Kirchheimer Historien 4 - Karl May Traditional Cache
thowape: Da ist Schluss und Platz für Neues
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Kirchheimer Historien 4 - Karl May
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Diese Serie von Zwietzel (10 Tradis und ein Bonus) ist als Ausflug in die nähere oder fernere Geschichte der Stadt Kirchheim gedacht. Die meisten Schauplätze sind im Bewusstsein der großen Stadtgeschichte eher als Randnotizen einzuordnen – recht umfangreiche, wenn man den Textumfang hier überblickt. Nun - keiner wird gezwungen, alles zu lesen und auch Statistikfans werden hier wohl auf ihre Kosten kommen. Gleichwohl wünsche ich diesen Caches auch zahlreiche interessierte Zeitgenossen, die ein paar Minuten mitbringen, um in eine Momentaufnahme der Kirchheimer Vergangenheit einzutauchen…
Jedem Cache-Behälter liegt ein Buchstabe bei, der für den Bonus notiert werden sollte.
Karl May und Kirchheim – das soll zusammengehen? Aber sicher!
Schauen wir in das Jahr 1898: Karl May ist als Schriftsteller etabliert, seine Werke sind Bestseller und Tausende von begeisterten Lesern verehren ihn. May, am 25. Februar 1842 geboren, ist Mittfünfziger. Er arbeitet an dem Roman ’Am Jenseits’ und setzt sich darin mit dem Wesen des Reisens – insbesondere mit der Reiselust der Männer mit oder ohne ihre Frauen – auseinander.
Karl Mays spätere Ehefrau Emma geb. Pollmer hatte ihre Jugendzeit im Sächsischen Hohenstein bei Chemnitz verbracht und wohnte dort Haus an Haus mit Emma Brehmer, mit der sie eng befreundet war. Etwa zur gleichen Zeit hatten die beiden jungen Mädchen den Mann ihres Lebens gefunden: Im Jahr 1880 bestellten beide das Aufgebot, und die Hochzeiten fanden im Juli und August 1880 statt. Emma Brehmer heiratete den Kaufmann Max Weise aus Freiberg, Emma Pollmer trat mit dem Schriftsteller Karl May aus dem benachbarten Ernstthal vor den Standesbeamten.
Acht Jahre später verließ die Familie Weise ihre sächsische Heimat und zog nach Kirchheim unter Teck, wo Max Weise für 90 000 Mark von dem Kirchheimer Emil Helfferich dessen Schrauben- und Flanschenfabrik kaufte. Um 1892/93 ließen sich Max und Emma Weise sich in der Dettinger Straße 95 gegenüber der Fabrik die ’Villa Weise’ bauen, ein repräsentatives Gebäude mit Jugendstil-Ornamenten und einem hübschen Erker, an dem man die heute noch sichbaren Worte anbrachte: „Freude lohne / Segen walte / Friede wohne“.
Karl May genoss nach den Hungerjahren zu dieser Zeit seine Popularität. Die Jahre 1897 und 1898 waren für ihn eine Zeit ausgedehnter Reisen, die ihn zum Bayerischen Königshaus und bis an den Wiener Kaiserhof führte. In München gab es vor seinem Hotel einen richtigen Volksauflauf von Bewunderern.
Im Oktober 1898 nun führte ihn eine Reise gemeinsam mit seiner Frau nach Kirchheim. Sie wollte dort nach langen Jahren ihre Freundin besuchen, Karl May versprach sich von dem Aufenthalt die Möglichkeit zur ungestörten Arbeit an seinem Roman, mit dem er nicht so recht vorankam. Dieser Wunsch nach Zurückgezogenheit führte dazu, dass Mays Aufenthalt unbekannt blieb und die Kirchheimer nicht ahnten, welch berühmter Gast in ihrer Stadt weilte.
Ulrich Weise, der Enkelsohn von Max Weise, erzählte später, May sei im Garten der Villa Weise seiner Schriftstellerei nachgegangen, und zwar in dem heute noch vorhandenen Blockhaus.
Bitte Stift selbst mitbringen!
Änderung vom 10.9.2009: Bei diesem Cache habe ich eingesehen, dass an einen etwas unauffälligeren Platz verlegt werden muss. Von dort aus kann man zwar die Villa nicht, dafür aber das Blockhaus unseres Winnetou-Erfinders umso besser bewundern. Man beachte auch den neuen Hint!
Additional Hints
(Decrypt)
Onpxfgrvaznhre, Antry, mvrzyvpu jrvg yvaxf, 180pz
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