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Göflaner Marmor - Covelano Marble EarthCache

Hidden : 11/1/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Göflaner Marmor - Covelano marble




Entstehung von Marmor:
Marmor entsteht durch metamorphe Umwandlung von Kalksteinen, Dolomiten und anderen carbonatreichen Gesteinen unter Einfluss von hohem Druck und hoher Temperatur infolge hoher Sedimentsauflast und/oder tektonischer Versenkung (Regionalmetamorphose) oder durch Aufheizung im Kontakt mit Gesteinsschmelze (Kontaktmetamorphose). Ein metamorphes Gestein wird als Marmor bezeichnet, wenn es mindestens 50 Volumenprozent Calcit, Dolomit und/oder Aragonit enthält. Wird hauptsächlich das Mineral Dolomit (Ca,Mg)CO3 umgewandelt, spricht man von einem Dolomitmarmor, welche eine seltene Variante ist.
Bei der Kontaktmetamorphose intrudieren granitische oder andere Magmen in die obere Erdkruste. Falls sie die Erdoberfläche nicht erreichen, verbleiben sie in der Erdkruste, kühlen in Magmenkammern über Jahrtausende ab und erstarren zu Granit oder magmatischen Gesteinen ähnlicher Zusammensetzung. Während dieser Phase der Abkühlung können sich karbonatreiche Gesteine in der Umgebung des Granitplutons zu Marmor umwandeln. Bei einer Kontaktmetamorphose herrschen Drücke bis 10 Kilobar und Temperaturen über 400 °C.
Bei der Regionalmetamorphose werden große Mengen an Gestein unter Druck und Hitze ohne Magmenkontakt umgewandelt. Diese Prozesse laufen sehr langsam ab. Dabei können z. B. Marmore mit Richtungsgefüge (spaltrauhe Platten gewinnbar) entstehen. Die bevorzugte Spaltrichtung liegt meist orthogonal zur Richtung der früheren Hauptspannung. Da sich Marmore ab einem bestimmten Druck- und Temperaturniveau duktil verformen, können sie Falten und Fließgefüge zeigen, die bei inhomogener Verteilung der Nebengemengebestandteile als Marmorierung sichtbar sind. Duktil bedeutet in der Geologie, dass sich Gesteine insbesondere der unteren kontinentalen Erdkruste unter tektonischem Stress (Hitze und Druck) nicht spröde, sondern plastisch deformieren.

Der Göflaner Marmor:
Das Göflaner Marmorvorkommen gehört zu einer Linie weiterer vereinzelter Marmoreinlagerungen der Ortler-Alpen in südlicher Tallage des Vinschgaues, die unweit und parallel einer großen geologischen Störungslinie (Periadriatische Naht) angeordnet sind. Diese Marmorvorkommen sind als Band von Laas im Westen bis zum Pustertal im Osten zu verfolgen. Nicht alle zutage tretenden Marmoreinlagerungen dieser Zone waren Gegenstand eines Werksteinabbaus. Sie liegen meist in polymetamorphen Gneisen eingebettet, die im Verlauf ihrer Entstehung einen mittleren bis hohen Umwandlungsgrad erlangt haben. Südlich von Laas tritt neben mylonitisierten Glimmerschiefern, Paragneisen und Amphiboliten der überwiegend weiße Marmor an die Oberfläche (zusammen Laaser Einheit genannt). Besonders in der Jennwand zeigt dieses Marmorvorkommen eindrucksvolle Faltenstrukturen. Diese mächtige Marmoreinlagerung an der Nordostflanke der Ortlergruppe umfasst ein Vorkommen von etwa 500 Mio. Kubikmeter. Es entstand vor 400 Mio. Jahren während der Variskischen Gebirgsbildung als der im Norden von Afrika gelagerte Kalkstein durch die Kontinentalplattendrift in die Gegend von Laas transportiert wurde. Dabei wurde dieser Kalkstein durch Hitze und Druck in ein metamorphes Gestein, einen Marmor verwandelt.


