Geschichte:
Am 27. April 1622 fand hier im Dreißigjährigen Krieg die Schlacht am Ohrenberg zwischen der Hauptmacht des Heeres der katholischen Liga unter persönlicher Führung des Grafen Tilly und dem Heer des geächteten Pfalzgrafen Friedrich V. (des sog. Winterkönigs von Böhmen) unter Führung des Grafen Mansfeld statt.
Im Jahre 1666 raffte die Pest in Speyer täglich 20 bis 30 Menschen dahin. Auch im nahen Oberhausen hatte sich die Seuche schon ausgebreitet. In dieser drohenden Gefahr beteten die Mingolsheimer zum Pestpatron, dem heilige Rochus, und gelobten den Bau einer Kapelle, wenn sie von der Pest verschont blieben. Ihr Gebet wurde erhört und schon im folgenden Jahr bauten Mingolsheimer Bürger mit Unterstützung des Kislauer Fauten Hetzrad eine kleine Rochuskapelle.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts musste die verfallene Kapelle auf Befehl der Großherzogischen Regierung, jedoch gegen den Widerstand der Mingolsheimer Bevölkerung, abgebrochen werden.
1895 konnte durch Weihbischof Justus Knecht die wiederaufgebaute neugotische Rochuskapelle eingeweiht werden. Sie entstand auf Initiative und Stiftung der Mingolsheimer Bürger und wurde vorwiegend von ortseigenen Handwerksbetrieben erbaut.
Bitte einen Stift mitbringen!