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Albbauern #8 - Leisa Multi-Cache

This cache has been archived.

charlenni: Dose heute eingesammelt.

Nach vielen Jahren ist hier Schluss. Danke für die positiven Logs.

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Hidden : 11/22/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Alb-Leisa

Leisa - schwäbisch für Linsen - wurden auf der Schwäbischen Alb bis ca. 1959 gezüchtet und angebaut. Der Linsenanbau war jedoch bei der Ernte und Reinigung sehr arbeitsaufwendig und die Erträge gering. Daher verschwand in den 50 er Jahren diese uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland.

Seit den achtziger Jahren besannen sich einzelne Bauern auf die verschwundene Kultur und seither werden von der Öko-Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“ zunehmend Linsen auf der Alb angebaut, vor allem französische Sorten. Lange Zeit glaubte man, dass die traditionellen Linsensorten der schwäbischen Alb verloren gegangen sind. Über verschlungene Pfade ist Mitte des 20. Jahrhunderts dieses Saatgut zufällig nach Russland gelangt, und 2006 wurden in der Vavilov-Genbank für Pflanzen in St.Petersburg die Linsensorten „Späth´s Alblinse 1 und 2“ wiederentdeckt. Proben davon werden nun in den letzten Jahren von Linsen-Enthusiasten auf der Alb vermehrt und in kleinen Mengen angebaut. Seit Sommer 2011 wird diese Rarität auch von einzelnen Alb-Hofläden wieder angeboten. Im Jahr 2008 wurde auf einem Dachboden ein Zufallsfund gemacht: Beim Renovieren des großelterlichen Bauernhauses fand ein Handwerker eine Holztruhe mit über 50 Jahre altem Saatgut, unter anderem auch die kleinen dunkelbraunen Samen der „kleinen Späth´sche Alblinse Nr.2“. Daher weiß man, dass diese alte Linsensorte wirklich in der Gegend um Münsingen und Ehingen angebaut wurde.

Das Jurakalkgestein der Schwäbischen Alb mit den sprichwörtlich „steinreichen“ und wasserdurchlässigen Böden bildet ideale Bedingungen für Linsen. Wie Linsenfunde aus der Hallstattzeit (~500 v. Chr.) beweisen, hat der Linsenanbau auf der Schwäbischen Alb eine lange Tradition. Noch 1840 wurden in Württemberg mehr Linsen als Erbsen und Bohnen erzeugt. Im 19. Jahrhundert betrug die Anbaufläche in Württemberg mehrere tausend Hektar. Es waren hauptsächlich kleine Bauern, die auf Flächen von unter einem Morgen Linsen für den Eigenbedarf anbauten. Linsen, aber auch Erbsen und Bohnen waren früher als pflanzliche Eiweißlieferanten überlebenswichtig, denn tierisches Eiweiß war teuer. Gemeinsam mit Getreideprodukten verzehrt, ergeben Hülsenfrüchte eine vollwertige und zugleich preiswertere Mahlzeit. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das schwäbische „Nationalgericht“:

Rezept: Leisa mit Spätzla

250 g Linsen
1 mittelgroße Zwiebel
2 dicke Scheiben gerauchter Speck
1 Paar Saitenwürstle
1 Brühwürfel
2 EL Mehl
2 EL Butter
Salz, Pfeffer, Balsamicoessig
Linsen waschen und über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Die eingeweichten Linsen mit dem Einweichwasser und dem Speck im Dampfdrucktopf mit doppelter Wassermenge und 1 Brühwürfel 6 Min auf Stufe 1 kochen. In einem weiteren Topf eine Mehlschwitze herstellen: 2 EL Butter schmelzen lassen und 2 EL Mehl und die klein gewürfelten Zwiebel dazu und leicht anbräunen lassen. Dann das Kochwasser von den Linsen dazugeben und schnell rühren, damit es keine Klümpchen gibt. Dann die Linsen dazu und ca. 10-15 Min leicht kochen lassen. Mit Essig, Salz, Pfeffer und Balsamicoessig abschmecken. Die Saitenwürste ein paar Minuten in den heißen Linsen heiß werden lassen. Als Beilage serviert man Spätzle.

Dr' Käsch

Ist ein Mini-Multi. An den oben angegebenen Koordinaten findet ihr eine Dose mit Inhalt. Der Inhalt ist mit Zahlen beschriftet und muss richtig zugeordnet werden.

Das Finale liegt bei:
N 48° 21.Dinkel Kichererbsen Bohnen und E 009°28. Erbsen Linsen Mais

Bitte aus der Dose an Station 1 nichts entnehmen, ordentlich verschließen, und mindestens 1,3 Meter hoch befestigen - sonst wird sie eventuell zu Wildschweinfutter.

Albbauern-Serie

Diese Cacheserie beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und dem Leben der Leute früher „auf der rauen Alb“. Es gibt charakteristische Landwirtschaftsprodukte, die hier wachsen oder angebaut werden. Daher haben wir bei den meisten Stationen ein passendes Kochrezept für lokale Köstlichkeiten angehängt, größtenteils klassische schwäbische Gerichte, wie sie in den Bauernhäusern vor 100 Jahren schon bekannt waren.

Die Caches können unabhängig voneinander gesucht werden, oder als Rundwanderung mit einer Strecke von ca. 10 Kilometern und ca. 300 Höhenmetern. Wegen der Multis empfehlen wir die Runde in aufsteigender Reihenfolge zu laufen. Die Wanderstrecke ist überwiegend auf befestigten Wegen, zum Dosensuchen müsst ihr aber teilweise ins Gebüsch. Besonders bei nassem Wetter ist gutes Schuhwerk empfehlenswert. Nähere Infos zu Mountainbike und Kinderwagen auf der Runde und zu den Grillplätzen findet ihr im Listing von Albbauern #1. Parkplatz für die gesamte Runde N 48° 21.770 E 009° 28.155.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern und Dosensuchen und falls ihr die Rezepte zu Hause nachkocht, "en guada Appetit."

Additional Hints (Decrypt)

[Station 1:] va Nhtrauöur na qre Gnaar [Finale:] jrvg üore Nhtrauöur na qre Gnaar

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)