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9.11.1989

A cache by raxlifaxli & Auenhobbit Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/09/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:

Diesen Cache widme ich meiner Familie und allen in Deutschland, die nach dem Mauer-Bau ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Der 9.11.1989 ermöglichte mir, endlich wieder zu meiner Familie zu gelangen.
All jene, die den Tag ebenfalls für gedenkenswert halten, sind herzlich eingeladen, den Cache zu loggen.

Geschichte:
Nach dem Krieg war Deutschland in 4 Zonen aufgespalten. Die Welt wurde neu aufteilt. Russland besetzte die Ostzone, Briten, Franzosen und Amerikaner den Rest. Der Kalte Krieg zwischen den Westmächten und dem Ostblock nahm seinen Lauf. Deutschland wurde zwischen den Fronten zerrieben. Das war wohl das Schicksaal dieses Landes, nach dem Hitler die Welt in den zweiten Weltkrieg gestürzt hatte. Einen Höhepunkt erreichte der Kalte Krieg in Deutschland am 13. August 1961 mit dem Beginn des Baus der Berliner Mauer.
Über Details können noch lebende Zeitzeugen, unsere Eltern und Großeltern Auskunft oder am Ende die Geschichstbücher geben.
Dies hier soll nur überleitend wirken zum Schicksal meiner eigenen Familie:

History:
After World War II Germany was splitted into 4 zones. Europe was new aranged. Russia got the eastern part, GB, France and USA got the western part of Germany. The Cold War took its course. Germany was torn apart. It seemed to be the destiny of this country after Hitler dashed the world into the second world war.
One of the culminations of the Cold War was the building of the Berlin Wall on 13/8/1961. Evidence can be given by time witnesses, our grandparents, our parents or history books.
This is only to introduce the fate of my own family.