Der Göflaner Bruch:
Der Bruch befindet sich im Hintergrund der Ortschaft Göflan im Göflaner Tal, welches eine von Nordost nach Südwest ansteigende Hochmulde mit einer 1.700 bis 2.000 m hoch gelegenen Almweide und einem darüber befindlichen Wald- und Kahlgelände ist. Im Hintergrund dieser Mulde erheben sich 3 Felswände: das Weißwandl (2.777 m), das Mitterwandl (2.631 m) und die Jennwand (2.950 m). In diesen drei Felswänden und hier vor allem im Mitterwandl befinden sich die ergiebigsten Marmorvorkommen Südtirols. Der Göflaner Marmorbruch ist der höchstgelegenste Marmorbruch Europas . Auf 2.200 müM, eingebettet im atemberaubenden Bergpanorama der Zentralalpen, im Herzen des Nationalparks Stilfserjoch . Aufgrund der Höhenlage, ist nur in den Sommermonaten, wenn der Schnee den Göflaner Marmorbruch freigibt, die Marmorgewinnung möglich. Der Abbau findet in Unter- und Übertagebau statt. Der Göflaner Marmorbruch und sein weißer Marmor können auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Der systematische Marmorabbau im Mitterwandlbruch begann im fernen Jahr 1856. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nur Findlinge verarbeitet. In dieser Zeit waren die Monarchen des Österreich-Ungarischen Kaiserreichs die Hauptabnehmer des Marmors. Sie benutzten den Marmor um Meisterwerke in Auftrag zu geben, welche uns noch heute erfreuen. Früher wurden die Marmorblöcke auf Schleifbäume ("Schloafbam") verladen und mit Seilen ins Tal gebremst. Auf flacheren Teilstrecken kamen Protzen oder Schlitten zum Einsatz. 1882 wurde am Göflaner Berg eine Art Rutschbahn (Steinsäulen) gebaut, mit der die Steine über quergelegte Rundhölzer ("Schwartlinge") geschleift ("g'schluzt") wurden, wobei sie mit um massive, seitwärts in den Boden gerammte Pfosten geschlungenen, dicken Hanfseilen talwärts gebremst wurden. Solche Bremspfosten kann man heute noch entlang des Wanderweges zum Bruch erkennen.
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Die Abbauarbeiten im Göflaner Marmorbruch ruhten von 1921 bis 1959/60. In diesem Jahr begann “Lasa Marmo“ im Göflaner Marmorbruch mit dem Abbau des weißen Natursteines. Die Steinblöcke wurden damals über die Marmorstraße und der Schrägbahn nach Laas transportiert. Lasa Marmo hatte eine rege Abbautätigkeit, bis die Konzessionsrechte 1999 abgelaufen waren. 2005 erwarb die Firma “Tiroler Marmorwerke GmbH” die Abbaurechte am Göflaner Marmorbruch. Im August 2007 wurden diese Rechte auf die Firma “Göflaner Marmor GmbH” übertragen. Ein zeitgemäßer, effizienter und umweltschonender Abbau sind Schwerpunkte im Programm des Familienbetriebes mit Sitz in Schlanders, dem Hauptort des Vinschgaus. Der Marmorbruch liefert jährlich ca. 2.000 m³ weißen Marmor: Göflaner Marmor Schneeweiß, Göflaner Marmor Gold-Ader, Göflaner Marmor Smaragd-Ader, Göflaner Marmor Gold&Silber-Ader, Göflaner Marmor Silber-Ader, und den Vinschger Marmor.
Der Verkauf des Göflaner Marmor erfolgt ganzjährig im firmeneigenen Marmorlager in Schlanders. Bis Ende Oktober ist es zusätzlich möglich den Marmorbruch zu besuchen und die diversen Marmorblöcke vor Ort auszuwählen.

Der weiße Marmor:
Göflaner Marmor ist ein chemisch fast reiner, hochkristallin durchgebildeter Kalkstein von zuckerkörniger Struktur. Seine einzelnen Kleinkristalle sind optimal ineinander verzahnt, gleichmäßig im Korn, hart und druckfest, dabei aber lichtdurchlässig und einwandfrei polierfähig. Durch seine besondere Härte, weist er eine ausgesprochen hohe Kantenfestigkeit auf. Aufgrund der chemikalischen Vorzüge, die eine hohe Wetterfestigkeit begünstigen, kann der Göflaner Marmor, als einer der wenigen weißen Marmore weltweit, auch im Außenbereich verwendet werden.


