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Sigismundkapelle Uttenhofen Traditional Cache

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DasBoenni: Schön wars.

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Hidden : 11/30/2009
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Sigismundkapelle Uttenhofen

Die Sigismundkapelle besteht aus dem Chor einer ehemaligen Kirche,die nur wenige Jahre vor der Reformation entstand. Auf dem noch vorhandenen Grundstein heißt es: Anno domini 1516 am Pfingstmontag ist gelegt worden der erste Stein zu Ehren des heiligen Königs Sigismund. Vermutlich ging das Langhaus der Kirche bei einem Dorfbrand 1741 zu Grunde. 1960 wurde in der Kapelle eine Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege errichtet, die einzige im Landkreis Schwäbisch Hall, die in einem Bauwerk mit geschichtlichem Hintergrund untergebracht ist.

Den Cache bitte pfleglich behandeln, es ist keine Gewalt und kein Werkzeug nötig.
Der Cache ist von der Vorderseite erreichbar, IHR MÜSST DIE KAPELLE NICHT BETRETEN!!!.
Bitte Stift mitbringen und achtet gut auf Muggels in und vor den umliegenden Gebäuden!

In der Kapelle hängt ein Zeitungsartikel, welchen man vom Gitter aus leider nur schwer lesen kann. Für alle interessierten hier noch einmal zum nachlesen:

Kapelle


Skulptur



Kreuz

Neue Kriegerehrenstätte in Uttenhofen
Einweihung am morgigen Totensonntag - Das einzige Baudenkmal des Dorfes

1965

Uttenhofen hat heute keine Kirche mehr. Ehemals war jedoch ein Gotteshaus vorhanden, größer und reicher gegliedert als die Kirche zu Tullau. Denn sie besaß einen 3,7 m breiten und 4,6 m langen Chor, ein Netzgewölbe mit dem Haller Wappen und ein einschiffiges Lagerhaus. Insgesamt waren wahrscheinlich drei Altäre aufgestellt. Nur der Chor ist noch vorhanden und hält als Kriegerdenkmal nun einen neuen Inhalt. Das ist die einzige Ehrenstätte im Kreis Schwäbisch Hall, die in einem Bauwerk untergebracht ist und über einen geschichtlichen Hintergrund verfügt.
Das ehemalige Langhaus ragte in die Straße hinein. Der Brand von 1572, der 41 Häuser verzehrte, hat es nicht zerstört, denn auf dem Dorfbild von 1703 ist noch die ganze Kirche zu sehen. Ein Dachreiter ragte aus dem Chordach, er muß also aus Holz gewesen sein. Gradmann berichtet noch von einem zweiten Dorfbrand, der sich 1741 ereignete. Vielleicht ging damals das Lagerhaus zugrunde. Jedenfalls zeigt es der Dorfgrundriß von 1827 nicht mehr. Die Kapelle war eine Filiale von Westheim, besaß also keinen eigenen Pfarrer.
Die ehemalige Kirche entstand 1516, also nur wenige Jahre von der Reformation. Gottlob ist die Platte, die die Grundsteinlegung meldet, noch vorhanden. Bisher im südlichen Nachbarhaus eingemauert, wurde sie nun an die westliche Außenseite des Chores verbracht. Ihr Text lautet:
"Anno dni, M . d. X . VI . am pfingst motag ist gelegt der erst stein in des heilig kunig sigmun er."

(= Anno Domini 1516 am Pfingst-Montag ist gelegt worden der erste Stein zu Ehren des heiligen Königs Sigismund.) Gradmann lässt den Bau schon um 1400 errichtet sein, um 1500 sei nur das Chrogewölbe eingesetzt worden. Nach dem Wortlaut der Inschrifttafel ist jedoch die Sigismund-Kapelle als völliger Neubau 1516 entstanden. 1519 dürfte sie fertiggestellt gewesen sein, da vier Messen gestiftet wurden.


Einsiedeln, Prag und Freising
Zu Ende des 15. Jahrhunderts errichte die Verehrung der Heiligen und ihrer Reliquien den Höhepunkt. Man versprach sich von ihrem Kult die Behebung der Nöte des Leibes und der Seele. Die wundertätige Kraft der Heiligen unterlag jedoch Schwankungen, so daß oft neue Gestalten die alten verdrängten. Der heilige Sigismund war 516 bis 523 König der Burgunder. Er trat mit seinem Volk vom Arianertum zum Katholizismus über, ließ jedoch seinen Sohn erwürgen und tat für diese Untat schwere Buße. 523 von den Franken besiegt, ward er in einem Brunnen etränkt. Wann man den Burgunderkönig heilig sprach, wissen wir nicht. Er wurde gegen Sumpffieber und Bruchleiden angerufen. Schon im 11. Jahrhundert verehrte man sein Haupt im Kloster Einsiedeln in der Schweiz. Kaiser Karl IV. ließ 1354 seine Gebeine im Veitsdom zu Prag beisetzen und schenkte einige Stücke davon dem Dom zu Freising. Einsiedeln, Prag und Freising – weit entfernt von Uttenhofen – wurden zu Mittelpunkten der Verehrung Sigismunds, den die Kunst mit Krone Zepter und Schwert darstellt.

