Wie ein heller Sternenhimmel auf der Erde
Familie Jager/Savioli erfreut inzwischen unzählige Schaulustige mit
der Weihnachtsbeleuchtung ihres Hauses in Besseringen
Einfach nur schön. Im Besseringer Dottental steht ein Haus, das im
Advent in hellerlichtem Glanz erstrahlt. Eine Familie macht allen,
die es mögen, große Freude. Besseringen (pum). "Warst du dieses
Jahr schon gucken?" Es spricht sich herum. "Du, ich glaube, die
haben nochmal ausgebaut." Ob man, statt nur langsam vorbei zu
fahren, wohl anhalten, aussteigen und verweilen kann, ohne die zu
nerven? Was sind das für Leute, warum machen die das, ist das nicht
allein vom Strom her der helle Wahnsinn? Manfred Savioli kennt alle
diese Fragen. Schmunzelnd beantwortet er sie. Dabei teilt sich
seine Freude an dem Objekt der ständig wachsenden Begierde vieler
großer und besonders kleiner Menschen mit. Savioli wohnt mit
Ehefrau Doris, Tochter Tanja, deren Ehemann Achim und dem
dreijährigen Enkel Maurice in einem schönen Haus im Besseringer
Dottental. Die meiste Zeit im Jahr ist es ein Haus wie viele andere
in einer gepflegten Wohngegend. Doch in der Osterzeit und besonders
von der ersten Adventswoche bis zu den Heiligen Drei Königen ist
es- fast - unbeschreiblich. Wenn es dunkel wird, verändert sich
etwas in der Straße. Dann ist es, als würde hier unten auf der Erde
ein Sternenhimmel angeknipst. Die Weihnachtsbeleuchtung des
Anwesens Jager/Savioli ist- das haben viele in Besseringen, Merzig
und zunehmend darüber hinaus festgestellt - sensationell und
unbedingt sehenswert. Ja und dann die vielen Fragen. Die eine mit
der Geschmackssache erübrigt sich, denn wenn jemand meint, dieses
Meer von 6500 Lichtern sei schon jenseits der Kitschgrenze, braucht
er ja nicht vorbeizuschauen. "Wir machen das jetzt im dritten Jahr"
, erzählt Savioli. Das kam so: Tochter Tanja hatte in Frankreich
ein überaus üppig illuminiertes Weihnachtshaus gesehen und kurz
darauf ein ähnliches Lichterwerk in einem Frankfurter Vorort. Also
wurde die Idee geboren "das machen wir auch" . Für die Umsetzung
der Idee gab es günstige Umstände über die Begeisterung der beiden
Familien hinaus. Achim Jager ist Elektriker-Meister, und vor allem
sind die vier Erwachsenen in dem Haus kinderlieb, nicht erst seit
Maurice auf der Welt ist. Maurice hat die größte Freude an der
Lichterwelt. Deshalb würde es Savioli auch nicht weiter stören,
wenn die Befürchtung vieler Schaulustiger berechtigt wäre: die
Mutmaßung, dass der Stromzähler doch eigentlich verrückt spielen
müsste, wenn die Lichter angestellt werden. "Das ist halb so
schlimm, ich kann die Leute beruhigen" , sagt der froh gelaunte
Großvater. In der Stromrechnung schlägt der Energieverbrauch nicht
wesentlich zu Buche. Dann wäre da noch die Frage mit den Besuchern.
"Natürlich nervt es uns nicht, wenn die Leute anhalten und schauen,
auch nicht, wenn sie uns Fragen stellen" , sagt Savioli. "Wir
machen das doch für die Kinder, dann sollen die sich auch daran
freuen dürfen." Gegen 22 Uhr allerdings ist es jeweils mit dem
Zauber vorbei. Obwohl sich die Nachbarn mitfreuen, wollen Saviolis
und Jagers doch tunlichst vermeiden, dass sich mögliche An- und
Abfahrten von faszinierten Sternhimmel-Guckern nachteilig auf die
verdiente Nachtruhe im Dottental auswirken. So spät muss es ja aber
auch nicht sein, um das ganze schöne Lichter-Bild zu sehen. Der
Tipp lässt sich schon gleich nach Einbruch der Dunkelheit befolgen:
Im Dottental in Besseringen strahlt es, als würde hier unten auf
der Erde ein Sternenhimmel angeknipst. Es macht Freude, das
leuchtende Geschehen zu betrachten.
Aus Saarbrücker Zeitung Lokalteil Merzig vom 25.12.2000.
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Viel Spass beim Staunen
Die Geocräsher