Die meisten Menschen im Bezirk kennen den Ort
Weißenbach bei Liezen als Industriestandort für die Produktion von
gipsbasierenden Trockenbauprodukten.
Bis vor 100 Jahren wurden in Weißenbach bei
Liezen Sensen im großen Stile produziert. Die Exporte reichten bis
in das zaristische Russland. Roheisen und -stahl wurden für die
Produktion von Sensen aus Rottenmann und von den Schmelzöfen am
Pyhrn her bezogen.
Handelte es sich bei der Weißenbacher
Sensenschmiede anfänglich noch um einen Kleinbetrieb, der aus einer
Nagelschmiede weiterentwickelt worden war, so vergrößerten die
Besitzer (die Familie Moser) die Anlage stetig und im großen Stile.
1842 produzierte man bereits 25.000 Sensen jährlich; Ende des 20.
Jahrhunderts waren 20 Schmiedegesellen und rund 10 Standknechte,
Rossknechte und ein eigener Viehhalter für das Sensenwerk
tätig.
Zur Hochzeit der Produktion wurden im
Weißenbacher Werk 65 Sensen pro Tag hergestellt. Man arbeitete an
zwei Hämmern und vier Schmiedefeuern gleichzeitig – es
existierten eigene Kohlemeiler. Der Großteil der in Weißenbach produzierten Sensen wurde damals
nach Russland verkauft. Dabei erwarben die Russen die
Schneidewerkzeuge nicht wegen ihrer guten Verarbeitung, sondern
wegen ihres guten Stahles. Im 19. Jahrhundert war es nämlich
aufgrund bestehender Ausfuhrbestimmungen verboten, Rohstahl aus der
Steiermark zu exportieren – daher der Umweg über
Fertigprodukte. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde das Weißenbacher
Sensenwerk verkauft und die Produktion eingestellt.
Heute erinnert nur mehr eine Statue an die blühende Zeit.
In welchem Jahr wurde das Sensenwerk
gegründet?
Notiere das Jahr als A.
Wie viele Sensen wurden in der Hochzeit
hergestellt?
Notiere die Zahl als B.
Wann wurde das Weißenbacher Sensenwerk
stillgelegt?
Notiere das Jahr als C.
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N 47°35.A-1635+B
E 014°12.C-A+282
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