Wacholder
Der Wanderweg führt von der Lauter bergan durch den Wald. Auf
der gegenüberliegenden Talseite - sehen wir eine ganz andere
Landschaft: eine typische Wacholderheide der schwäbischen Alb. Das
Naturschutzgebiet Eichhalde ist eine der letzten
Kalkmagerrasen-Wacholderheiden an den Hängen des Lautertals. Dieses
heideartige Biotop bietet Lebenstraum für viele seltene Pflanzen
und Tiere, die unter den extremen Lebensbedingungen wie Hitze und
starke Trockenheit überleben können. Trotz dieser extremen
Lebensbedingungen gibt es dort zum Beispiel 150 verschiedene
Schmetterlingsarten. Neben den Silberdisteln wachsen auf den
Wacholderheiden auch Küchenschellen und verschiedene Enzian- und
Orchideenarten.
Die grasenden Schafherden an den sonnigen Hängen der
Wacholderheiden prägen seit alters her das Bild der Schwäbischen
Alb. Die Schäfer mit Ihren Schafen oder Ziegen sind hier jedoch
keine altmodische Postkartenidylle; Die ständige intensive
Beweidung ist wichtig, damit diese einzigartige Landschaftsform
erhalten bleibt. Nur wenn die vierbeinigen Landschaftsschützer
diese Heide mehrmals jährlich bis auf wenige Millimeter abfressen,
kann sie erhalten bleiben. Ansonsten würden innerhalb weniger Jahre
Bäumen und rasch wachsende Gebüsche alles überwuchern. Denn Schafe
fressen alles, was ihnen in den Weg kommt –daher mussten die
Pflanzen besondere Überlebensstrategien entwickeln, um nicht
gefressen zu werden.
Der Wacholderbusch schützt sich zum Beispiel mit ätherischen
Ölen und Bitterstoffen sowie den stechenden Nadeln vor den
hungrigen Schafmäulern. Der Wacholder – auch als Zypresse des
Nordens bekannt – kann 500-2000 Jahre alt werden. Seit jeher waren
die Bewohner der Schwäbischen Alb der Überzeugung. die Seelen der
Toten würden mehrere Tage in den Wacholderbüschen ruhen, bevor sie
in den Himmel gelangen. Ein Glaube, den sie mit den
Navajo-Indianern in den USA teilen.
Von den meisten Tieren verschmäht, hat der Mensch schon früh die
Vorzüge des Wachholders entdeckt. Auf der Alb wird schon seit
alters her der Wacholderschnaps gebrannt(die englische Variante ist
Gin.) Wachholderholz wird zum Räuchern von Wacholderschinken
verwendet, da es beim Räuchern harzige Wohlgerüche entfaltet. Als
Gewürz zu deftigen Gerichten werden Wacholderbeeren gerne
getrocknet verwendet.
Rezept: Sauerkraut mit Speck und
Wacholderbeeren
750 gr. Sauerkraut
1/8 l Apfelmost oder Weißwein (alternativ Apfelsaft)
20 gr. Schmalz
1 Apfel
1 kleine Zwiebel
1/2 Brühwürfel
75 g durchwachsener Speck
1 El Wachloderbeeren
Salz
1 Prise Zucker
Schmalz im Topf erhitzen, Zwiebel fein würfeln und darin
goldgelb dünsten. Sauerkraut dazufügen und kurz andünsten. Mit Most
oder Weißwein aufgießen. Den Apfel schälen und in kleine Würfel
schneiden und dazugeben. Brühwürfel, Speck und Wacholderbeeren
dazugeben und im geschlossenen Topf 35-45 min schmoren und danach
mit Salz und Zucker abschmecken. Dazu passen Buabaspitzle
(Schupfnudeln).
Dr' Käsch
An den oben angegebenen Koordinaten findet ihr eine mittelgroße
Dose mit Inhalt. Bitte hier nichts entnehmen und den Außenbehälter
wieder gut verschließen und mit großen Steinen beschweren und
verkeilen, damit es nicht zu Wildschweinfutter wird.
Hier müsst ihr herausfinden welches der Wacholder ist. Mit der
entsprechenden Zahl kann man die Finalkoordinaten berechnen:
N 48 °21.A und E 009° 27.B
wobei A = Wacholderzahl + 905
und B = Wacholderzahl + 574
Albbauern-Serie
Diese Cacheserie beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und dem
Leben der Leute früher „auf der rauen Alb“. Es gibt
charakteristische Landwirtschaftsprodukte, die hier wachsen oder
angebaut werden. Daher haben wir bei den meisten Stationen ein
passendes Kochrezept für lokale Köstlichkeiten angehängt,
größtenteils klassische schwäbische Gerichte, wie sie in den
Bauernhäusern vor 100 Jahren schon bekannt waren.
Die Caches können unabhängig voneinander gesucht werden, oder
als Rundwanderung mit einer Strecke von ca. 10 Kilometern und ca.
300 Höhenmetern. Wegen der Multis empfehlen wir die Runde in
aufsteigender Reihenfolge zu laufen. Die Wanderstrecke ist
überwiegend auf befestigten Wegen, zum Dosensuchen müsst ihr aber
teilweise ins Gebüsch. Besonders bei nassem Wetter ist gutes
Schuhwerk empfehlenswert. Bei einzelnen Caches sind die letzen 100
Meter zum Cache nicht mit dem Rad befahrbar, die Strecke kann aber
grundsätzlich mit dem Mountainbike gemacht werden. Teile der
Strecke sind leider nicht kinderwagengeeignet - könnten aber
notfalls umfahren werden. Grillplätze gibt es in der Nähe vom
Parkplatz an der Lauter, auf dem Schachen bei N 48° 21.479 E 009°
27.523, sowie nach ca. 2/3 der Strecke bei N 48° 20.965 E 009°
28.581.
Herzlichen Dank an Maran07 für den Betatest.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern und Dosensuchen und
falls ihr die Rezepte zu Hause nachkocht, "en guada Appetit."