Vor der
Kaserne,
Vor dem großen Tor,
Stand eine Laterne
Und steht sie noch davor.
So woll'n wir uns da wiederseh'n,
Bei der Laterne woll'n wir steh'n,
Wie einst, Lili Marleen.
Der Schriftsteller und Dichter Hans Leib schrieb
den Text im ersten Weltkrieg vor seiner Abfahrt an die russische
Front Anfang April 1915, während einer Wache vor der
Gardefüsilierkaserne in Berlin.
Der Song wurde genau einen Tag nach Glenn Millers in the
Mood aufgenommen, einer Zeit der Kriegsstimmung, denn am 1.
September 1939 überfallen deutsche Soldaten Polen. Der Überfall auf
Polen leitete den Zweiten Weltkrieg ein. Am 6. April 1941 begann
der Krieg gegen Jugoslawien und Griechenland, bereits am 12. April
1941 wurde Belgrad von der deutschen 12. Armee eingenommen. Am 17.
April folgte Jugoslawiens Kapitulation, bereits davor wurde der
Mittelwellensender Radio Belgrad von deutschen Truppen besetzt und
strahlte fortan als „Besatzungssender Belgrad“ aus. Die
Sendeleistung war so hoch, dass er alle Frontabschnitte in Europa
und Nordafrika zwischen Narvik und Kairo erreichte, was einem
Sendegebiet von sechs Millionen Zuhörern entsprach.
Lili Marleen – "the biggest hit of World War
II" – mehr als ein deutsches Soldatenlied über Abschied, Trennung
und ungewisse Heimkehr. Auf beiden Seiten der Front wird Lili
Marleen zum populärsten Lied des Zweiten Weltkrieges. Seine
Wirkungsgeschichte reicht weit in die Nachkriegszeit hinein. Mit
Lili Marleen als Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn, wird
ein dramatisches Stück Zeitgeschichte lebendig nacherzählt.
Sie ist mittlerweile das heimliche
Wahrzeichen der Stadt. Unsere Lili Marleen ist ein Bronceguß des
Deutschen Künstlers Claus Homfeld aus dem Jahr 1987. Es ist ein
Geschenk der Einwohner und der Soldaten an
Munster
Stadt der -Lili Marleen-