Heute, gegen 11:00 Uhr
früh.
Mein Name ist Jack McGregor, ich bin Privatdetektiv. Ich soll einen
verschwundenen Journalisten suchen und bin so ganz nebenbei einem
Chemieskandal von ungeahnten Ausmaßen auf der Spur. Lassen Sie uns
die letzten Schritte zur Aufklärung meines Falles gemeinsam gehen.
Ich spüre, daß ich der Lösung recht nahe gekommen bin. Wir werden
heute ein paar letzte Befragungen vornehmen, die erste Adresse ist
irgendwo westlich. Ich parke meinen alten Jaguar am Straßenrand und
mache mich zu Fuß auf den Weg. Doch zunächst lassen Sie mich
berichten, was bisher geschah.
Irgendwann letzte
Woche.
Ich saß in meinem schäbigen Hinterhofbüro, der Deckenventilator
kämpfte seinen aussichtslosen Kampf gegen die schon seit Tagen
andauernde Hitze. Ich rauchte meine zwanzigste Zigarette und fragte
mich gerade, ob ich mir eine Portion der großartigen
Weinbergschnecken unten bei Jean-Louis leisten könnte, da klingelte
das Telefon. Da der Anrufer nicht so schnell aufgab, drückte ich
meine Zigarette aus und nahm ab. Es war eine Frau. „Sie
müssen mir helfen, sie sind meine letzte Hoffnung…“
Ihre Stimme war von Verzweiflung und Resignation geprägt. Sie hieß
Claire und vermißte ihren Sohn. Ihr Sohn (Seine wahre Identität
sollte ich geheim halten, also nennen wir ihn mal, hm…Joe)
Joe war Journalist bei einem dieser Provinzblätter und einer großen
Sache auf der Spur, die ihm eine Karriere bei einer der angesehenen
Zeitungen sichern sollte. Ich bekam von Claire einige
Informationen, später sollte ich die Unterlagen abholen, die Joe
bei ihr aufbewahrt hatte. „Vielleicht hilft es Ihnen ja
weiter…“ Es ging um die Vertuschung eines
Chemieskandals. Der Stoff, über den er schon eine Menge
herausgefunden hatte, nannte sich Dihydrogenmonoxid, kurz
DHMO …
Heute, 11:25 Uhr.
Ich stehe vor einer heruntergekommenen Hütte mitten im Nirgendwo.
Schilder warnen mich vor dem Betreten des Grundstückes. Nun gut,
was ich wissen muß, kann ich auch von hier herausfinden. Laut
meinen Informationen soll ein eiserner Buchstabe auf den nächsten
Treffpunkt hinweisen. Hm…, mal sehen, stimmt, dort oben. Es
ist der X-te Buchstabe des Alphabets.
abc = X mal 23 plus 3
def = X mal 15 plus 12
Ende letzter Woche.
Was zum Teufel ist eigentlich dieses DHMO? Ich ging zu Marc
Myers, von Beruf Chemiker. Er war mir noch etwas schuldig, seit ich ihm mit Fotos
seiner (Ex-)Frau in den Armen ihres Liebhabers eine allzu teure
Scheidung erspart hatte. „DHMO? Manche nennen es auch
Dihydrogenoxid. Das ist eine farb- und geruchlose Chemikalie. Seine
Basis ist Hydroxid, eine Komponente, die in vielen ätzenden,
explosiven oder giftigen Stoffen vorkommt, wie z. B. Schwefelsäure
und Ethyl-Alkohol. DHMO ein wesentlicher Bestandteil von
vielen Giftstoffen, krankmachenden Stoffen, Umweltkatastrophen und
kann sogar, wenn es eingeatmet wird, in kleinsten Mengen für
Menschen gefährlich werden…“ Marc sprach noch eine
Stunde, viel verstanden von seinen Chemikergewäsch hab ich aber
nicht. Nur so viel: Das Zeug ist gefährlich und wird anscheinend
fröhlich in die Umwelt gekippt. Die Behörden wissen davon, sehen
aber nicht so genau hin.
Heute, 12:10 Uhr.
Ein kurzer Zwischenstop bei Claire, Joes Mutter. Sie wohnt in einem
winzigen Appartment im Erdgeschoß eines Holzhauses. Ich habe Zeit
genug, um die letzten weiterführenden Unterlagen herauszuholen und
Claire ein wenig zu trösten…
Anfang dieser Woche.
Marc hat sich noch einmal gemeldet. Es gäbe Gerüchte, daß die
hemmungslose Verklappung von DHMO in die Natur bereits
weitreichende Folgen hat. Selbst in Kuhmilch wurde das Zeugs schon
nachgewiesen. Kein Wunder meinte Marc, DHMO ist ja auch
Hauptbestandteil von saurem Regen.
