HERBST Mystery Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Ein Cache nicht nur für Mathematiker/innen
Zugegeben, mein unten folgendes Herbstgedicht ist etwas lang
geraten. Bald schon wird dem/r geneigten Leser/in auch klar, dass
ich zwar beim Thema bleibe, aber sowohl Versmass wie auch Stil
ständig ändere. Jaaa, ich habe ein wenig gemogelt. Weil ich dabei
verschiedene Dichter/innen „berücksichtigt“ habe, wirkt
mein Plagiat etwas uneinheitlich. Nimmst du es nun ganz genau,
wirst du unschwer Wörter finden, welche ich stinkfrech
ausgestauscht habe. Suche sie, es sind insgesamt 18.
HERBST
Gewaltig endet so das Jahr mit goldnem Wein und Frucht der Gärten,
rund schweigen Wälder wunderbar und sind des Einsamen Gefährten. Da
sagt der Pilger: Es ist gut. Ihr Abendglocken lang und leise gebt
noch zum Ende frohen Mut. Ein Vogelzug grüßt auf der Reise. Es ist
der Liebe milde Zeit. Im Kahn den blauen Fluss hinunter, wie schön
sich Bild an Bildchen reiht - das geht in Ruh und Schweigen unter.
Viele Drachen stehen in dem Winde, Tanzend in der weiten Lüfte
Reich. Kinder stehn im Feld in dünnen Kleidern, Sommersprossig und
mit Stirnen bleich. In dem Meer der goldnen Stoppeln segeln Kleine
Schiffe, weiß und leicht erbaut; Und in Träumen seiner leichten
Weite Sinkt der Himmel wolkenüberblaut. Weit gerückt in unbewegter
Ruhe Steht der Wald wie eine schwarze Stadt. Und des Herbstes
goldne Flaggen hängen Von den höchsten Türmen schwer und matt.
Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil. Brauner
dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es
liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft. Birnen an der
Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden,
Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht. Verdrossnen Sinn im
kalten Herzen hegend, Geh’ ich verdrießlich durch die kalte
Welt, Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält Feuchteingehüllt die
abgestorbne Gegend. Die Winde pfeifen, hin und her bewegend Das
rote Laub, das von den Bäumen fällt, Es seufzt der Wald, es dampft
das kahle Feld, Nun kommt das Schlimmste noch, es regent. Komm in
den totgesagten park und schau: Der schimmer ferner lächelnder
gestade - Der reinen wolken unverhofftes blau Erhellt die weiher
und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb - das weiche grau
Von birken und von buchs - der wind ist lau - Die späten rosen
welkten noch nicht ganz - Erlese, schneide sie und flicht den
kranz. Vergiss auch diese letzten astern nicht - Den purpur um die
ranken wilder reben Und auch was übrig blieb von grünem leben
Verwinde leicht im herbstlichen gesicht. Herr: es ist Zeit. Der
Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, Und
auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten
reif zu sein; Gib ihnen noch zwei südlichere Tage, Dränge sie zur
Vollendung hin und jage Die letzte Süße in den schweren Wein. Wer
jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist,
wird es lange bleiben, Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her Unruhig wandern, wenn die
Blätter treiben. Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit, die
dich befreit, zugleich sie dich bedrängt; wenn das kristallene
Gewand der Wahrheit sein kühler Geist um Tal und Berge hängt. Dies
ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit ... Die Stirn bekränzt mit
roten Berberitzen steht nun der Herbst am Stoppelfeld, in klarer
Luft die weißen Fäden blitzen, in Gelb und Purpur glüht die Welt.
Ich seh hinaus und hör den Herbstwind sausen, vor meinem Fenster
nickt der wilde Wein, von fernen Ostseewellen kommt ein Brausen und
singt die letzten Rosen ein. Ein reifer roter Apfel fällt zur Erde,
ein später Falter sich darüber wiegt - ich fühle, wie ich still und
ruhig werde, und dieses Jahres Gram verfliegt. Dies ist ein
Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man
kaum, Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, Die schönsten
Früchte ab von jedem Baum. O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Ernte, die sie selber hält, Denn heute löst sich von
den Zweigen nur, Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt. Der
Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Und geht es
draußen noch so wild, Unchristlich oder christlich, Ist doch die
Welt, die schöne Welt, So gänzlich unverwüstlich! Und wimmert auch
einmal das Herz - Stoß an und lass es klingen! Wir wissen's doch,
ein rechtes Herz Ist gar nicht umzubringen. Der Nebel steigt, es
fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den
grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Wohl ist es Herbst; doch warte
nur, Doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel
lacht, Es steht die Welt in Veilchen. Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen, Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen! Nebel hängt wie Rauch ums Haus, drückt die
Welt nach innen; ohne Not geht niemand aus; alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund, stiller die Gebärde. Heimlich, wie
auf Meeresgrund, träumen Mensch und Erde. Graue Wolken,
Herbstesluft, Einsam wandl' ich meine Straßen, Welkes Laub, kein
Vogel ruft. Ach, wie stille! wie verlassen! Todeskühl der Winter
naht; Wo sind, Wälder, eure Wonnen? Fluren, eurer vollen Saat
Goldne Wellen sind verronnen! Es ist worden kühl und spät, Nebel
auf der Wiese weidet, Durch die öden Haine weht Heimweh; - alles
flieht und scheidet. Herz, vernimmst du diesen Klang Von den
felsentstürzten Bächen? Zeit gewesen wär' es lang, Dass wir
ernsthaft uns besprächen! Herz, du hast dir selber oft Weh getan
und hast es andern, Weil du hast geliebt, gehofft; Nun ist's aus,
wir müssen wandern! Auf die Reise will ich fest Ein dich schließen
und verwahren, Draußen mag ein linder West Oder Sturm
vorüberfahren; Dass wir unsern letzten Gang Schweigsam wandeln und
alleine, Dass auf unserm Grabeshang Niemand als der Regen weine!