Um diesen Cache loggen zu können, mache ein Foto von dir und/oder deinem GPS vor dem Kunstwerk nahe den Headerkoordinaten und poste das Bild in deinem Log.
Beantworte folgende Fragen und schick uns diese per mail an simflog@gmx.net (mit deinem GC-Namen als Betreff) zu.

1. Nenne die exakte Meereshöhe (inkl. Kommastellen) von sogenannten “Maschinenhaus”! Du findest diese an einem Schild in der Nähe der Headerkoordinaten.
2. Wie hoch ist der Kalziumkarbonatanteil (Kalzit) des Göflaner Marmors?
3. Fotografiere einen beliebigen Marmorblock, am besten in der Nähe des Eingangs zum Bruch (N 46 34.763 E010 44.007) oder wo du willst. Schätze sein Volumen und berechne sein genaues Gewicht!


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The origin of marble:
Marble is a metamorphic rock resulting from regional or, rarely, contact metamorphism of sedimentary carbonate rocks (either limestone or dolomite rock) or metamorphism of older marble. This metamorphic process causes a complete recrystallization of the original rock into an interlocking mosaic of calcite, aragonite and/or dolomite crystals. The temperatures and pressures necessary to form marble usually destroy any fossils and sedimentary textures present in the original rock. Pure white marble is the result of metamorphism of very pure limestones. The characteristic swirls and veins of many colored marble varieties are usually due to various mineral impurities such as clay, silt, sand, iron oxides, or chert which were originally present as grains or layers in the limestone. Green coloration is often due to serpentine resulting from originally high magnesium limestone or dolostone with silica impurities. These various impurities have been mobilized and recrystallized by the intense pressure and heat of the metamorphism.

The quarry:
The quarry is located in the background of the village Covelano in the Covelano Valley, an alpine trough rising from north-east to south-west with a pasture at heights from 1,700 m to 2,000 m above sea level and a forest and barren land above. Three rock walls rise in the background of this trough: the „Weißwandl“ (2,777 m), the „Mitterwandl“ (2,631 m) and the „Jennwand“ (2,950 m). These three rock walls, but mainly the „Mitterwandl“ wall, hold the most productive marble deposits in South Tyrol.
The Covelano quarry is the highest marble quarry in Europe , located at 2,200 m babove sea level, embedded in the breathtaking mountain scenery of the Central Alps, amidst the Stelvio National Park . Due to the exposed alpine position, marble can only be quarried during the summer when there is no snow. Quarrying takes place in underground and over ground mining.
The Covelano white Marble can look back on a long success story. In 1856 for the first time the systematic quarrying of the white natural stone took place in the Covelano quarry. Up to this point, only boulders had been processed. The clients at that time were the monarchs of the Austrian-Hungarian Empire. From 1921 to 1959/60 the excavating activity was interrupted. After this period the company“ “Lasa Marmo”
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In August 2007 the quarrying rights were handed over to the company “Covelano Marmo Srl".
The up to date, efficient and environmentally sound digging are emphasis of the family enterprise based in Silandro. The quarry produces about 2,000 cubic metres white marble per year:the White Covelano, the White Covelano Gold Vein, the White Covelano Emerald Vein, the White Covelano Gold and Silver Vein, the White Covelano Silver Vein and the White Venosta.
The vending of the white Covelano marble goes on year-round in the depot of Silandro. Till the end of October it’s possible to visit the quarry and to inspect the different qualities of the blocks.


The white marble:
Covelano white marble is a chemically almost pure, highly crystalline limestone with a sugar-grained structure. Its single small crystals are optimally interleaved, show consistent grain, are hard and pressure resistant, and yet translucent and perfectely polishable. Due to its special hardness, it features high edge toughness. Due to its chemical advantages favouring high weather resistance, Covelano marble is one of the rare types of white marble worldwide, which can also be used for external purposes.



In order to log this cache post a picture with you and/or your GPS in front of the column at the headercoordinates and place that picture in your log.
Answer to the following questions and send us the answers by mail simflog@gmx.net (with your GC-name as subject matter).

1. Name the exact (including decimal places) sealevel of the “Machine House”! You can find it on a sign near the header coordinates.
2. How many volumepercent of Calcit, has the Covelano marble?
3. Take a picture of any bloc, maybe at the entrance of the quarry (N46 34.763 E010 44.007) or somewhere else. Estimate its volume and calculate its weight!



Additional Hints (No hints available.)