


Der 800 jährige Mansfelder Kupferschieferbergbau hat aus seinem untertägigen Wirken taubes Gestein nach über Tage fördern und dort verkippen müssen. Waren es im Altbergbau noch geringe Mengen, so wurde mit der Entwicklung der Abbautechnologie eine erhöhte Förderung möglich und auch andere Lagerformen nötig. Heute lagern auf der Spitzkegelhalde rund 15 Mio. Tonnen taubes Gestein auf einer Fläche von ca. 12,6 ha. Mit einer Höhe von 145m ist sie 7m höher als die ägyptische Cheopspyramide bei Kairo. Die Haldenspitze befindet sich bei 405m ü. NN. Auf der Halde lagern Gesteine des Zechsteins, Rotliegend und Oberkarbon.
Die Spitzkegelhalde „Hohe Linde“ ist die Abraumhalde des Thomas-Müntzer-Schachtes. Nachdem die Brühltalhalde an ihre Kapazitätsgrenze stieß, musste eine neue Haldensturzanlage für die zu erwartende Großproduktion des Schachtes geschaffen werden. Da in unmittelbarer Schachtnähe kein geeigneter Standort vorhanden war, wurde das ca. 1km nördlich des Thomas-Müntzer-Schachtes liegende Areal um die „Hohe Linde“ dafür vorgesehen. Um dort einen Bergehaldenbetrieb aufnehmen zu können, waren der Bau einer Hängeseilbahn von 900m Länge mit sechs Stützen (11,6m bis 36m Höhe) über das Brühltal, einer Zwischenstation zur Übergabe der Gondeln von der Seilbahn zum Höhenförderer und einer Höhenförderanlage mit Kippstation notwendig.
Die Teufarbeiten des Schachtes begannen 1944, zunächst noch unter dem Namen „Schacht Sangerhausen“ und welcher später umbenannt wurde in „Thomas-Müntzer-Schacht“.
Der Thomas-Münzer-Schacht erreichte 1949 das Kupferschieferflöz im Niveau der 5. Sohle (455 m Teufe bzw. 269 m unter NN). Von 1950 bis 1953 wurde der Schacht bis 686 m bzw. -500 m NN vertieft. Er hatte bis dorthin folgendes geologisches Profil angetroffen:
- bis 299 m Teufe Buntsandstein (Zuflüsse bis 1 m³/min)
- bis 462 m Teufe Zechstein (ohne Steinsalz, Kupferschiefer im Niveau 5. Sohle)
- bis 470 m Teufe Oberes Rotliegendes (Porphyrkonglomerat)
- bis 686 m Teufe Oberkarbon (Mansfelder Schichten).
Mit der zunehmenden Ausweitung der Abbaugebiete stellte sich mit Wasserzuflüssen ein immer größer werdendes Problem ein. Riesige Mengen Salzwasser strömten in die Stollen und behinderten zunehmend den Abbau des Kupferschiefers. Die Zuflüsse waren so stark, dass 1983 eine Wasserleitung ins Mansfelder Revier gebaut wurde, durch die das Wasser nach dort und dann über einen unterirdischen Stollen weiter in die Saale geleitet wurde.
1988 erreichten die Zuflüsse durchschnittlich 17,5 Kubikmeter pro Minute. Im Folgejahr wurde die Kapazität der Leitung zum Abtransport des Salzwassers noch weiter erhöht. Parallel dazu verließen ganze Eisenbahnzüge, befüllt mit dem extrem salzhaltigen Wasser, den Schacht.
Es zeichnete sich ab, dass man der einfließenden Wassermassen nicht Herr werden würde und gab ab 1988 ein Abbaufeld nach dem anderen auf.
Am 10. August 1990 wurde der Bergbau auf dem Thomas-Müntzer-Schacht dann endgültig eingestellt. Ab 1992 wurden die noch verbliebenen Schachtanlagen geflutet und die Schachtröhren verfüllt.
Aufgabe:
1.) Wie wird taubes Gestein noch genannt?
2.) Welche Teufe in Metern war 1953 erreicht?
3.). Mit welcher Geschwindigkeit wurden die Gondeln 1955 betrieben?
4.) Mache ein Foto mit Dir, Deinem GPS o.a. Worauf die Halde im Hintergrund zu sehen ist und lade es mit in den Log.
Sende mir die Antworten über die Kontaktmöglichkeiten in meinem Profil. Danach kannst Du sofort loggen. Sofern etwas nicht korrekt sein sollte, werde ich mich melden.