Nun stehen die Tage grau, lässig, still, Weil es herbsten will. Der
Sommer wird arm. Doch ich trage junge Veilchen im Haar Und
Maienstrahlen, eine goldhelle Schar, Und die Sonne im Arm. O trübe
diese Tage nicht, Sie sind der letzte Sonnenschein, Wie lange, und
es löscht das Licht Und unser Winter bricht herein. Dies ist die
Zeit, wo jeder Tag Viel Tage gilt in seinem Wert, Weil man's nicht
mehr erhoffen mag, Dass so die Stunde wiederkehrt. Die Flut des
Lebens ist dahin, Es ebbt in seinem Stolz und Reiz, Und sieh, es
schleicht in unsern Sinn Ein banger, nie gekannter Geiz; Ein süßer
Geiz, der Stunden zählt Und jede prüft auf ihren Glanz, O sorge,
dass uns keine fehlt Und gönn' uns jede Stunde ganz. Das Glänzen
der Natur ist höheres Erscheinen, Wo sich der Tag mit vielen
Freuden endet, Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet, Wo
Früchte sich mit frohem Glanz vereinen. Das Erdenrund ist bunt
geschmückt, und selten lärmet Der Schall durchs offne Feld, die
Sonne wärmet Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen Als eine
Aussicht weit, die Lüfte wehen Die Zweig' und Äste durch mit frohem
Rauschen, Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet Als wie ein Bild, das goldne
Pracht umschwebet. Genug ist nicht genug! Gepriesen werde Der
Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte! Tief beugt sich
mancher allzu reich beschwerte, Der Apfel fällt mit dumpfem Laut
zur Erde. Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube! Die saftge
Traube winkt dem durstgen Munde! Die trunknen Wespen summen in die
Runde: "Genug ist nicht genug!" um eine Traube. Genug ist nicht
genug! Mit vollen Zügen Schlürft Dichtergeist am Borne des
Genusses, Das Herz, auch es bedarf des Überflusses, Genug kann nie
und nimmermehr genügen! Schon ins Land der Pyramiden Flohn die
Störche übers Meer; Schwalbenflug ist längst geschieden, Auch die
Lerche singt nicht mehr. Seufzend in geheimer Klage Streift der
Wind das letzte Grün; Und die süßen Sommertage, Ach, sie sind
dahin, dahin! Nebel hat den Wald verschlungen, Der dein heimlich
Glück gesehn; Ganz in Duft und Dämmerungen Will die schöne Welt
vergehn. Nur noch einmal bricht die Sonne Unaufhaltsam durch den
Duft, Und ein Strahl der alten Wonne Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide, Dass man sicher glauben mag, Hinter
allem Winterleide Lieg' ein ferner Frühlingstag. Der Ströme Seelen,
der Winde Wesen Gehet rein in den Abend hinunter, In den schilfigen
Buchten, wo herber und bunter Die brennenden Wälder im Herbste
verwesen. Die Schiffe fahren im blanken Scheine, Und die Sonne
sinket unten im Westen, Aber die langen Weiden mit traurigen Ästen
Hängen über die Wasser und Weine. In der sterbenden Gärten
Schweigen, In der goldenen Bäume Verderben Gehen die Stimmen, die
leise steigen In dem fahlen Laube und fallenden Sterben. Aus
gestorbener Liebe in dämmrigen Stegen Winket und wehet ein
flatterndes Tuch, Und es ist in den einsamen Wegen Abendlich kühl,
und ein welker Geruch. Aber die freien Felder sind reiner, Da sie
der herbstliche Regen gefegt. Und die Birken sind in der Dämmerung
kleiner, Die ein Wind in leiser Sehnsucht bewegt. Und die wenigen
Sterne stehen Über den Weiten in ruhigem Bilde. Lasst uns noch
einmal vorübergehen, Denn der Abend ist rosig und milde.
Die einstelligen Quersummen (A=1... Z=26 ) der 18 ersetzten
(Original-)Wörter bezeichnest du mit A bis R und berechnest mit den
unten angefügten Formeln die Ziffern der Swissgrid-Koordinaten der
Büchse.
Viel Spass
Sigolin
A+B+C-K
D-P
E-(G+H)
G-A
F+L/N
Q-2R
(I+F)/D
(J+O)/P
K+E/B
M(A+H+K)/I
N/G*J-L+M
L/R-H
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf
geochecker.com überprüfen.
Geochecker.com.
Additional Hints
(Decrypt)
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