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Vergessen? Traditional Cache

This cache has been archived.

DieReisenden: Nachdem wir endlich mal vor Ort waren( wir waren in letzter Zeit einfach zu weit weg…), das Doserl, durch Zufall, im Bahnschotter gefunden hatten, denken wir, dass es an der Zeit ist diesen Cache zu archivieren. Wir vermuten, dass es dort jemanden gibt dem die Besuche dort missfallen. Vielleicht findet sich ja ein Cacher der an diesem, durchaus interessanten Ort, ein besseres Versteck für ein Doserl findet. Danke für die vielen Besuche!

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Hidden : 12/1/2009
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Im Industriegelände von Neunkirchen, direkt an der Südbahn liegt dieser jüdische Friedhof. Die Backsteinbauten beim Eingang erwecken anfangs den Eindruck eines aufgelassenen Industrie Areals, erst wenn man in die Nähe kommt erkennt man den kleinen Friedhof. Die eigenartig geschwungenen Fensterbögen im neomaurischen Stil verraten die jüdische Architektur. Im 19. Jahrhundert haben Juden diesen Stil des mittelalterlichen Spanien sehr oft für den Bau ihrer Synagogen und Zeremonienhallen gewählt . In einem dieser Häuser lebte bis vor einigen Jahren noch eine Fr. Weninger, die sich sehr um den Friedhof kümmerte und Besucher herumführte.(Ob sie mit dem 1948 vom Volksgericht wegen Kriegsverbrechen hingerichteten SA Standartenführer Josef Weninger, er war gegen Kreigsende Bürgermeister von Neunkirchen, verwandt war konnten wir nicht eruieren). Heute ist der Friedhof geschlossen.
Nach dem Bau der Synagoge in Neunkirchen wurde im Jahre 1890 dieser Friedhof angelegt. Die Kultusgemeinde verwaltete in der Folge den Friedhof und legte Friedhofsordnung und die Bestattungsgebühren fest. Während Mitglieder des örtlichen Beerdigungsvereins Chewra Kadischa kostenlos bestattet werden konnten, wurden für die Beerdigungen erwachsener Mitglieder der Kultusgemeinden 18 Gulden berechnet. Wesentlich teurer schlug die Bestattung eines Nichtmitglieds zu Buche, für das bis zu 300 Gulden verlangt werden konnten.
Auf dem Friedhof sind noch 142 Grabsteine erhalten, von denen der Großteil noch lesbar ist. Von 135 Beerdigten sind Name und Daten durch den Stadtpfarrer Neunkirchens festgehalten worden. Zudem gibt es Gräber von zwölf ungarischen Juden, die 1944 nach Neunkirchen deportiert worden waren. Von den erhaltenen Grabsteinen sind 60 Grabsteine mit rein hebräischen Inschriften versehen, 35 besitzen neben hebräischen Inschriften auch deutsche Kurzangaben und 21 sind in hebräischer und deutscher Sprache ausgeführt. Hingegen sind lediglich 14 Grabsteine in deutscher Sprache mit hebräischen Zeichen und nur zwölf Inschriften außschließlich in Deutsch verfasst. Die Dominanz der hebräischen Inschriften belegt dabei die große Bedeutung der Religion der Juden in Neunkirchen und zudem Anzeichen für einen geringen Grad der Assimilierung.
Der Mittelteil des Friedhofes war für Kindergräber geplant. Hier kann man eine Anzahl gerade noch erkennbarer Grabhügel sehen. Hier haben die aus verschiedenen Ländern deportierten Juden, die in der Zeit von 1940-1945 als Zwangsarbeiter in Neunkirchen lebten und unter unmenschlichen Verhältnissen in der Synagoge einquartiert waren, ihre Toten begraben. Man weiß nicht genau, wieviele hier bestattet wurden, da wahrscheinlich das jüdische Gesetz, kein Grab mehrmals zu belegen, hier nicht mehr beachtet wurde.
1938 wurde auch der Friedhof von Neunkirchen verwüstet. Noch heute zeugen zerbrochene Grabsteine von den Zerstörungen in diesem Zeitraum. Mit der Bestattung des von Nationalsozialisten ermordeten Juden Sigmund Preis 1938 endeten zunächst die Bestattungen auf dem jüdischen Friedhof. Nach der Vernichtung der jüdischen Gemeinde kehrten zudem nur wenige Juden nach Neunkirchen zurück. Nach 1945 erfolgten lediglich drei Bestattungen.
Der Cache: ein Drive In, eine Filmdose, magnetisch und nicht schneesicher...

Additional Hints (No hints available.)