Geschichtliches
Ab 1936 begannen Arbeitsmänne“ des
Reichsarbeitsdienstes vom Standort Zeilitzheim, im Waldstück
„Humpel“ auf einer Fläche von 3,7 Hektar einen sechs Meter breiten
und drei Meter tiefen Graben in das Waldgelände zu ziehen. Es wurde
ein Weg von ungefähr 350 Meter Länge für Munitionstransporte
geschaffen. Auch eine Reihe von Bunkern wurden errichtet. Sie
wurden mit Flugzeugmunition und Fliegerbomben gefüllt. Baracken für
Besatzungen und Wachmannschaften entstanden. Ein großer Benzintank,
eine 400 Meter lange Förderleitung und eine Zapfstelle folgten.
Dann wurden Hallen und ein turmähnlicher Anbau errichtet, der zur
Flugüberwachung diente. Zum Schluss folgte eine Standortküche. Am
Ende der Arbeiten war der Feldflugplatz Herlheim entstanden. Rund
500 Mann betrug die Besatzung. Ein Standortkommandeur hatte die
Befehlsgewalt über Truppe und Flugplatz.
In den Folgejahren wurde der Feldflugplatz weiter ausgebaut.
Baracken, Häuser, unterirdische Gänge und eine Kanalisation
entstanden am Fliegerhorst Herleshof. Im Jahre 1938 wurde er von
der Luftwaffe als Erprobungsplatz verwendet. Heinkel HE 123 und
Junkers JU 88 starteten und landeten. Vor Kriegsbeginn wurden auf
dem Fliegerhorst Herlheim Flugtauglichkeits- und Motortests
durchgeführt. Versuche gab es auch darüber, ob Dieselkraftstoff im
Flugbetrieb verwendet werden kann.
1938 wurde eine Staffel JU 87 (Stuka) auf den Fliegerhorst
verlegt, wahrscheinlich aus Kitzingen. Das gesamte Fluggelände
einschließlich Herleshof wurde zum militärischen Sperrgebiet
erklärt. Im Herleshof wurde des öfteren die Flieger-HJ einquartiert
und Modellbaukurse verschiedenster Art- und Modell-Erprobungen
durchgeführt.
Nach Kriegsbeginn mit Frankreich starteten von Herleshof Stukas
(JU 87) nach Frankreich. Mit dem weiteren Vordringen der Front
verlor Herleshof als Einsatzflughafen seine militärische Bedeutung
und wurde nun als Ausbildungsflugplatz verwendet. Kriegsmaterial
wurde demontiert und in Frontnähe gebracht.
Es folgte die Zeit als Flugübungsplatz für Segelflugzeuge. Im
Verlauf des Krieges kam es zu einem intensiven Luftverkehr aus
benachbarten Flugplatzen (Würzburg, Kitzingen) und es entstand
dadurch eine Gefahrenquelle für die Übungspiloten der
Segelfliegerei. Daraufhin wurde der Schulbetrieb mit
Segelflugzeugen nach Kitzingen verlegt.
1939 kam vom Luftfahrtministerium in Berlin die Freigabe von
Herleshof als Übungsflugplatz für Nachwuchspiloten der
Reichsluftwaffe. Junge Männer erhielten nun eine Flugausbildung auf
leichten Motorflugzeugen vom Typ „Arado“ oder auf französischen
„Morane“-Maschinen. 1941 endete der Schulbetrieb und die Ausbildung
auf dem Herleshof. Bis zum Kriegsende war Herleshof ein normaler
Flugplatz mit An- und Abflug. Nach Kriegsende kam es zur üblichen
Selbstversorgung durch die Bevölkerung aus den verbliebenden
Flugplatzmaterialien und zur baulichen Wiederverwendung der
Baracken. Die Bunker wurden von den Amerikanern gesprengt und
völlig zerstört. Der Fliegerhorst Herleshof verschwand damit von
der Bildfläche. Heute sind nur noch ganz wenige Mauerreste und
ruinenhafte Umrisse im Wald „Humpel“ oder anderen Waldstücken zu
sehen.
Zum Cache
An dieser Stelle befand sich einer der vier Bunkeranlagen zur
Lagerung von Fliegerbomben und Munition. Die Amerikaner haben diese
Bunker nach Ende des 2. Weltkrieges gesprengt. Mit Geduld und etwas
Glück kann man heute noch Bäume erkennen, in denen Metallstücke
dieser Bunkeranlagen stecken.
Bitte gebt acht auf rostige Drähte, die hier überall rumliegen und
schöne Stolperfallen bilden.
So und nun viel Spass beim Suchen!!!!