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Der Zauberer vom Bammertsberg Traditional Cache

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coduck: Aus Zeit- und Landschaftsschutzgründen ab ins Archiv.

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Hidden : 10/10/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Der Zauberer vom Bammertsberg. Ein einfacher Traditional, auch für Kinder.

"Der Zauberer vom Bammertsberg" oder "Überwundene Verwünschung"

Bammental, heute eine stattliche, lebendige Gemeinde, hat eine weit zurück reichende Geschichte. Der Ortsname wurde vermutlich vom Bammertsberg abgeleitet, einem kleinen Bergrücken entlang des linken Elsenzufers.

Dort befand sich vor langen Zeiten ein Steinbruch, der auch Steinplatten für den Häuserbau lieferte. Er war nur schwer zugänglich und von dunklem Wald umgeben. Kein Wunder, dass sich die Leute viele unheimliche Schauergeschichten über diese Gegend erzählten.

So soll dort in einer versteckten Höhle ein Zauberer gehaust haben. Keiner hat ihn je zu Gesicht bekommen. Aber wenn bei den Bewohnern im Haushalt oder im Stall oder auf der Straße irgendeine Ungeschicklichkeit vorkam, wurde dies stets den übersinnlichen Kräften des Zauberers zugeschrieben.

An einem schönen Sonntagnachmittag machten 7 hübsche junge Bammentalerinnen einen fröhlichen Bummel auf einem Waldweg den Bammertsberg entlang. Aber sie kehrten nicht mehr nach Hause zurück! Niemand wusste, wo sie geblieben sind. Alles Suchen verlief ergebnislos. Die Dorfbewohner zweifelten nicht daran, dass der Zauberer sie gefangen hat. So war die ganze Gemeinde von diesem schrecklichen Ereignis betroffen, zumal sich unter den Verschwundenen je eine Tochter des Bürgermeisters, des Gemeindeschreibers und des Polizeidieners befand. In einer bis in die Nacht dauernden Sitzung beschlossen die Dorfältesten, mit einer Schar mutiger Männer die Behausung des Zauberers ausfindig zu machen, ihn festzunehmen und ihn so lange in der Karzerzelle gefangen zu halten, bis er den Aufenthalt der Mädchen preisgab.

Also machte sich am frühen Sonntagmorgen, just eine Woche seit dem Verschwinden der sieben Dorfschönen, ein Trupp kräftiger Männer auf zur Suche. Sie alle hatten sich freiwillig gemeldet und sich mit Mistgabeln, Wellenprügeln und langen Stricken bewaffnet. Tatsächlich fanden sie, nachdem sie das Dickicht hinter dem Steinbruch durchklettert hatten, einen schmalen Höhleneingang, durch den sich höchstens eine Person hindurchzwängen konnte. Wie sollte man nun vorgehen?

Schließlich meldete sich ein mutiger Jüngling, der übrigens schon früher stillschweigend ein Auge auf des Bürgermeisters Töchterlein geworfen hatte, durch die schmale Öffnung ins Ungewisse dieser tiefen Höhle zu steigen. Natürlich war sein Mut auch von Unsicherheit und Angst begleitet. So blickte er noch auf zum Himmel und empfahl seine Seele dem lieben Gott an. Dann ließ er sich mit langem Seil von seinen Kameraden absichern und kroch durch die schmale Öffnung nach unten. Kaum war er abgestiegen, gab es - für ihn wie die außen Wartenden - einen fürchterlichen Knall, als wenn eine Explosion stattgefunden hätte. Dabei erbebte die ganze Erde und im Steinbruch stürzten große Felsbrocken herab. In diesem Moment vernahm der Jüngling flehende Hilfeschreie und er erkannte sofort, dass es die Stimmen der sieben Gesuchten waren. Er stieg, noch immer fest angeseilt, vollends zu diesen hinab. Und nun begann eine - für die damalige Vorzeit spektakuläre Rettungsaktion: Eine nach der anderen und zuletzt er wurden am Seil nach oben gehievt und mit Freudentränen vom Rettungstrupp und den inzwischen herbeigeeilten Angehörigen in die Arme geschlossen. Der eigentliche Retter entzog sich aller Lobhudelei. Man merkte ihm an, dass er stark strapaziert war. Wiederum richtete er seine Blicke gen Himmel, diesmal mit einem ehrlichen Dankgebet.

Die Mädchen erzählten hernach, der Zauberer wollte an ihnen einen Beweis seiner Kunst demonstrieren. Deshalb habe er sie zu Steinplatten verzaubert, auf denen er zum Zeichen seiner Überlegenheit täglich herumgetrampelt sei. Erst als die Höhle entdeckt war, fühlte dieser sich besiegt. Und als der mutige Retter gar in die Höhle eingestiegen ist, sei der Bann gebrochen worden, nicht ohne nochmals mit lauter Detonation die Erde erbeben zu lassen. In diesem Augenblick waren die sieben Jungfern erlöst. Der Zauberer war von Stund an nicht mehr wahrgenommen worden. Er sei vermutlich in eine andere Gegend verschwunden.

Natürlich wurde die Befreiung und Rettung der sieben jungen Bammentalerinnen in einem baldigen Dankfest gefeiert. Und der mutige junge Retter hat dabei des Bürgermeisters Töchterlein seine bisher geheim gehaltene Zuneigung offenbart. Er stieß natürlich auf Gegenliebe, die in einer glücklichen Ehe endete.

(Nacherzählt von Hubert Schork - Sagen aus der Kurpfalz)

Der Zauberer ist leider nicht ganz aus der Gegend verschwunden. Er hat sich vor Scham in ein Insekt verwandelt und bewacht nun einige hundert Meter weiter einen Schatz. Überwinde den Wächter und er wird den Schatz offenbaren. Bitte dafür sorgen, dass er auch in Zukunft den Schatz bewachen kann.

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Die ursprüngliche Höhle wurde später als Steinbruch benutzt und kann zu Beginn des (Wald-)Weges hinter der Hütte betrachtet werden. Der Zutritt ist aus Sicherheitsgründen verboten. Siehe auch das Bild.

Die Dose kann je nach Jahreszeit sehr verschmutzt sein, bitte trotzdem keine Plastiktüte drumwickeln. Ist gut gemeint, aber das Kleinklima zwischen Dose und Tüte ist nicht gerade angenehm für den Cacher.

Am Cache herscht vor allem im Sommer dichter Pflanzenbewuchs.
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Barrierefreies Cachen: H32212 (visit link) Waldweg mit zwei "Spuren" und manchmal Gras dazwischen. Mit Begleitperson trotzdem problemlos machbar, denn der "letzte Griff" ist wahrscheinlich für Rollies leider etwas zu weit vom Weg entfernt.

Additional Hints (Decrypt)

Qverxg arora qrz Jrt, pn. 1,2 Zrgre ubpu haq 1 Zrgre ragsreag.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
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N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)