Unsere Familien-Geschichte:
Mein Großvater hatte mit seiner Frau 5 Kinder aufgezogen. Einige von ihnen arbeiteten oder studierten bereits, die Jüngeren lebten noch bei ihnen.
Am Tag des Mauerbaus lebten 3 Geschwister im Westen Deutschlands und 2 von ihnen im Osten. Die Großeltern selbst zogen bereits 1958 zurück in ihre Heimat bei Heidelberg. Seitdem war die Familie getrennt. Besuche wurden von Seiten der DDR nach bürokratischer Antragstellung den Großeltern und Geschwistern nur selten gestattet. Eine Reise vom Osten in den Westen war für die beiden anderen Geschwister hingegen undenkbar. Gipfeln tat dies damit, dass meine Mutter nicht zur Beerdigung Ihrer Eltern gelassen wurde. Als 1965-Geborener kam ich selbst langsam in das Alter, diese Dinge zu begreifen.
Mit 18 Jahren wollten auch die ostdeutschen Jugendlichen reisen. Dies ging natürlich nur in die Länder des RGW. In der Nähe von Bratislava wollte ich mit einem Freund die Burg „Devín“ besuchen. Diese lag am „Grenz“-Fluß Donau. Aus Versehen geriet ich bei den Tschechen ins Grenzgebiet und wurde mit meinem Freund verhaftet und 24 Stunden verhört. Mir wurde Fluchtversuch und Nazisein unterstellt. Nur durch Einfluß von Freunden in Bratislava kamen wir lediglich mit einer Geldbuße davon. Aber sicher hatten auch wir unseren Eintrag in den Stasiakten. Seit diesem Tag dachte ich endgültig anders über die DDR. Im Sommer 1988 schließlich kam meine gleichaltrige Cousine aus Australien zu Besuch. Nach der Schule unternahm sie eine Reise, um die „Welt kennenzulernen“. Wir zeigten Ihr die unsere. Fürchterliches Fernweh überkam mich, als ich sie in Prag an den Zug nach Österreich brachte und nicht mitkonnte. Damals sagte ich noch voller Überzeugung zu ihr: “Deutschland wird niemals wieder eins“.
Das es am 9.11.1989 dann doch wahr wurde, war für uns alle nicht fassbar.
Auch ich saß an diesem Tag abends vor dem Fernseher und verfolgte die Nachrichten. Wir waren erfasst und gespannt durch die Ereignisse der letzten Monate. Grenzöffnung in Ungarn, dann in Prag. Wir hatten über das Fernsehen die Demonstrationen in den Städten der DDR mitbekommen und waren in Leipzig selber dabei. Doch hatten wir auch nicht die Ereignisse auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" vergessen.
So begriffen wir an dem Abend des 9.11.89 nicht, was die Worte Schabowskis bedeuteten. Am nächsten morgen verschwand ich zum Lernen in der Deutschen Bücherei in Leipzig. Als ich am frühen Nachmittag nach Hause kam, empfing mich meine Frau mit den Worten: „Wir müssen zur Polizei“. Ich begriff immer noch nicht. Man musste sich am 10.11.89 noch ein Ausreisestempel in den Personalausweis abholen.
Als wir am späten Nachmittag endlich mit dem Auto aufbrechen konnten, waren die Straßen erfüllt von einer angespannten Ruhe. Jeder wusste von jedem der unterwegs war. Alle Trabis hatten nur ein Ziel: den Westen. Unser Weg führte über Magdeburg nach Vechelde bei Braunschweig, wo meine Tante und mein Onkel, die uns über all die Jahre die Stange gehalten und uns regelmäßig besucht haben, wohnten. Ich setze meine Familie in der elterlichen Wohnung in Magdeburg ab und versuchte zu tanken. Vor allen Tankstellen meter-, ja kilometerlange Schlangen. Erst am Rasthof Börde Richtung Berlin wurde ich fündig. Warten musste ich trotzdem 2 Stunden.
Mit einem Kleinkind nachts weiterfahren wollten wir nicht, aber als sich die ersten Sonnenstrahlen am Samstag blicken ließen, waren wir auf der A2. Der Stau muß schon vor Magdeburg begonnen haben. Wir jedenfalls standen 40 km in der Schlange. Welch Euphorie, welch Stimmung! Und dann war es soweit: auch für uns war die Grenze noch offen, welch Wunder! Der Grenzübergang Helmstedt-Marienborn nun für alle Deutschen offen. Am Rasthof Lappwald stiegen wir aus dem Auto aus und küsten den Boden. (Ob ich das heute noch machen würde?)
Aber unsere Reise endete nicht hier sondern führte uns weitere 50 km über Braunschweig bis nach Vechelde. Unvergesslich bleibt uns, dass wir exakt am 11.11.1989 um 11:11 Uhr in as Dorf hineinfuhren. Ein großartiger Tag.
Das war der Tag der Wiedervereinigung für unsere Familie und doch nur ein Schicksaal unter vielen Deutschen. Möge uns und unseren Kindern dieser Tag immer in Erinnerung bleiben.

