Skip to content

Albbauern #3 - Krombiera Traditional Cache

This cache has been archived.

charlenni: Dose gestern eingesammelt. Nach vielen Jahren ist hier Schluss. Danke für die positiven Logs.

More
Hidden : 11/22/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Krombiera

Viele meinen, Christoph Columbus habe die Kartoffel 1492 aus Amerika mitgebracht. Das ist aber nicht richtig, da die Spanier erst ca. 70 Jahre später diese Pflanze nach Europa brachten. Anfangs wurde die Kartoffel nur als exotische Zierpflanze in Fürstengärten bewundert und später in Klostergärten angebaut. Erste Kochversuche endeten mit Bauchschmerzen: die Köche verwendeten nur die ungenießbaren Beeren. Lange Zeit verschmähten die Europäer die "giftige" Pflanze.

1756 wollte Friedrich der Große mit dem Anbau von Kartoffeln etwas gegen die wiederholten Hungersnöte in seinem Land unternehmen. Obwohl er die Knollen teilweise kostenlos verteilte, drohte die Einführung zu scheitern, weil die Bauern die frischgepflanzten Kartoffeln wieder ausgruben. Daher befahl er im sogenannten „Kartoffelbefehl“ seinen Untertanen den Anbau. Als dies auch nichts bewirkte, überzeugte er mit einer List sein Volk: Er ließ die Kartoffelfelder rund um die Uhr von seinen Soldaten bewachen. Die Leute wurden neugierig und wollten bald auch diese kostbare Speisepflanze haben. Sie wurde dann auch in Deutschland sehr schnell zu einem weitverbreiteten Grundnahrungsmittel – vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten.

Der schwere Kalkboden der Alb ist kein idealer Anbauort für Krombiera oder Erdäpfel, da sie eigentlich einen tiefgründigen und nährstoffreicheren Boden benötigen. Dort wo jedoch in Senken und Albtälern eine dickere Erdkrume auf dem Kalkstein liegt oder auf dem steinreichen Boden, der die Wärme speichert, ist der Anbau von Kartoffeln erfolgreich. Der Kartoffelanbau auf der Alb begann erst Ende des 18. Jahrhunderts in größerem Stil, nachdem die Skepsis der Bauern gegen "des nuimodische Zuigs" schwand. Die Wortherkunft von Krombiere kommt nicht von "krumme Birne", sondern heißt wohl "Grundbirnen".

Die Kartoffel war früher ein Arme-Leute-Essen, wird mittlerweile aber auch von Gourmets geschätzt. Wir wollen hier aber keine Haute Cuisine sondern das klassische schwäbische Kartoffelgericht vorstellen:

Rezept: Schwäbischer Kartoffelsalat

8 mittelgroße Salatkartoffeln (festkochend)
1 Zwiebel, fein gehackt
Weinessig
Salz, Sonnenblumenöl, weißer gemahlener Pfeffer, Senf, Paprikapulver
1 Tasse warme Fleischbrühe

Die Kartoffeln in der Schale weich kochen, sie dürfen aber nicht zu weich sein oder zerfallen. Pellen und auf Handwärme abkühlen lassen. In dünne Scheiben schneiden (oder durch das Kartoffelschneidegitter drücken). Feingehackte Zwiebeln hinzufügen. Aus warmer Fleischbrühe, Essig, Öl und den Gewürzen eine Marinade rühren und darüber giessen. Vorsichtig durcheinandermengen. Den Salat 1-2 Stunden ziehen lassen und eventuell nochmal Brühe zugeben und nachwürzen. Der Salat muss „schwätza“ – also schön feucht und glitschig sein.

Albbauern-Serie

Diese Cacheserie beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und dem Leben der Leute früher „auf der rauen Alb“. Es gibt charakteristische Landwirtschaftsprodukte, die hier wachsen oder angebaut werden. Daher haben wir bei den meisten Stationen ein passendes Kochrezept für lokale Köstlichkeiten angehängt, größtenteils klassische schwäbische Gerichte, wie sie in den Bauernhäusern vor 100 Jahren schon bekannt waren.

Die Caches können unabhängig voneinander gesucht werden, oder als Rundwanderung mit einer Strecke von ca. 10 Kilometern und ca. 300 Höhenmetern. Wegen der Multis empfehlen wir die Runde in aufsteigender Reihenfolge zu laufen. Die Wanderstrecke ist überwiegend auf befestigten Wegen, zum Dosensuchen müsst ihr aber teilweise ins Gebüsch. Besonders bei nassem Wetter ist gutes Schuhwerk empfehlenswert. Nähere Infos zu Mountainbike und Kinderwagen auf der Runde und zu den Grillplätzen findet ihr im Listing von Albbauern #1. Parkplatz für die gesamte Runde N 48° 21.770 E 009° 28.155.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern und Dosensuchen und falls ihr die Rezepte zu Hause nachkocht, "en guada Appetit."

Additional Hints (Decrypt)

Onhzfghzcs-Ehvar

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)