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Reutlingen #5 - Gmindersdorf Multi-Cache

Hidden : 10/10/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Die Stadt Reutlingen und das Gmindersdorf


Die Reutlingen-Serie

Für alle die, die Reutlingen angeblich schon wie ihre Westentasche kennen, haben wir hier einige leichte Aufgaben. Für alle anderen haben wir Interessantes und Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte in einer kleinen Reutlingen-Serie zusammengetragen.

Wir wünschen euch viel Spaß.


Die Aufgabe

Wir führen euch mit einem kleinen Spaziergang durch ein bedeutendes Baudenkmal des frühen 20. Jahrhunderts.

Das Gmindersdorf ist eine ca. 100 Jahre alte Arbeiterkolonie der Firma Gminder – damals einer der größten Textilbetriebe Europas. Die Gminder’sche Textilfabrik hatte Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 1000 Arbeiter in ihren Webereien, Spinnereien und Färbereien beschäftigt. Der weiter steigende Bedarf an Arbeitskräften konnte nur noch mit „Einwanderern“ gedeckt werden, für deren Familien eine moderne und attraktive „Wohlfahrtssiedlung“ gebaut werden sollte.

Der Bauherr Louis Gminder wollte auf dem freien Feld vor der Stadt – aber in unmittelbarer Nähe der Fabrikanlagen (heute Firma Bosch), anstelle der üblichen Reihen von einförmigen Mietskasernen „eine schöne Gartensiedlung mit dörflichem Charakter“ bauen und „den Arbeitern bei geringer Miete schöne Wohnungen“ verschaffen.

Es war eine mustergültige Wohnsiedlung mit moderner Infrastruktur (Waschhaus, Kaufladen, Turnhalle, Gastwirtschaft), mit fortschrittlichen Sozialeinrichtungen (Kinderkrippe, Altenhof) und mit hohen Wohn- und Hygienestandards in den Mietwohnungen (Gas- und Wasseranschluss, WC). Große Hausgärten und gemeinsam genutzte Mosterei und Ziegenstall sollten den überwiegend aus der Landwirtschaft stammenden Familien den Übergang in die Industriegesellschaft erleichtern.

Diese denkmalgeschützte Siedlung ist eine architektonische Meisterleistung des bekanntesten deutschen Architekten der damaligen Zeit, der unter anderem auch die Pfullinger Hallen und den Schönbergturm entwarf. Er legte das Gmindersdorf als eine Art Gesamtkunstwerk an: 48 Häuser in 18 unterschiedlichen Haustypen im ländlich-kleinstädtischen Stil, die mannigfaltige Dachformen und Fassaden zeigen. Der krönende Abschluss am oberen Hang der Siedlung war jedoch der halbrund angelegte Altenhof, der von der Gminder-Stiftung „für die alten und invaliden Arbeiter der Firma“ gebaut wurde.

Spaziert durch die Siedlung (ca. 1 km) und beantwortet die Fragen.

Am Eingang der Siedlung bei Station 1 N 48° 29.921 E 009° 11.565 steht ein Stein mit Inschrift.

Wie heißt der Architekt der Siedlung?
A = Anzahl Buchstaben des Vornamens

In welchen Jahr wurde der Bau der Siedlung begonnen?
Quersumme der Jahreszahl B = _ _

Bei Station 2 N 48° 29.922 E 009° 11.625 steht ihr vor dem Wirtshaus der Siedlung, das wie ein dörfliches Wirtshaus mit Metzgerei entworfen wurde. Von der Heppstraße aus gesehen hat das Hauptgebäude an der rechten Seite einen langen schmalen Anbau. Hier wurden 1916/17 vermutlich Flick- und Nähkurse für arbeitslose Frauen angeboten, nach dem 2. Weltkrieg waren marokkanische Soldaten der französischen Armee einquartiert und es diente während der Tarifauseinandersetzungen 1978 als Streikpostenlokal der Bosch-Werke. Der eigentliche Zweck diese Anbaus war jedoch ein anderer: er sollte dem Freizeitvergnügen der Arbeiter dienen und „körperliche Betätigung und soziales Beisammensein fördern“.

Was war der ursprüngliche Zweck diese Anbaus?
Turnhalle C = 216
Kegelbahn C = 298
Finnische Sauna C = 367

An Station 3 N 48° 30.009 E 009° 11.625 ist der zentrale Marktplatz der Siedlung. Auf der rechten Seite steht das ehemalige Kaufhaus mit Bäckerei und gegenüber der – auch heute noch genutzte – Kinderhort der Siedlung. Dieser war in der damaligen Zeit eine sehr moderne und vorbildliche Sozialeinrichtung, die im Kindergarten bis zu 127 Kinder versorgte und in der Krippe zusätzlich Platz für 50 Kinder berufstätiger Arbeiterinnen bot. Der angebaute Turnsaal mit Bühne wurde auch als Gemeinde- und Festsaal der Siedlung genutzt.

Wie lautet die kleinste Jahreszahl auf der Gedenktafel (an der Wurzel des Stammbaumes der Familie Gminder)?
Quersumme der Jahreszahl D = _ _

Die letzte Station ist das wunderschöne Gebäude des ehemaligen Altenhofes. Stellt euch in die Mitte des Halbrundes (bei N 48° 30.038 E 009° 11.651) und zählt alle grünen Haustüren (nur die, die zur Mitte des Platzes zeigen!).

Anzahl der grünen Türen E = _ _

Der Cache liegt bei N 48° 30.XXX E 009° 11.YYY.
Dabei ist XXX = A + B - D und YYY = (A + B) * E + C.

Additional Hints (Decrypt)

Zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)