Nachdem Karl Frost an einem
Herzinfarkt gestorben war, wurde offen gesagt, was schon immer
unter der Oberfläche des kleinen Dorfes brodelte.
„Endlich hat es den Richtigen getroffen.“, „Zu
viele Schläge in der Kindheit haben seine Epilepsie
verursacht.“, „Die Polizei hat einfach schlampig
gearbeitet.“
Fakt ist, Karl Frost führte nach dem Tod seines Eltern, den kleinen
Bauernhof im Wald bei Ohlendorf fort. In der Dorfgemeinschaft
konnte er jedoch nie richtig Fuß fassen, mag sein, dass seine
epileptischen Anfälle oder die Tatsache, dass er sich nicht in den
Vereinen des Dorfes engagierte, daran schuld waren. Im Herbst 2000
kam Karl plötzlich zu einem großem Vermögen, so viel Geld, dass er
die Viehhaltung aufgab und sich als Kunstsammler und Bienenzüchter
zurückzog. Vielleicht war es diese, weitere Abkehr von den Anderen
im Dorf, die das Misstrauen hervorrief, vielleicht war es aber auch
der Instinkt der Menschen, die 1&1 zusammenzählten.
Jedenfalls, tauchte im Sommer 2000, sein ehemaliger Schulfreund
Peter Kleinmann mit seiner Frau in Ohlendorf auf. Großer Wagen, gut
gekleidet. Peter, so sprach man, hatte sein Geld an der Börse
gemacht. Beide waren zu Besuch bei Karl und kurz darauf spurlos
verschwunden.
Einige Leute behaupteten, in der Nacht vor ihrem Verschwinden 3
Schüsse im Wald gehört zu haben. Sicher ist jedoch, dass kurz
vorher eine weitere unbekannte Person in Ohlendorf auftauchte und
diese sich sehr angeregt mit Karl unterhalten hatte.
Die Polizei suchte Wochen später den Wald ab, fand aber außer einer
Quittung bei Karl, über den Kauf von Salzsäure und Pepsin, nichts.
Die Befragung blieb ergebnislos, denn Karl konnte schlüssig
erklären, dass er die Utensilien für seinen Hof benötigte.
Natürlich kochte jetzt die Gerüchteküche und immer wieder wurden
die Geschehnisse im Sommer 2000 in der Dorfkneipe gewälzt. Ein
Gerücht hielt sich jedoch hartnäckig:
Karl hat seinen Jugendfreund und dessen Frau mit Hilfe des
unbekannten Mannes umbracht und lies die Leichen mit Hilfe der
Säure verschwinden. Vorher hatte er sich aber Zugang zu den
Kontodaten verschafft, um die Schulden auf seinen Hof abzubezahlen
und ein sorgenfreies Leben zu genießen.
Dazu passte der weitere Rückzug aus der Dorfgemeinschaft, nach dem
Tod seiner Frau. Auch wurde vor 3 Monaten ein völlig verrostetes
Fahrzeug, aus dem kleinen See nahe der Autobahn gezogen. Bei einem
Bier soll der Pfarrer gemurmelt haben, Karl habe Schuld auf sich
geladen.
Du bist der Neffe des Verstorbenen und hältst nicht viel von
Hörensagen, wirst aber neugierig als du beim Aufräumen des Kellers
einen Zettel, mit dem Hinweis: Die Wahrheit liegt im Walde bei
N 53° 20.871 E 010°
03.872 findest.
Zum Cache:
Überführe Karl anhand seiner aufgeschriebenen Geschichte. Dazu
musst du 4 Stationen + Final finden. In jeder Station findest Du,
einen kurzen Auszug der Geschehnisse aus der Sicht von Karl, denn
wie sagte schon der Pfarrer „Aufschreiben erleichtert das
Gewissen“. An jeder der Stationen musst du zwei einfache
Fragen zum Text beantworten. Du erhältst so die Koordinaten der
nächsten Station und kannst damit ganze Wahrheit am Final
lüften.
Bitte beachtet folgende
Ratschläge:
Verhalte dich im Wald angemessen. Die Pfade sind nur für die
jeweiligen Stage, um wenige Meter zu verlassen. Die Koordinaten
wurden mehrmals eingemessen, trotzdem bekam ich an einigen Station
abweichende Werte, beachtet daher bitte die Hints bei allen
Waypoints. Du befindest Dich in dörflicher Umgebung, d.h. man grüßt
andere Personen im Wald, auch um sich selber unverdächtig zu
machen. Während die Story meiners Erachtens, nicht für Kinder
geeignet ist, ist es der eigentliche Cache schon. Im Bereich des
Rundkurses befinden sich alte Hügelgräber, diese sowie jeglicher
Privatbesitz auf der Runde müssen/sollen nicht betreten werden. Die
Gesamtstrecke beträgt knappe 3 Kilometer. Viel Spass.
Zum 03.06.10 musste leider die alte Finalbox durch eine
normale Tupperdose ersetzt werden. Für alle die sie trotzdem mal
sehen möchten, habe ich ein Foto eingefügt.