Heute 12:50 Uhr.
Ich verlasse Claires Wohnung mit den Dokumenten: Zahlenkolonnen,
Berechnungen, chemische Formeln, Fotos. Joe hat ganze Arbeit
geleistet. Danach steuere ich das Restaurant von Jean-Louis an, um
mir endlich meine Lieblingsspeise servieren zu lassen.
Heute, 13:20 Uhr.
Es ist immer wieder angenehm, einen Teil meines nicht
unbeträchtlichen Honorars im voraus zu bekommen, das Essen bei
Jean-Louis ist sauteuer, aber jeden Penny wert. Bei Jean-Louis
treffe ich außerdem Paul, einen Mitarbeiter der Umweltbehörde und
Joes Informant. Paul ist nervös. Er schwitzt. Er hat Angst. Ich
lasse mir mit dem Essen Zeit. Erstens, um Paul weich zu kochen (Er
will noch nicht alle Details herausrücken.) und zweitens kann ich
mir diese großartigen kleinen Dinger nicht so oft leisten. Als ich
mir nach dem Essen eine Zigarette anzünde, hält Paul es nicht mehr
aus. Die Informationen sprudeln nur so aus ihm heraus.
„...DHMO..., das Zeug ist gefährlich, und einige Leute
in allerhöchsten Positionen stecken tief in der Geschichte mit
drin. Da soll etwas vertuscht werden und ein neugieriger
Zeitungsfritze ist das letzte, was sie gebrauchen können...“
Er nennt mir eine Stelle, an der es eine große
DHMO-Konzentration gibt. Joe wollte auch dorthin. Das war
vor 4 Wochen. Seitdem ist Joe verschwunden. „Ich fürchte, Joe
wurde zum schweigen gebracht!“
Heute, 13:55 Uhr.
Ich bin auf dem Weg zu der Stelle, die mir bei Jean-Louis genannt
wurde. Mein untrügliches Gefühl sagt mir, daß ich an diesem Punkt
herausfinde, was mit Joe passiert ist.
Heute, 14:15 Uhr.
Ich habe Joe gefunden, allerdings ist sein Zustand nicht mehr so,
daß er mir viel sagen kann. Irgendwer hat ihn kaltgemacht. Ich
fürchte, ich muß mir seine Überreste genauer ansehen, obwohl er
nach 4 Wochen nicht mehr sonderlich appetitlich aussieht. Ich
unterdrücke den Reflex, mir das Mittagessen noch mal durch den Kopf
gehen zu lassen und siehe da: Der Kerl, der das zu verantworten
hat, hat eine eindeutige Spur hinterlassen.
Heute, 14:45Uhr
Die Sache mit Joe zeigt mir, daß ich sehr vorsichtig sein muß. Ich
fahre zum Wald am Stadtrand. Hier soll es laut meinen Informationen
größere DHMO-Konzentrationen im Boden geben. Dummerweise
reicht es diesmal nicht, nur ein paar Fotos aus großer Entfernung
zu machen. Ich muß dem Fall so lösen, daß ich etwas in den Fingern
halte. Dann werde ich einen eindeutigen Beweis meiner Anwesenheit
zurücklassen, um die Typen, die das hier zu verantworten haben, ein
wenig aufzuscheuchen. Mit ein wenig Glück machen sie dann einen
Fehler…
Für diesen Cache ist keine Premium-Mitgliedschaft
nötig.

English version available on request. Just contact me.
So, viel Spaß bei diesem Fall.
Die angegebene Koordinate ist natürlich die erste Station und nicht
der Final!
Alle Koordinaten werden wie folgt angegeben: N53.29.abc
E009.38.def
Falls irgendwo eine 6-Stellige Zahl gefunden wird, sei diese: abc /
def
Station 1: Bitte das Grundstück NICHT betreten, diese Aufgabe ist vom Weg
aus zu lösen.
Station 2: Bitte aufpassen, daß der Hinweisgeber nicht mit
DHMO verseucht wird.
Final: Bitte verschließt den Behälter wieder gut, damit kein
DHMO eindringen kann.
Cachegröße: Tupperdose ca. 0,8l, mit Drehverschluss
Die Gesamtstrecke beträgt ca. 2500m.
Bei Schneefall erhöht sich die D-Wertung gewaltig, glücklicherweise
ist der hier aber eher selten. ;-) (Ok, das war VOR dem Winter
2009/2010)
Für den Erstfinder gab es eine FTF-Urkunde.