Schwabenkorn (Dinkel)
Schwobakorn = Dinkel war lange Zeit die Hauptfrucht beim
Getreideanbau auf der Alb. Aus Dinkelmehl wurden unter anderem
Spätzle hergestellt. Dinkelkörner wurden geröstet und geschrotet
und daraus zum Frühstück das sogenannte "Mus" oder "Schwarzer Brei"
gekocht. (Ähnlich dem englischen Porridge, der aus Haferschrot
gekocht wird)
In früheren Zeiten konnten die Bauersfrauen auch im Winter
Spätzle ohne Eier herstellen, da Dinkel einen hohen Kleberanteil
enthält. Im Gegensatz zu Weizenmehlteig eignet sich Dinkelteig
nicht für die Spätzlespresse sondern nur für das Schaben vom
Brett.
Heute wird auf der Alb nur noch wenig Dinkel angebaut. Es
überwiegen Geste, Hafer und Weizen und zunehmend auch der
subventionierte Futtermais.
Aus Dinkelmehl bereiten wir natürlich das schwäbische
Nationalgericht schlechthin:
Rezept: Spätzle
500 g Dinkelmehl
1 TL Salz
250 ml Wasser
3 EL Öl
5 Eier
Alle Zutaten werden in einer Schüssel vermengt und geschlagen,
bis der Teig Blasen wirft. Das geht am besten mit einem Kochlöffel
mit Loch. Mit dem el. Handrührgerät und Knethaken funktioniert es
auch, ist aber bei vielen verpönt. Wenn der Teig langsam und zäh
von einem Löffel fließt ohne zu reißen, hat er die richtige
Konsistenz. Andernfalls mehr Wasser oder Mehl dazugeben. Eine 1/2
Stunde ruhen lassen. Einen großen Topf mit Wasser füllen und zum
Kochen bringen; reichlich Salz zugeben. Eine Schüssel und ein Sieb
zum Abtropfen bereitstellen. Wenn das Wasser kocht, das
Spätzlebrett und den Schaber zum Anfeuchten kurz in den Topf
halten. Etwa ein bis zwei Löffel Teig auf das Brett geben und glatt
streichen. Das zugespitzte Ende des Bretts an die Wasseroberfläche
halten und mit dem Schaber mit raschen Bewegungen kleine Stücke vom
Teig direkt in den Wassertopf schaben. Bei den ersten Versuchen
noch langsam und behutsam vorgehen um die Technik zu verstehen. Die
ersten Spätzle werde sicher etwas zu groß, das tut ihrem Geschmack
aber keinen Abbruch. Wenn die Spätzle im Laufe des Garprozesses an
die Wasseroberfläche kommen, sind sie fertig. Mit dem Schaumlöffel
die Spätzle aus dem kochenden Wasser nehmen, in einer Schüssel mit
kalten Wasser kurz abschrecken und dann im Sieb abtropfen
lassen.
Albbauern-Serie
Diese Cacheserie beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und dem
Leben der Leute früher „auf der rauen Alb“. Es gibt
charakteristische Landwirtschaftsprodukte, die hier wachsen oder
angebaut werden. Daher haben wir bei den meisten Stationen ein
passendes Kochrezept für lokale Köstlichkeiten angehängt,
größtenteils klassische schwäbische Gerichte, wie sie in den
Bauernhäusern vor 100 Jahren schon bekannt waren.
Die Caches können unabhängig voneinander gesucht werden, oder
als Rundwanderung mit einer Strecke von ca. 10 Kilometern und ca.
300 Höhenmetern. Wegen der Multis empfehlen wir die Runde in
aufsteigender Reihenfolge zu laufen. Die Wanderstrecke ist
überwiegend auf befestigten Wegen, zum Dosensuchen müsst ihr aber
teilweise ins Gebüsch. Besonders bei nassem Wetter ist gutes
Schuhwerk empfehlenswert. Nähere Infos zu Mountainbike und
Kinderwagen auf der Runde und zu den Grillplätzen findet ihr im
Listing von Albbauern #1. Parkplatz für die gesamte Runde N 48°
21.770 E 009° 28.155.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern und Dosensuchen und
falls ihr die Rezepte zu Hause nachkocht, "en guada Appetit."