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Serpentin / Serpentine EarthCache

Hidden : 11/21/2009
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Ein Besuch an einer der bekanntesten Serpentinitlagerstätten der Welt

Bei Zöblitz und Ansprung östlich von Marienberg ist in den Gneisen und Glimmerschiefern ein Gestein eingelagert, das sowohl geologisch wie auch kulturgeschichtlich gerade von diesen Fundpunkten weltbekannt ist: der Serpentin oder Serpentinit. Seit dem 16. Jahrhundert wird er sowohl als Schmuck- und Dekorationsstein benutzt, als auch in der Architektur. So sind beispielsweise Balustraden der Semperoper in Dresden aus ihm hergestellt und goldgefasste Trinkkrüge und Schalen im Grünen Gewölbe.

Auch geologisch hat der etwa 50 bis 100 m mächtige, schräg nach Norden eintauchende Serpentinit eine besondere, für Erzgebirgsgesteine einmalige Entstehungsgeschichte. Im Präkambrium erstarrten in den untersten Bereichen der Erdkruste die vorwiegend aus Olivin und Granat bestehenden Gesteine. Tektonische Verformungen der Erdkruste haben lokal im Raum Zöblitz und Ansprung Teile dieser Gesteine in höhere Erdkrustenbereiche emporgepresst und zwischen kristalline Schiefer eingeschoben. Während dieses Vorganges wirkten auf das Gestein erhebliche tektonische Kräfte infolgedessen es unter Aufnahme von Wasser zu Materialumwandlungen in Serpentinit kam. Dabei wurde das Gestein lagenweise intensiv geschiefert. Zahlreiche Klüfte zerlegten den Serpentinit senkrecht zur Schieferung und Bankung. Die kreidezeitlich-tertiäre Abtragung beseitigte die höher gelegenen Teile des etwa 2,5 km langen, schräg gestellten Serpentinlagers. Die Verwitterung ergriff die obersten Bereiche des noch erhaltenen Gesteins, lockerte sie und schuf durch Umwandlung verschiedener Mineralgemengteile des auch schon primär etwas verschiedenfarbigen Serpentinits dessen hellgrüne, graue, gelbliche und rote Farbvarianten. Alle diese Faktoren bestimmen die Möglichkeit für Abbau und Verwendung des Gesteins und seine Kulturgeschichte.

Die besondere geologische Entstehungsgeschichte hat zur Folge, dass Serpentinit nur ziemlich selten zu finden ist. Das Zöblitzer Vorkommen ist eines der bekanntesten in der Welt.

 

Eure Aufgaben:

  1. Stattet der Serpentinithalde einen Besuch ab.
  2. Sucht Euch ein Stück Serpentinit (Foto) und ermittelt die durchschnittliche Größe der Granateinschlüsse.
  3. Versucht den Serpentinit mit eurem Fingernagel und einem Stück Metall (Schraubenzieher, Messer) zu ritzen. Welche Aussage ist wahr:
    • Serpentinit läßt sich sowohl mit dem Fingernagel als auch mit Metall bearbeiten.
    • Serpentinit läßt sich nicht mit dem Fingernagel aber mit Metall bearbeiten.
    • Serpentinit läßt sich weder mit dem Fingernagel noch mit Metall bearbeiten.
  4. Freiwillige Aufgabe: Wenn möglich, macht vor Ort ein spoilerfreies Foto von eurem Besuch. Qualitativ gute Fotos zu machen ist Bestandteil der Außentätigkeit von Geologen.
  5. Mailt uns die Antworten und loggt den Cache (mit dem Foto).
Wir melden uns, wenn es Probleme mit den Antworten gibt. Ihr müsst nicht auf eine Freigabe warten.

Nur die korrekten Antworten gelten als Logberechtigung.

Wichtig: Die obige Koordinate gibt den Standort mit der höchsten Fundwahrscheinlichkeit an. Achtet unbedingt darauf, nicht zu nahe an den Grubenrand zu kommen, es besteht Absturzgefahr.

Wir wünschen Euch viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise.
Viele Grüße vom Team DerkleineHasi

 

Magma aus dem Erdmantel wird im Präkambrium in die metamorphe Tiefenzone der Erdkruste eingequetscht

Magma from the earth's mantle is squeezed into the metamorphous deep zone of the terrestrial crust
Das aus dem Erdmantel entstandene Magmagestein wird in die Faltung des Varistischen Gebirges einbezogen, geschiefert und in Serpentinit umgewandelt

The magma rocks from the earth's mantle is included into the variscan folding of the mountains, foliated and transformed to serpentine
Nach Abtragung des Faltengebirges wird das Serpentinitlager von der Kreidezeit bis zur Gegenwart von der Erde angeschnitten

After the erosion of the folded mountains the serpentine deposit is disclosed from the cretaceous until now


A visit at one of the most well-known serpentine deposits of the world

Near Zöblitz and Ansprung, in the east of Marienberg a special stone is embedded into the gneisses and mica slates, that is geological and in cultural history well-known from this finding places: serpentine or serpentinite. Since the 16th century it is used as a gemstone or decorative stone as well as in architecture. Balustrades in the Semperoper in Dresden and gold framed jars and shells in the Grüne Gewölbe are made of it.

Even geological the serpentinite has a special, for stones of the ore mountains, unique history of origin. The serpentinite deposit has a thickness of 50 to 100m and dips slope down to north direction. In the precambrian the stones in the lower parts of the earth's mantle solidified. The stones consists mainly of olivine and garnets. Diastrophic deformations of the earth's mantle in area of Zöblitz and Ansprung have pressed parts of this stones into upper areas of the earth's mantle and slided it between crystalline slates. During this some monumental forces operated against the stones hence it came to a material change to serpentine. The stone was intensively foliated in layers. A lot of clefts segmented the serpentinite vertical to foliation and massive bedding. The cretaceously-tertiary erosion removed the upper parts of the 2.5 km long, tilted serpentinite deposit. The weathering used the upper parts of the stones, loosened it and made through change of different minerals the light green, grey, yellow and red color variations. All of these factors are responsible for the options of exploitation and usage of the stones.

The special geolocigal history of origin implicates, that serpentinite is very rare. The occurence at Zöblitz is one of the most well-known of the world.

Your Tasks:

  1. Visit the Serpentinite stockpile.
  2. Search for serpentinite (see picture) and estimate the average size of the garnet embeddings.
  3. Try to scribe the serpentinite with your fingernail and a piece of metal (screwdriver, knife). Which statement is correct:
    • serpentinite is editable by fingernails and metal.
    • serpentinite is not editable by fingernails but by metal.
    • serpentinite is not editable by fingernails and not by metal.
  4. Optional Task: If you are able, post a picture free of spoilers of your visit at the site. Taking good quality photographs is part of the field work for geologists.
  5. Send us the answers and log the found (with the picture).
We will contact you if something is wrong with your answers. You don't need to wait for log permission.

Only the correct answers are a valid log authorization.

Have a nice geological expedition.
Team DerkleineHasi

Important: The upper coordinates reflecting the place with the best chance to find some serpentinite. Be careful and don't move too close to the pit border. Fall hazard!



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