Our family-history:
My grandparents raised 5 children. The older ones were studying or working, the younger ones still went to school.
When the Berlin Wall was built 3 of them lived in the western part, 2 of them in the eastern part of Germany. The grandparents themeselves moved back to their hometown Heidelberg already in 1958.
Since then the family was separated.Visits were granted to the family by the GDR only seldom. A journey from east to west was unthinkable. That even culminated when the children were refused to attend the funeral of their parents. Born 1965 I personally slowly understood the circumstances.
At the age of 18 the east german adolescents wanted to travel too.This was only possible into the countries of the RGW. My friend and I wanted to visit the castle of "Devin" near Bratislava. Castle was situated at the "borderline"-river Donau. By mistake we entered the border zone and were arrested under gun point and interrogated for 24 hours.I was accused of trying to escape and beeing a Nazi..Only through special help of friends in Bratislava we got only a fine.But surely we got an entry into the Stasi-documents.Since that day I thought differently about the GDR.
In Summer 1988 my cousin of the same age from Australia was visitin me. After finishing school she traveled around the world. We showed her our. I felt terrible sad that I couldn't go with her when she took the train to Austria. At that time I was totaly convinced that Germany would never be unified.
This becoming true at 9/11/1989 we couldn't believe.
At the evening I. was sitting in front of the TV too and saw the news. My wife and I were deeply moved and excited of the events of the last month. Border opening in Hungary, then in Praque. We followed the reports on TV of demonstrations in the towns and participated in Leipzig ourselves.But also we couldn't forget the events on the Tian'anmen Square in Beijing.
So we didn't understood the meaning of the words of Schabwoski at the evening of 9/11/1989. The following morning I went for learning to the German Library in Leizpig.When I came home early afternoon my wife said we have to go to the police. I still didn't grasp it. It was still necessary to get a visa stamp into the passport.
Streets were full of tense and silence when we started with out car at the late afternoon. Everyone knew of the other. There was only one destination: all "Trabis" drove west. Our way led us via Magdeburg to Vechelde near Braunschweig, where my aunt and uncle lived. They visited us all the time. I left my little famliy with my parents in Magdeburg and tried to fuel my car. In front of every gasstation were kilometer long lines. Finally after two hours I got my fuel .
We didn't want to travel with our little child in the middle of the night. But early in the morning of saturday we headed west on highway no. 2. We experienced a traffic jam of 40 km.What an euphoria, what an atmosphere! And finally we reached the border and it was still open and even for us! The border-crossing Helmstedt-Marienborn was now open for everyone. At the rest stop "Lappwald" we left our car and kissed the ground. (I'm not sure if I would do this nowadays).
But our journey didn't end here. We went further to Vechelde. It's unforgettabel we arrived Vechelde exactly at 11:11 am on 11th.November 1989. A great day! It was the day of reunion of our family but only one fate among many other Germans. Hopefully we shall never forget this day!!!

Ausreisevisumstempel

Grenzuebergaenge

Zum Cache:
Diesen Cache widme ich meiner Familie und allen in Deutschland, die nach dem Mauer-Bau ein ähnliches Schicksaal erlitten haben. Der 9.11.1989 ermöglichte mir, endlich wieder zu meiner Familie zu gelangen.
All jene, die den Tag ebenfalls für gedenkenswert halten, sind herzlich eingeladen, den Cache zu loggen.
Es ist kein Cache zum Tauschen sondern zum Innehalten, Verweilen und Gedanken aufschreiben. Daher habe ich bewußt einen Tradi von regulärer Größe gewählt. TB's sind immer herzlich willkommen.
Der Cache liegt an der Autobahn 2 auf der Nordseite. Wenn man vom Osten kommt und die AB nicht verlassen will, kann man PARKEN-1 benutzen. Die Spoilerbilder sollten beim Finden der "Unterführung" helfen. Ansonsten kann das Cachemobil auch getrost bei PARKEN-2 abgestellt werden.
Daß es verboten ist, die Autobahn zu betreten, geschweige denn zu überqueren, braucht nicht in besonderer Weise erwähnt werden.

 

 

The cache:
This cache is dedicated to my family and all others with the same fate regarding the opening of the iron curtain.Through 9/11/1989 I was finally able to see my relatives.
All of those who also commemorate this event are welcome to log the cache.
It's not a cache for changing but only for pause, stay and to exchange memories. Therefore I have chosen a traditional of regular size.Travel bugs are allways welcome.
The cache is situated on the north side of highway No.2. If you are comming from the east not leaving the highway you can use PARKEN-1.The spoiler-pictures should help finding the "underpass". Nevertheless you can park your cachecar at PARKEN-2. No need to mention that it is prohibited to cross the highway.

Autoschlange Lappwald

Ausstattung:
- Logbuch
- Anreiz für den Firstfinder

Equipment:
- logbook
- encourage for the firstfinder

Bitte Stift mitbringen!
Please bring your own pencil !
:
raxlifaxli & Auenhobbit

Additional Hints (Decrypt)

Iba CNEXRA-1 Hagresüuehat orahgmra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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