orte, besuchen die Gräber der Heiligen, verehren Reliqien und beten vor ihnen. Dadurch fühlen sie sich Gott ganz nah. Wallfahrten gibt es eigentlich in allen Religionen."
"Und müssen alle, so wie wir zu Fuß gehen?" - "Nein, nicht unbedingt. Aber könnten wir uns dann so gut über das Wallfahren unterhalten? Das Erleben des Weges, die Gebete in der Natur, das alles macht eine Wallfahrt viel intensiver." Huberts Tante erzählte ihm von den großen Pilgerbewegungen des Mittelalters. "Die Pilger nahmen die Strapazen nicht nur auf sich, um Gott zu ehren, sondern auch aus Neugier und Wissensdurst. Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela waren die Hauptpilgerorte. Viele Orte, an denen die Menschen Heil erfahren konnten, kamen dazu. Mir fallen da Lourdes, Mont Saint Michel oder Mariazell ein."
So gingen die beiden einen ganzen Tag, bis sie Radmer an der Stube erreichten und sie die Spitzen Türme der Wallfahrtskirche hoch in den Himmel ragen sahen. Auch wenn erst am nächsten Tag der Gottesdienst stattfand, wollte Hubert noch unbedingt zur Kirche hinauf. Diesmal war es seine Tante, die schon über ihre müden Füße klagte.
|
Frage A
Wandle den Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes in eine Zahl um. |
Als sie oben am Kirchenvorplatz waren, sahen sie den Antoniusbrunnen. "Hubi, schau einmal in den Brunnen hinein. Da siehst Du am Grund des Beckens das Bild deiner zukünftigen Frau", sagte Tante Siegi. "Ich sehe nur Münzen", sagte Hubert und wollte sich eine Münze herausfischen. "Wer fischt, verschmutzt nicht nur das Wasser, sondern auch das ___________."
|
Frage B
Aus wie vielen Gliedern besteht die Kette? |
"Das ist übrigens der Heilige Antonius von Padua, der da oben am Brunnen steht. Wenn wir in die Kirche gehen, kannst Du Fresken von seinem Leben und von den Wundern, die er gewirkt hat, sehen." Vor der Kirche blieb Hubert noch einmal stehen und blickte zu den Statuen über dem Portal. Wer ist der Heilige mit der Kette? "Der heilige Leonhard", sagte Huberts Tante. "Wer glaubst Du, ist der andere?"
|
Frage C
Wie viele Feuerwehren waren an der Brandbekämpfung beteiligt? |
Leider war die Kirche schon geschlossen und so schauten sie sich noch ein wenig draußen um. Sie gingen rund um die Kirche und Hubert sah einen Wegweiser: "Platz des Lebens" und darunter "Sonnenuhr". "Gehen wir da hin?", fragte Hubert. "Als ich das letzte Mal hier war, gabs da keine Sonnenuhr. Das möchte ich mir auch anschauen". Am Weg zum "Platz des Lebens" kamen sie noch an einer Tafel vorbei. Tante Siegi blieb stehen und meinte: "Der Kirchenbrand 1951 war eine schreckliche Katastrophe."
|
Die Jausenbox liegt bei
N47° 32.A(B-A-1)(D-1)
E014°45.A(B-D-3)(C-B-D) |
"Ich hab Hunger!", sagte Hubert. "Wir können uns ja hier hin setzen und noch etwas Jausnen, bevor wir wieder runter gehen und uns ein Nachtquartier suchen." Tante Siegi packte die Jausenbox aus und die beiden ließen es sich schmecken, wärend die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand. Morgen würden sie einen anstrengenden Tag vor sich haben. Doch sicherlich einen sehr schönen.
|