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Mauenheim II - Der Ursprung Traditional Cache

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eigengott: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert.

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Hidden : 9/19/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Mit diesem cache möchte ich Euch zu einem historischen Ort führen, der später zum Namensgeber des heutigen Stadtteils Mauenheim wurden.

Ihr befindet Euch mit oben stehenden Koordinaten vor dem Altenberger Hof. Hier siedelten – so hat man durch archäologische Grabungen herausgefunden - schon die Römer, denn der Platz war zum Siedeln ideal: Auf einer Anhöhe über einem alten Rheinarm, konnte man weit übers Land schauen und war gleichzeitig vor Überschwemmungen geschützt. Das Wasser muss fischreich gewesen sein und das Auenland daneben überaus fruchtbar. Über das Leben dieser ersten Siedler lässt sich leider wenig sagen, da es außer den Fundstücken (Keramikscherben, Brunnengemäuer, Reste einer Heizungsanlage) keine Überlieferungen gibt.

Um 400 n. Chr. verließen die Römer das Rheinland und die Franken kamen durch die Völkerwanderung nach Köln und Umgebung. Es kann sein, dass die nächsten Siedler hier noch Mauerreste vorgefunden haben, sicher ist es aber nicht. Jedenfalls fanden auch die fränkischen Siedler, dass der Fleck sich zum besiedeln eignet. So entstand hier ein bäuerlicher Betrieb der bald den Namen Mauenheim trug.

Über die Bedeutung des Namens ist man sich nicht ganz sicher. So könnte jener erste dort siedelnde Franke den Namen „Mowin“ getragen haben, also „Mowins Heim“. Es könnte aber auch auf den Rheinarm angespielt werden, denn „Maue“ bezeichnet den Ärmel eines Kleidungsstückes („Haus, das am Rheinarm errichtet wurde“). Eine andere Deutung meint, dass das M eine Verkürzung von „Im“ sein kann, dann hieße die Gegend „Im Auenheim“. Etwas schlichter gibt sich die letzte Deutung: Demnach leitet sich „Mauenheim“ von „Marheim“ ab, was einfach „Haus am Wasser“ heißt.

Wie sah nun das fränkische Leben in Mauenheim aus? Auch da weiß man nicht viel zu berichten, außer, dass die dort lebende Bauern zu Adel und Reichtum gekommen sein müssen und sich noch vor 1135 vom Landleben abwendeten und nach Köln zogen. Dort wurde die Familie von Mauenheim (von Mauwenhem, Moveheym) eine einflussreiche Patrizierfamilie. Johann von Mauenheim war Bürgermeister in den Jahren 1422 und 1423. Das Wappen der Familie findet, wer danach sucht, in der Bronzetür des Gürzenich. Im 15. Jh. muss die Familie jedoch ausgestorben sein.

Daran stören wir uns nicht weiter, denn der Ort oberhalb der Fischweiher hat da seinen Namen längst. Die erste Urkunde erwähnt ihn 1199. Und zwar schenkt der Kölner Erzbischof Adolph I. dem Stift St. Kunibert die Ländereien Mauenheim, die ihnen damit zehnt pflichtig sind und verpachtet werden.

Der Reihe nach entstehen drei große Höfe und sechs kleiner Hausmannshäuser, s.g. Mansen. Durch Feuer und andere Verwüstungen werden diese immer wieder zerstört und an etwas anderer Stelle wieder aufgebaut. Einzig der Altenberger Hof behält seinen ursprünglichen Platz bei. Von 1286 bis 1665 findet man neben diesem die Quirinius-Kapelle, die dann abgerissen wird.

Hatte der Altenberger Hof bisher die Bezeichnung Mauenheim, so kommt er jetzt (1432) zu seinem heutigen Namen. Dieser eine Hof wird nämlich an das Kloster Altenberg an der Dhünn verkauft. Dort spricht man vom „Mauenheimer Hof“, in Mauenheim jedoch nur noch vom „Altenberger Hof“

Im 15. Jh. ist das Land nördlich von Köln in „Herrlichkeiten“ unterteilt, die alle dem Kurfürstentum Köln unterstehen. So grenzen an die Herrlichkeit Mauenheim (etwa das heutige Gebiet von Nippes), die Herrlichkeiten Riehl, Merheim und Ossendorf.

In den Mauenheimer Höfen wird gutes und preiswertes Bier gebraut und dort und im Wirtshaus „Om Neppes“ an der Neusser Str. den Kölnern zum Verkauf angeboten. Vermutlich ging es dabei in etwa so zu, wie nachts auf der Zülpicher Str., jedenfalls erlässt der Kölner Rat 1670 das Verbot, dass das Kölner Volk nicht mehr nach Nippes „zum Biersaufen auslaufen“ darf.

Als 1794 die Franzosen das Rheinland besetzen, ist es zu Ende mit der „Herrlichkeit“. Die Gebietsreform ordnet die Herrlichkeit Mauenheim der Bürgermeisterei Longerich zu und die Säkularisierung verlangt die Enteignung der Kirche. Damit werden die Höfe den bisherigen Pächtern verkauft. Mauenheim verschwindet als Begriff von allen Landkarten.

Dann folgte, wie wir alle wissen die preußische Regierungszeit. Da wurde erst einmal Inventur gemacht und vermessen. Dabei stellte sich heraus, dass in Mauenheim, was nunmehr als Weiler bezeichnet wurde, 45 Personen lebten. 62 Jahre später (1878) waren es noch ganze 19. Woran lag das? Nun, die Industrialisierung hatte Nippes – erst nicht mehr als eine Kneipe – einen großen Bevölkerungszuwachs beschert. Die Landwirtschaft wich immer mehr zurück. Schließlich hielt auch noch die Eisenbahn und die zentralen Eisenbahnwerkstätten in Nippes Einzug, so dass sich das alte Mauenheim plötzlich in der Stadt innerhalb von Nippes wiederfand.

Außer dem Altenberger Hof ist noch ein weiterer der drei Höfe erhalten geblieben, der so genannte Contzenhof. Er befindet sich in der Mauenheimer Str. 75. Bitte respektiert die Privatsphäre der dort lebenden Muggel! Außerdem findet Ihr auf dem Boule-Platz neben dem Altenberger Hof noch eine alte Kastanienallee, die auf den Eingang des dritten Hofes zu lief.

So, und jetzt dürft Ihr suchen. Was soll ich noch sagen – an der richtigen Stelle steht Ihr ja bereits.

PS: Die Historiker unter Euch mögen mir verzeihen, wenn mir der eine oder andere Lapsus unterlaufen sein sollte. Ich beziehe mich auf die beiden Bücher „Köln-Mauenheim – Ein Geschichtsbild in Bildern und Geschichten“ von 1993, Herausgeber: Geschichtswerkstatt Mauenheim – VHS, und auf „Von der Herrlichkeit Mauenheim zum herrlichen Mauenheim“ von 1999, Herausgeber: Vorbereitungskreis 800 Jahre Mauenheim. Wer es genauer wissen will, gehe in den Altenberger Hof, dort befindet sich neben dem Bürgerzentrum und einem Biergarten das Stadtteilarchiv Nippes.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bitte beachten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Update: Die Koordinaten haben sich geändert!! Das Versteck auch!!

Koords: N 50°58.119 E 006°56.949

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bitte beachten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Additional Hints (Decrypt)

"Naq fur'f ohlvat..." ynynynnn...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)