Wie kam der heilige Sigismund nach Uttenhofen?
Es ist schwer zu sagen, auf welche Weise der heilige Sigismund ausgerechnet nach Uttenhofen kam. In Schwäbisch Hall und in seinem Reichsstadtgebiet hatte er nirgends eine Andachtsstätte, weder eine Kapelle noch ein Altar. Jedoch wird 1156 ein Sigismund-Partikel im Reliquienschatz von St. Michael aufgeführt. Doch ist daraus kein Sigismund-Kult erwachsen. Der Heilige taucht zu Stöckenburg 1435 in einem Glasbild auf. Der Vorname Sigismund ist in Hall sehr selten. Man kann an den Stadtboten, Schuster und Meistersinger Sigismund Weinbrenner denken, der 1472 die Wallfahrt zum Einkorn herbeiführte. In ganz Württemberg sind nur in Oberspitalbach (das einst zu Flügelau gehörte), Rottweil, Mühlhausen am Neckar (wo starke Zusammenhänge mit Böhmen bestehen), Biberach, Dachenhausen und Ulm Erinnerungen an Sigismund vorhanden, doch stets ist er Nebenpatron, nie alleiniger Heiliger mit eigenem Gotteshaus. Uttenhofen ist schon ein Unikum.
Ob der deutsche Kaiser Sigismund, der 1410 bis 1437 regierte, die Ursache eines neuen Sigismund-Kultes gewesen ist? Er bewog Papst Johann XXIII. Zur Einberufung des Konstanzer Konzils, das 1415 Johannes Hus und 1416 Hieronymus Faulfleisch von Prag verbrannte. Als Huldigung für des Kaisers Namenspatron kann das Stöckenburger Bilder aufgefaßt werden. Aber diese Verehrung des heiligen Sigismund muß kurz und ohne Tiefgang gewesen sein. Und warum erfolgte sie nur durch das Uttenhofer Gotteshaus und erst spät im Jahre 1516? Gewiß war um 1360 böhmische Einwirkungen im Haller Raum am Werk. Wir denken nicht nur an die normalen Beziehungen zwischen dem luxemburgischen Kaiserhaus und der Reichsstadt, sondern auch an die Burg Bilriet im Bühlertal, die 1350 böhmisches Lehen wurde. Der Haller Stadtritter Rüdiger Lamparter von Ramsbach hielt sich um 1350 am Kaiserhof zu Prag auf. In Böhmen war Sigismund um diese Zeit eine Art zweiter Landesheiliger.

Nimmt man an, daß damals eine Uttenhofer Kapelle als Vorläuferin der heutigen entstanden sei, dann wäre dieser Bau schon nach 150 Jahren wieder niedergelegt worden, was kaum glaubhaft ist. Jedenfalls verschafft das schlecht erklärbare und sehr seltene Auftauchen des burgundischen Königs der Uttenhofer Kapelle eine erhöhte Bedeutung und stellt sie in größere Zusammenhänge.

Die neuen Ehrenstätte
Zwei Seiten des Chores besitzen Spitzbogenfenster, die nun schöne Glasgemälde (von Hans Klein, Stuttgart) erhielten. Der alte, spitzbogige Triumphbogen, der einstmals Chor und Langhaus trennte, ist heute Eingang zur Ehrenstätte (mit einem Gitter von Emil Schmidt, Schwäbisch Hall). In der Nordwand sitzt eine Sakramentsnische, deren obere Abschlußleiste noch zu sehen ist, und eine Türe zur verschwundenen Sakristei. Der entfernte Altar wurde wiederaufgestellt als Kranzablage. An den Nord- und Südwänden sind die Gefallentafeln (von Karl Nefzer und Otto Kübler, beide Schwäbisch Hall) eingemauert. Die Westwand, die bisher nur bis zur Dachrinne des Chores reichte, erhielt einen neuen Giebel mit einem Fenster (von Oskar Götz, Uttenhofen). Aus dem steilen, gotischen Dach wächst ein Glockentürmchen (von G. Saffrich und Albert Reichert, beide Schwäbisch Hall). Die alte Glocke trug die Inschrift: „In Gottes Namen gos mich Johann Georg Rohr in Heilbronn, 1710. Uttenhofen.“ Sie wurde im letzten Kriege eingeschmolzen. 1956 hängte man eine neue Glocke auf mit der Inschrift: „Den Toten zum Gedächnis, den Lebenden zur Mahnung“. Die Wirkung des Gefallenenzeichens beruht nur auf einfachen klaren Bauformen.

Nach langen Bemühungen des Unterzeichneten konnte die Kirchenruine – sie diente früher sogar als Arrest für Landstreicher – einem erhöhten Zweck zugeführt werden. Das ist nun das einzige Baudenkmal des Dorfes Uttenhofen. Sollte man nicht auch bald das verlotterte und doch so reizvolle Allerheiligen-Kirchlein in Unterscheffach – es ist sogar romantisch – in Ordnung bringen nach dem Vorbild Uttenhofens? Eduart Krüger

 

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Additional Hints (Decrypt)

Iba ibear reervpuone. Jraa qh erpugf iba qre Xncryyr fhpufg haq tynhofg nhs qrz Ubymjrt mh frva, ovfg qh evpugvt.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)